RÜCKSPIEGEL

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RÜCKSPIEGEL

Beitrag  Hubert Laufer am Mo Aug 27, 2012 10:19 am

,
VISIONEN FÜR DIE ZUKUNFT !

Einsichten eines voraus denkenden Kritikers .

VORWORT

" Das Rad kann nicht neu erfunden werden ."
Diesen Spruch hat jeder unzählige Male gehört . Wenn wir genau hinsehen, stellen wir
fest, dass kleine Verbesserungen vorgenommen wurden . Auf diese Weise wurde das
Rad belastbarer und vielseitig verwendbar .
In meinen Themen konzentriere ich mich auf die momentane Zivilisation, die viele
Vorteile für alle beinhaltet , aber weiterhin reformbedürftig bleibt .
In einem breiten Rahmen werde ich defizitäre Fakten aufgreifen, aber meine Angaben
konstruktiv gemeint sind, werden die Lösungsansätze erst möglich, wenn dafür
das öffentliche Bewußtsein mehrheitlich vorhanden ist .
"Wir sind Utopia" , nannte Stefan Andres seine Novelle in der er die Zweigesichtigkeit
der Menschen im Alltag aufzeigt. Will sich die Zivillisation ergänzen, sollte sie sich  
kritisierbaren Aspekten stellen .
Ich verfüge über ein breites Allgmeinwissen, das belegt werden kann und beabsichtige
sachlich die Themen zu erläutern. Sie wissen wissen, dass unsere Meinungen oft von
subjektiven Einflüssen geprägt sein können. Diese gilt es zu erörtern bzw. auf andere
Themen hinzuweisen.
Inhaltlich bleibt das Thema eine abgerundete Konzeption, die sich jedem erschließt,  
der bereit die Argumente nachzuvollziehen.
Jeder der Auto fährt schaut nach vorne. Unverzichtbar bleibt jedoch der Blick in den  
Rückspiegel. Ähnlich verhält es sich mit der Zivilisation. Es ist richtig nachvorne zu  
schauen. Dabei darf der Blick zurück nicht übersehen werden, sonst können wir die
Gefahren kaum wahrnehmen, die auf moderne Gesellschaften zukommen können .

I. Einführung.

Es ist bekannt, dass die Bundesrepublik über 2 Billionen Schulden vor sich herschiebt .
Noch höher wird das private Vermögen angegeben.
Selbstverständlich soll die Gleichung nicht lauten, dass der Staat, die Länder und die
Kommunen entschuldet wären, wenn das Vermögen den Gesellschaftsorganen
übereignet werden würde.
Andererseits möchte ich Sie darauf hinweisen, dass die Vorgänge um den EURO  
weiterhin undurchsichtig sind. Andere Länder sind noch höher verschuldet als
Deutschland. Trotzdem wissen wir, dass eine kleine Minderheit über viele Milliarden
verfügt. Jeder aufmerksame Beobachter wird sich fragen: Wie ist so eine Entwicklung
möglich? Folgendes Beispiel könnte vielfach ergänzt werden.
Griechenland verfügte zu Beginn der veröffentlichten Finanzkrise über kein effektives
Steuersystem. Medienberichten zu Folge war es großen Unternehmen wie Reedereien
möglich, keine Steuern zu zahlen. Unzählige kleineren Betrieben stellten keine
Quittungen aus. Demzufolge wurden Steuern nur grob geschätzt.
Wie soll ein Staat die allgemeinen Ausgaben für Bildungseinrichtungen, Straßen usf .
erhalten, wenn er über keine verläßlichen Steuereinnahmen verfügt?
Hierzulande werden kleinste Steuerrückstände eingetrieben. Andererseits ist bekannt ,
dass große Geldmittel in Ländern gebunkert werden, die geringe Steuern verlangen .
Letzteres ist mehr als ein Ärgernis, weil zivilisierte Länder Geld anlocken und damit
anderen Ländern die Steuern rauben. Die Steuerbetrüger werden mittels gesetzlicher
Privilegien nicht bestraft und selten zur Kasse gebeten. Ärgerlich bleibt, dass wir dies
öffentlich soweit relativieren, dass wir zwischen der Person und dem Steuervergehen
unterscheiden.
Es wäre denkbar, dass jemanden der mehr als eine Million Steuern dem Staat schuldet
gedroht wird, die Staatsangehörigkeit zu entziehen, wenn er sein Verhalten nicht
korrigiert .
Dieser Hinweis erscheint deshalb utopisch, weil die Zivilisationen kein einheitliches
Gemeinschaftsgefühl entwickelt haben. Es genügt scheinbar, wenn die Verantwortlichen
der Staaten miteinander sprechen .
Regiert Geld die Welt, wie es der Spruch ausdrücken möchte ?
Geld wird die Welt in ein Chaos ohne absehbare Konsequenzen stürzen, wenn kein
öffentliches Bewußtsein dafür entwickelt wird, dass alles mit allem zusammenhängt.
Von Politikern werden solche Argumente durchaus öffentlich geäußert, aber diese
wirken unglaubwürdig, wenn nicht im Kleinen damit begonnen wird, solche
realistischen Ziele umzusetzen .

Über die Macht des Geldes gibt es unzählige Beispiele, die bloß angedeutet werden
können. Fugger der Reiche war so reich, dass er dem Kaiser Geld leihen konnte.
Gegenwärtig zählt Bil Gates zu den Reichsten der Welt. Eine durchaus geniale Idee
und der weltweite Bedarf dieser Software lies ihn schwindelerregend reich werden.
Jeder Käufer dieser Artikel trug zu dessen Vermögen bei. Nun gründete er eine
soziale Dienstleistung, weil er - wie er selbst sagt - etwas zurückgeben möchte.
In Deutschland dienen die Stiftungen dazu Steuern zu sparen. Einzelheiten sollte
jeder Interessierte überprüfen. Wir können auch sagen: Bil Gates gehört zu jenen
Vermögemnden, die die Globalisierung des Marktes für sich ausnutzen konnten.
Es gibt jedoch die andere Seite dieser als fortschrittlich bezeichneten Markstrategie.
Jeder Konsument in den Industriestaaten hat davon gehört oder ist Nutznießer
dieser kritisierbaren Fakten.
Millionen von Menschen - auch an sie möchte ich erinnern - arbeiten zu Hunger -
löhnen, weil sie überleben möchten und ohne Arbeit dies gar nicht könnten.
Dies ist nur erklärbar, weil die weltweite Vorstellung von einer menschenwürdigen
Zivilisation nicht vorliegt.

II. Ändert sich etwas?

Die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer, lautet das zu oft gehörte
Schlagwort. Warum geschieht nichts Wesentliches?
Natürlich gibt es für alle Entwicklungen unterschiedliche Gründe. Einen wichtigen
Grund erläutere ich. WETTBEWERB lautet das Zauberwort. Der Begriff ist längst zur
Floskel verkommen. Es heißt etwa: Die Firmen und Staaten müssen wettbewerbsfähig
bleiben. Aber auch alle westlichen Arbeitnehmer stehen im Wettbewerb mit den
Arbeitnehmern weltweit. Dies ist eine glatte unwahre wirtschaftliche und politische
Behauptung, weil mit unzutreffenden Angaben vom eigentlichen Konflikt abgelenkt
werden soll.  Wie zivilisiert ist ein Land, dass Millionen Menschen miserabel entlohnt,
um selbst weltweit gut zu verdienen? Der unkontrollierte globale Markt wird zu Lasten
von Millionen Arbeitnehmern ausgetragen.
Es ist die kurzsichtige Perspektive westlicher Firmen, die solche Entwicklungen
benutzen, um raffgierig Geld zu verdienen. Wenn man fair ist, gehört es zu den
menschlichen Begrenzungen, dass Sachverhalte verdrängt werden, die uns persönlich
nicht tangieren.
So kann ansatzweise die moderne SKLAVEREI von Millionen Menschen dürftig erklärt
werden. Was bedeuten zivilisierten Unternehmen und Staaten Menschen, wenn sie
es zulassen, dass die modernen Sklaven nicht einmal eine landestypische moderate
Bezahlung erhalten? Alle dazu gehörten Entschuldigungen sind nicht anderes als ein
Vermeiden des globalen Verantwortungsbewußtseins .
In den USA wurde 2O12 ein Präsidenten Kandidat gewählt, der mit Finanzspekulationen
schwer reich wurde. Er verkündete, dass er die sozialen Leistungen stark einschränken
wird. 2O12 wurde er nicht gewählt, aber 2O16. Es ist ein geistiges Armutszeugnis der
USA diesen Präsidenten gewählt zu haben. Aber es waren wieder nur 5O%, die gewählt
haben und dann kam das kritisierbare Wahlverfahren hinzu, so dass er Präsident wurde.
Die Gegenkandidatin hatte über zwei Millionen Stimmen mehr und verlor die Wahl.

III. Vorbild USA ?

In den USA ist eine solche politische Ignoranz der sozialen Verantwortung nur möglich ,
weil sich ein Menschenbild etablierte, das inhaltlich von unsachlichen Voraussetzungen
ausgeht.Wie hierzulande heißt es: Alle Menschen sind gleich und sind chancengleich.
Wer jedoch die soziale Wirklichkeit distanziert betrachtet, weiß, dass dies ein Ideal ist,
welches nicht annähernd umgesetzt werden kann.Die Spötter wissen es, aber ich
möchte dies abgemildert anführen: Geld sucht Geld und findet es - meistens.
Individuell und gesellschaftlich bedeutet es, die sozialen Voraussetzungen entscheiden
über die Chancen und spätere gesellschaftliche Position. Grob formuliert verdrängt die
Behauptung von Chancengleichheit das strukturelle Problem der weiter bestehenden
Klassengesellschaft. Auch in Deutschland. Wir haben es tabuisiert den Fakt beim
Namen zu nennen.
Das Menschenbild sollte von der Lebensformel ausgehen, dass wir alle von Geburt an
ungleich sind, so dass die Chancengleichheit eine wichtige politische Aufgabe bleibt.
Die jeweils Verantwortlichen verdrängen massiv, dass das Rad der Zivilisation
überhaupt nicht bewegt werden könnte, wenn nicht in allen Ländern die Mehrheit
die Speichen festigen, ausbessern und das Rad drehen. Dazu gibt es feutliche Hinweise.
Es wird behauptet, dass weltweit die Finanzbranche bestimmt,  was die Politik will.
Aber -dort arbeiten Millionen, die die Spekulationen hin und her schieben.
Niemand wird behaupten wollen, dass es dabei nicht darum geht Verluste zu machen.
Was ist das für eine Zivilisation, die ständig allein die Leistungen und sogenannten
Erfolge für wichtige hält.
Am 3O.O8.2O12 sendete das ZDF in den Nachrichten 21.45 Uhr auch folgende Notiz .
Obdachlose in New-York haben oft mehrere Jobs, können sich aber keine Wohnung
leisten. Wo bleibt die Menschenwürde der Betroffenen und die politische Verantwortung?
Und nun möchte ein Superreicher die soziale Verantwortung noch weiter reduzieren .
Das Menschenbild innerhalb der globalisierten Welt ist nicht in Ordnung . Und es wird
laufend geschwächt. Unsere halbe Regierung fährt Ende August 2O12 nach China ,
um Milliarden - Aufträge nach Deutschland zu holen. Wo bleibt die Verantwortung der
chinesischen Politik für ihre eigenen Menschen?
Der so genannte Handelsüberschuss der Chinesen beruht nämlich darauf, dass die
soziale Verantwortung der Politik gegen Null tendiert.  Millionen Wanderarbeiter,
kaum soziale Absicherung usf. Ich formuliere extra moderat, weil ich nicht ein Land
kritisieren möchte, sondern die weltweite Ignoranz der Lebensbedürfnisse vieler
Millionen gerade auch in den Industrieländern, die sich für zivilisiert halten .

IV. Deutschland als Vorbild ?

Wie sieht es damit in Deutschland aus? Momentan erleben wir einen Medienrummel
darüber, dass künftig die Renten erheblich sinken werden. Nachfolgend erläutere ich
einige Details, die unter dem Aspekt sozialer Verantwortung ein Kopfschütteln
erzeugen können. Die zuständige Ministerin gibt Anfang September 2O12 bekannt,
dass eine Rentensenkung verabschiedet wurde nach der ab 2O3O die Renten 43 %
des letzten Nettogehalts betragen werden. Praktisch bedeutet das: Ein heute
durchschnittlich verdienender Arbeitnehmer kann danach eine Rente bekommen,
die so gering ist, dass eine Zusatzrente oder eine so genannte Grundsicherung
nötig werden. --Beträge  zu nennen sind für meine Absicht unnötig .---
Es geht um die generelle politische Entwicklung. Eine Regierung, die oft betont,
dass sie das christlichen Menschenbild vertritt, erlaubt sich diese soziale Diffamierung.
Warum wird nicht gleichzeitig beschlossen die Beamtenpensionen schrittweise zu
kürzen? Jeder der sich sachlich informiert kennt die Antwort. Pauschal stelle ich fest:
In sämtlichen staatlichen Strukturen, einschließlich der Parlamente sind die Beamten
so stark vertreten, dass kein "politischer Wille" vorliegt eine Sozialversicherung
einzuführen, in die alle Erwerbstätigen einzahlen. Weniger bekannt ist, dass  es noch
berufsständische Versorgungssysteme gibt, die öffentlich selten genannt werden.
Wir sollten nicht mehr von sozialer - sondern von Leistungsgerechtigkeit reden.
Dann würde besser deutlich, dass viele manuellen Berufe entsprechend ihrer Lebens-
leistung eine Rente verdienen, die nicht als Almosen angesehen werden.
Welche höheren Leistungen erbringen Beamte, die bis dato 7O% Pension erhalten?
Insofern ist eine Klassengesellschaft vorhanden, die ohne Scham politisch gewollt ist .
Soziale und gesellschaftliche Unruhen können nur verhindert werden, wenn solche
unglaublichen Fehlentscheidungen zumindest weniger dramatisch umgesetzt werden.

V.Wie kam es zu der zivilisierten Gesellschaftsentwicklung?

Für die thematische Absicht ist lediglich ein pauschaler Hinweis erforderlich,
der durch eigene Nachprüfungen ergänzt werden sollte.
Wir können davon ausgehen, dass ein wichtiger Schritt durch die Aufklärung
zustande kam. Wir sollten nicht unterschätzen, dass bereits die Religion
diesbezüglich viel geleistet hatte. Negative Aspekte werden nicht berücksichtigt.
In Europa war es schließlich die französische Revolution, die endgültig zu der
Meinung verhalf: Freiheit - Gleichheit -Brüderlichkeit. Wieviel Leid die
Klassenkämpfe des 19.Jahrhunderts mit sich brachten, sollte uns schon im Gedächtnis
bleiben. Der rote Faden einer zivilisierten Gesellschaft wurde jedoch in den heute
noch vorhandenen Industriestaaten aufgenommen und weiter getragen.
Andererseits benötigen wir gar nicht viel Geschichtskenntnis, um zu beobachten,
dass die Demokratieen alles andere als eine Brüderlichkeit ausdrücken.
Eine der wichtigsten Ursachen für Fehlentwicklungen ist der menschliche Egoismus,
der stets die eigene Macht ausbauen und zementieren möchte.
Die Regeln, das zu unterbinden sind nicht ausreichend vereinbart.
Verantwortliche sind so in die Alltagsprobleme verstrickt, dass sie weder die
Konflikte erkennen noch die Kraft aufbringen diese zu reduzieren.
Dies bleibt jedoch eine wichtige Aufgabe, damit die Gesellschaft nicht implodiert.

VI. Wie entwickeln sich Gesellschaftskonflikte?

Sicherlich wird jeder etliche Antworten dazu einbringen können. Zunächst gilt es auf
die fest gezurrten Strukturen hinzuweisen. Es ist  menschlich, dass jeder die Chancen  
nutzt, die ihm angeboten werden. In der Konsequenz wird weder gesellschaftlich noch
politisch darauf geachtet, dass allen ohne die soziale Situation diese Chancen
erhalten. Wir wissen längst, dass eine deutliche Kluft zwischen den Besitzenden und
denjenigen besteht, die keinen "Besitz" im Hintergrund haben. Sogar bei einigen
uns bekannten Genies waren es nahe Bekannte, die die Begabung erkannten und
dafür eintraten, dass sie gefördert wurden. Viele gut Begabte finden diese Förderer
nicht, weil im Umwelt das Leben und Überleben im Vordergrund steht. "Mädchen
heiraten sowieso ", war ein Vorurteil, welches lange Zeit galt. Wer etwa als Mädchen
bis ins 2O.Jahrhundert hinein studieren konnte, kam aus einem Elternhaus, welches
bereits die Grundlagen der Allgmeinbildung nutzen konnte.
Das bestätigen Feiern wie ein 125 jähriges Jubiläum eines Gymnasiums, das als
Mädchen Lyzeum begonnen hatte .
Noch im September 2O12 äußerte eine Sprecherin, dass in Deutschland zu wenig
Heranwachsende aus so genannten bildungsfernen Familien studieren. Alle Ansätze
dazu sind unzureichend, weil Begabte in diesem Elternhaus weder sprachlich noch
geistig angeregt werden. So entstand auch das Vorurteil: Die Wenigsten können die
Kluft zu überbrücken. Mindestens in den ersten Grundschuljahren ist eine Förderung
erforderlich, die massiv die Eltern einbinden müßten. Es genügt nicht, dass sportlich
Begabte diese einseitige Fähigkeit hauptsächlich üben.
Es wird darauf hingewiesen, dass jede Gesellschaft - nicht nur die deutsche - in eine
Zwei - Klassengesellschaft rutscht, wenn diese Konflikte nicht reduziert werden.
Solange mehrheitlich die sozialen Bedingungen als akzeptabel angesehen werden,
scheint die Gefahr nicht vorhanden, dass sich Konflikte lawinenartig verstärken.

VII . Können Konflikte reduziert werden ?

Natürlich ist mir bekannt, dass es immer gesellschaftliche Konflikte geben wird .
Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass wir inzwischen fundamentale negative
gesellschaftliche Entwicklungen haben, die momentan oft beschönigt werden.
Der Fakt, dass gesellschaftlich gehört wird, der die Position X verkörpert, ist ein
allgemeines Phänomen, welches schleunigst beseitigt werden müßte.
Prof . Otte, ist "nur" Lehrstuhlinhaber, weist jedoch auf die Gefahren für alle
westlichen Länder hin. Trotzdem verbreitet die Politik über die Medien laufend die
Meinung: Wir haben die Finanzen im Griff. Tatsächlich verweist Prof. Otte darauf,
dass längst ein Schuldenschnitt erforderlich wäre, um die Staaten zu entlasten.
Inhaltlich verbirgt sich darin die Überzeugung, die ich auch vertrete :
Die Geldinstitute haben weltweit an den Finanzmärkten sehr gut verdient. Es ist
höchste Zeit, dass sie durch Schuldenschnitte ihren Beitrag leisten, um die
Gefahr einer Finanzkrise zu reduzieren.
Erneut wird klar, dass durch Geldentwertung, Jobverluste und andere persönlichen
Belastungen die kleinen und mittleren Einkommen am stärksten gefährdet sind.
Wir wissen um die hohe Jugendarbeitslosigkeit etlicher EU- Länder.
Warum unternimmt die Politik zu wenig, um diese Konflikte abzuschwächen?
Ein wichtiger Grund bleibt, nämlich der, dass alle Verantwortlichen die Chancen
besaßen, um das Amt Y zu übernehmen. Dabei verliert jeder Mensch den Blickwinkel
für die existenziellen Sorgen derjenigen, die täglich um ihr Überleben kämpfen.

VIII. Wie entstanden die Herrschaftsebenen ?

Gelegenlich sollte jeder den Anfang sehen, um die Gegenwart in ihrer Begrenzung
zu verstehen. Da nannte ein TV-Sender eine Diskussionsrunde: Generation - ratlos..
Dabei sollten sich die Teilnehmer dem Thema der künftigen Altersarmut widmen.
Grob verkürzt begann nach 1789 die Herrschaft des Volkes. Wir wissen jedoch,
dass es in Deutschland noch im 19.Jahrhundert ernsthafte Konflikte zwischen den
Klassen gab. Ich erinnere an das Drei -Klassen Wahlrecht. Erst 1918 durften auch die
Frauen wählen .
Für meine Absicht genügt es zu erwähnen, dass erst nach 1949 in der Bundesrepublik
eine demokratische Gesellschaft etabliert wurde. In den zwanziger und dreißiger
Jahren des 2O.Jahrhunderts kann politisch betrachtet nur von einem Versuch einer
demokratischen Gesellschaft gesprochen werden. Diese endetete durch die bekannte
Machtübernahme .
Nicht wenige sagen, dass Deutschland die Demokratie übergestülpt wurde. Auch die
russisch beeinflußte Sonderentwicklung in der DDR soll nicht thematisiert werden.
Wer die geschichtlichen Rahmenbedingungen distanziert betrachtet, wird verstehen,
dass wir in der alten Bundesrepublik eine festgefügte Gesellschaftsstruktur hatten.
Die Millionen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge mußten sich anpassen. Wer es nicht
konnte, hatte kaum Chancen öffentlich integriert zu werden.
Folglich wird gesellschaftlich gern übersehen, dass so Privilegien entstanden und sich
verfestigen konnten, ohne dass genügend gesellschaftliche Fragen beantwortet wurden.
Dies führte dazu, dass in sämtlichen Verantwortungsbereichen Menschen agieren,
die kaum persönliche bzw. berufliche Belastungen kennenlernten.
Wem dies zu allgemein formuliert ist, der sollte an die verschiedenen, immer wieder
bekannt werdenden Korruptionsvorgänge denken. Letztere bedeuten, dass kaum
ein Mensch der keine Beziehungen besitzt eine maßgebliche gesellschaftliche Aufgabe
übernehmen kann.Demnach kann unsere  politische Klasse als "Generation ratlos "
bezeichnet werden. Deren Motto lautet unausgesprochen und uneingestanden:
Wo sind die Probleme? Wir haben keine.
Deutlich wird dies in unserer öffentlichen Beziehung zu den Menschen aus anderen
Kulturen bzw. Religionen. Eine wichtige Ursache verbirgt sich darin, dass wir nach
1949 kein natürliches patriotisches Selbstwertgefühl aufgebaut haben.
Eine Minderheit bestimmte die Politik und folglich auch die übertriebene Abkehr von
einem gesunden Wir - Gefühl. Die Mehrheit darf zwar laufend wählen, aber aus  
überzogenen Furcht vor einem neuen Weimar wurde Gesetze geschaffen, die keine
innovativen Gruppen zuließen. Oder gehört es zur deutschen Mentalität entweder oder  
zu sagen und den Kompromiss im Alltag zu vergessen?

IX . Welche Wege werden sichtbar?

Wenn wir nicht allein die deutsche oder europäische Realität streifen, dann gilt es  
auf die USA zu blicken. Gegenwärtig erleben wir einen Wahlkampf der kaum fair  
beurteilt werden kann. Der milliardenreiche Kandidat trat 2O12 gegen den
Amtsinhaber an, der mit aller Macht des Geldes aus dem Amt verdrängt werden soll .
Der Herausforderer steht auch für die weltweit zunehmende Atmosphäre von
Oligarchien, die die Struktur der Demokratie als Tarnung benutzen, um selbst schneller
an die Macht zu kommen. Denn die angekündigten sozialen Einschnitte wären eine  
Signalwirkung für die übrigen Industrieländer dem Beispiel der USA zu folgen .
Von Churchill stammt der Satz : Ich kenne keine bessere Gesellschaftsordnung als die
Demokratie. Leider ist es geschichtlich zigfach ablesbar, dass alle Herrschaftsformen
pervertieren können, wenn sie sich nicht selbst strukturell erneuern. Das ist keine
Theorie, sondern eine handfeste Beobachtung. In Deutschland formulierte die Politik
nach 1949 "die soziale Marktwirtschaft". Wir wissen seit langem, dass diese These durch
den Neoliberalismus ausgehebelt wurde. Wir hören jetzt oft noch von der Vorrangigkeit
der Marktwirtschaft. Das bedeutend in der mittel - und langfristigen Konsequenz, dass
die soziale Verantwortung für die Mehheit einfach ignoriert wird.
Dabei erinnere ich in Deutschland an die Millionen, die überwiegend so wenig verdienen,
dass sie vom Staat - noch - einen zusätzlichen Lebensunterhalt beziehen.
Deshalb ist es für Politiker dringend erforderlich sich auf das christliche Menschenbild zu
besinnen. Es lautet zusammengefaßt :
Der Ausgleich zwischen Geben und Nehmen muß funktionieren. In den USA ist das
seit Generationen nicht mehr zu beobachten.Nicht krankenversicherte Menschen
sind ein erschütterndes Beispiel für soziale Versäumnisse einerseits und soziale
Privilegien andererseits. Der Herausforderer will die sozialen Ansätze des Amtsträgers
rückgängig machen. Begründung: Der Einzelne muß die Freiheit haben zu entscheiden.
Aber wie weltfremd ist ein Politiker und dessen Anhänger, wenn sie im eigenen Land  
nicht sehen wollen, dass Millionen am sozialen Rand der Gesellschaft leben? Sachlich  
bedeutet das: Auch Politikern muß bewußt sein, dass sie für alle Menschen
menschenwürdige Lebensverhältnisse schaffen sollten und nicht für eine Minderheit.
Diese Meinung muß auch in Deutschland veröffentlicht werden, damit keine Politik
wie in den USA selbstverständlich wird.

X. Wie und wann begann die Fehlentwicklung?

Der Finanzmarkt wird unterschiedlich bewertet. Fakt ist: Neben der Realwirtschaft-
verkürzt: Bruttoinlandsprodukt - entwickelte sich die Finanzwirtschaft, die sich immer
stärker verselbständigte. Daraus folgt, dass sich ein Mehrfaches an Kapital weltweit
bewegt, wie die Menschen mit ihrer Leistung erwirtschaften. Es war die geistige
Euphorie des Neoliberalismus, der Gesetze schuf nach denen die Geldinstitute
Anlageformen entwickelten und weltweit vertrieben, die wertlose Spekulationen waren.
In der Konsequenz hieß das: Millionen von Anlegern wurden Zinsgewinne versprochen,
obwohl die Anbieter der Papiere wußten, dass die Luftballone platzen, wenn sie
überdehnt werden. Das geschah auch in den vergangenen Jahren. Fatal bleibt, dass
die Politik Banken retten musste, um den Finanzkreislauf zu erhalten, wie es heißt.
Wer bezahlt die Zeche? Grob formuliert: Der Steuerzahler in allen Industriestaaten.
Dagegen kann sich niemand wehren, weil die Politik dies als die alternativlos sieht.
Wie sich dadurch die Inflation entwickelt, kann niemand vorhersagen.
Nebenbei erfahren wi , dass bereits der Wirtschaftswissenschaftler Stiglitz einen
Nobelpreis dafür bekam, weil er diese globale Gefahr beschrieben hat.
Warum hört die internationale Politik auf einen solchen klugen Rat nicht?
Die Antwort ist bekannt und simpel, wird als Beleg angeführt.
Jede Regierung möchte die Macht erhalten, so dass alle Verantwortlichen wichtige
Mahnungen ignorieren. Momentan wird zwar angeregt, dass der Finanzsektor drastisch
kontrolliert werden soll. Ob dies umgesetzt wird, ist zweifelhaft, zumal die nationalen  
Interessen massiv dagegen sprechen. Folglich ist es nicht zu erkennen, inwieweit  der
EURO stabilisiert werden kann oder diese Währung der Tropfen ist, der die Solidarität
scheitern lässt. Ist das der Grund, weshalb die EU den Friedens-Nobelpreis bekam.
Er soll motivieren, kann aber auch ablenken. Niemand wird bezweifeln, dass in den
letzten 5O Jahre enorme Fortschritte innerhalb der EU wurden .
Diese Leistung war in der Vergangenheit eine wichtige Aufgabe und erreichte viel.
Hat nun die EU den Zenit überschritten. Ein deutscher Politiker warnte  vor der
weiteren Ausdehnung. Die Gründe werden festgehalten. Ein Staatenbund muß
sich festigen, um sich nicht selbst zu schädigen. Er könnte sogar zerbrechen.
Der erwähnte Wirtschaftswissenschaftler Stiglitz hat ein informatives Bild benutzt,
um seine Meinung zu bekräftigen. Diese lautet inhaltlich: Beim Sparen verhalten sich die
Politiker, wie die Ärzte im Mittelalter. Diese meinten mit dem Aderlass den Menschen zu  
heilen. Wenn er nicht gesund wurde sagten sie: Wir haben zu wenig Blut abgenommen.
Dann starb der Patient. Übersetzt heißt dies: Die Staaten können sich Bankrottsparen.
Sonderbarerweise will niemand der verantwortlichen Politiker diese Warnung erkennen.

XI. Bürgerbeteiligungen.

In zeitlichen Abständen wird dieses Thema halbherzig angesprochen.
Dabei sind die Wahlgesetze sind so komplex, so dass es den Einsatz vieler erfordert,
um eine neue Partei einzuführen. Es benötigt eine Menge Geld, denn der Idealismus
vieler Menschen ist wenig belastbar. Alle übrigen Formen der Bürgerbeteiligungen sind
genau genommen Alibi-Angebote, weil sie überwiegend nichts bewirken - können.
Als Zwischenruf erinnere ich an die  US Präsidenten - Wahl 2O12.  Es ist erstaunlich,
dass die USA noch kein moderneres Wahlsystem eingeführt haben. Jeder muß sich
selbst anmelden. Demnach liegt die Wahlbeteiligung bei 5O%. Dann gehen alle  
Stimmen in einem Bundesstaat verloren, die nicht für den "Gewinner" gestimmt.haben.
Mitunter wird behauptet, dass diese Wahlen keine Konsequenzen für die EU und/oder
Deutschland haben. Selbstverständlich merken wir nicht sofort, dass sich etwas ändert,
aber die führende politische Macht zeigt den Verbündeten, was sie erwartet.
Eine Bürgerbeteiligung kann eine solche Wahl nur sehr eingeschränkt genannt werden .
Es sind nämlich etwa die Hälfte nicht zu bewegen ihr Stimmrecht zu nutzen,
um zu Veränderungen beizutragen. Eine Bürgerbeteiligung sollte so gestaltet werden,
dass wenigstens dreiviertel der Wahlberechtigten sich ermutigt fühlen zu wählen. .
Unser Verhältniswahlrecht ist folglich besser als das der USA. Dennoch läßt auch in der
EU die Wahlbeteiligung zu wünschen übrig. Diese könnte angehoben werden, wenn
eine Wahlpflicht eingeführt werden würde. Kritiker dieses Vorschlags übersehen, dass
die Freiheit aller durch sehr viele Gesetze und Verordnungen eingeschränkt wird,
so dass eine solche Maßnahme durchaus die Wahlberechtigten an ihre wichtige Aufgabe
der direkten Beteiligung erinnert.

XII. Steht die nächste Krise bevor ?

Wer sich die Diskussionen um den EURO distanziert vor Augen führt, kann sicherlich
beobachten, dass wir mehrheitlich hilflos vertröstet werden, wie es denn weitergeht.
Aber welcher Verantwortliche hat eigentlich noch den Überblick ?
Wir können kaum erahnen, wann und wie die nächste Krise kommt .
Deshalb erinnere ich erneut an die USA. Die Wahl und der Wirbelsturm Sandy -
Oktober 2O12 - haben wieder einmal verdeutlicht, dass es nicht untertrieben ist,
die USA in weiten Teilen als marode einzustufen. Millionen waren tagelang ohne Strom,
weil die Infrastruktur überaltert ist. Eigenheime werden weiterhin in Leichtbauweise
hergestellt, so dass schwere Stürme solche Häuser im nu zerstören. Im August 2O17
mussten Teile der USA erneut einen verheerenden Wirbelsturm verkraften.
Wenn wir von den Billionen Schulden hören, die allein die USA anhäufen, fragt sich
der kritische Beobachter: Wann und wie sollen diese reduziert werden? Finanzpolitisch
sorgt die Druckerpresse für genügend Geld. Aber ab wann wird Moos nur noch Spielgeld?
Wenn wir uns grob gerastert die Wahlkampfparolen vorstellen, ist die Weltmacht USA
innenpolitisch tief gespalten. Es reicht wenn erwähnt wird, dass der unterlegene Kandidat
den Vermögenden Steuerkürzungen versprach. Was ist das für eine volkswirtschaftliche
Konzeption? Pauschal betrachtet wird Vermögen von allen Menschen erarbeitet.
Lediglich die unterschiedliche Beurteilung über den Anteil darüber trägt dazu bei, dass
wenige reich werden, viele aber nur das Nötigste verdienen. Die unterschiedliche Ent-
lohnung kann durch soziale Maßnahmen und /oder durch Steuern reduziert, aber nie auf-
gehoben werden. Solche schlichten Kenntnisse ignorierte der Kandidat, der geerbt
und teils durch Spekulation Vermögen erworben haben soll. Wer mit Geld spekuliert und
gewinnt, wird als erfolgreich eingestuft. Tatsächlich spielt Glück eine erhebliche Rolle.
Denn schließlich kann jemand nur gewinnen, wenn andere verlieren. Insofern ist diese
Ideologie volkswirtschaftlich und gesellschaftlich unrealistisch und in der Konsequenz
inhuman. Diese Tendenz ist auch in Deutschalnd und der EU zu beobachten.
Wider besseren Wissens wird ein System hochgehalten, dass wenigen nützt, aber vielen
schadet. Dies ist der einfache Nenner, der politisch und wirtschaftlich gang und gäbe ist.
Wann dieser Luftballon platzt, weiß niemand, weil die so genannte Globalisierung die
Probleme auf Millionen Menschen verteilt. Das führt dazu, dass wir bei allem Fortschritt
eine weltweite Versklavung von Millionen hinnehmen.
Das wissen alle, aber kein Verantwortlicher ist bereit sich dagegen auszusprechen,
geschweige denn angemessen zu handeln. Es fehlt die globale Gesamtverantwortung.
Dazu zählt, dass sich alle Länder von der Wachstumsideologie verabschieden müßten.
Dies ist möglich, wenn die Vermögenden in die erwähnte Verantwortung mittels
Steuern eingebunden werden. Leider erscheint diese Idee - noch -ein unrealitischer
Traum zu sein.

XIII. Warum verändern sich die Menschen nicht ?

Die Psychologie weiß es, aber die Politik verdrängt diese Kenntnis massiv. Diese lautet:
Die Mehrheit der Menschen sind hierarchisch determiniert. Diese genetische Prägung
wurde öffentlich tabuisiert. Diese Beobachtung passt nicht zur Ideologie des freien
Willens, obwohl moderne Hirnforscher schon lange bestätigen, wie unfrei wir sind,
wird dieses Bildungsdefizit weiter gehegt und gepflegt.
So kann erklärt werden, dass Anfang Dezember 2O12 Frau M. erneut als Kandidatin zur
nächsten Bundestagswahl mit ca. 97% der Deligierten gekürt wurde. Das Wort "gekürt"
wurde bewusst gewählt, weil es auch einzelne Medien so beurteilten .
Sind wir Menschen nicht reif für eine zufriedenstellende Demokratie? Es spricht einiges
dafür,  Andererseits kann ich durchaus behaupten, dass es die Bildungsmängel sind,
die diese Unreife zementieren: Am besten kann dies an der hohen Spezialisierung
nachvollzogen werden. Diese beutet: Die Konzentration auf ein enges Ausbildungsziel
verhindert, dass Millionen Studenten Zeit haben sich mit den gesellschaftlichen und
politischen Zusammenhänge zu befassen. Daraus folgt, dass die Gesellschaft auf allen
Sachgebieten Fachleute ausbildet, die meinen, Zivilisation bleibt unverändert stabil.
Das Wortspiel ist gewollt: Jeder kann sich auch Bildung "einbilden".
Es fragt sich: Wie lange kann diese Realität funktionieren? Volle Unis belegen, dass
öffentlich eine unrealistische Selbstwahrnehmung fortgeschrieben wird.
Studienabbrecher bestätigen außerdem, dass jeder auch ohne Studium leben muß und
überwiegend leben will.

XIV. Kann dies verändert werden?

Mitte Dez. 2O12 mordete ein 2Ojähriger 2O Kinder zwischen 6 und 7 Jahren, sowie
sieben Erwachsene. Er benutzte die Waffen der Mutter, die er auch ermordet hatte.
Sie selbst war eine Waffenliebhaberin und hatte aus Angst vor "anderen" etliche
Waffen, hieß es. Dazu gehörte ein Schnellfeuergewehr. Wie soll sich etwas ändern,
wenn eine Zivilisation wie die USA den Bürgern erlaubt Waffen zu besitzen und sogar
zu horten. Die US -Bürger besitzen mehr Waffen als es Einwohner gibt.
Wie können sich Menschen ändern, wenn sie Angst voreinander haben.Insgesamt
würden durch Waffen an die 3O OOO Menschen pro Jahr in den USA getötet werden.
Ein Kommentator wußte: Die USA ist ein gewaltätiges Land. Hören wir noch richtig?
Wird uns nicht laufend die USA als demokratisches Vorbild vermittelt. Daraus können wir
folgern: Das Menschenbild ist nicht in Ordnung. Es krankt an Leib und Seele, wenn diese
Vorgänge und Erfahrungen relativiert werden.
Eine Zivilisation lebt davon, dass wir ein natürliches Maß an Toleranz, Mitgefühl und
Lebenberechtigung praktizieren. Ohne die Fundamente des gegenseitigen Vertrauens
kann keine Gesellschaft menschenwürdige Akzenze setzen.
Daraus folgt, dass die Erziehung und die Bildung die Frustration Heranwachsender
ernstnimmt und dagegen steuert. Etwa durch die natürliche Achtung vor einander.
In Deutschland wurde dies weitgehend möglich, weil wir die Erfahrungen der Kriegszeit
soweit zu nützen wissen. Vergleichbare Morde wie anfangs beschrieben wurde auch
hierzulande verübt. Aber nicht, weil die Waffen so zugänglich sind, wie in den USA.
Vielmehr können gestörte und vor Hass triefende Personen Mittel Wege finden, ihre
Gewaltfantasien auszuleben. Seit langem vertrete ich die These, dass jeder die geistige
Auseinandersetzung gewaltlos üben sollte. Denn es ist durchaus möglich, dass wir alle
darin gefährdet sind, das empathische Empfinden zu vernachlässigen.
Dafür gibt es eine Anzahl von Gründen, die jeder problemlos aufzählen kann.


XV. Die existenzielle Angst .

Der in uns angelegte Lebenswille führt dazu, dass wir Ängste entwicklen, falls wir um
unsere Zukunft fürchten. Es gibt folglich deterministische Faktoren, die unser Leben
beeinflussen und teils sogar steuern, ohne dass wir uns darüber Gedanken machen.
Wer einen guten Job hat und genügend verdient, wird diese Feststellung vielleicht
bestreiten. Wir merken dieses Phänomen erst, wenn wir den Job verlieren und sogar
auf staatliche Hilfe angewiesen sind, um zu überleben. Es ist anzummerken, dass
besonders in den USA eine Philosophie vorherrscht, die lautet:Jeder ist für sein Leben
selbstverantwortlich. Auf den ersten Blick ist diese Meinung nicht falsch, geht aber von
der Behauptung aus: Jeder besitze die gleichen Chancen. Dieses Menschenbild basiert
auf dem Calvinismus, der lehrt: Wer gottgefällig lebt, wird bereits auf Erden belohnt.
Dabei wird übersehen, was längst nachweislich bekannt ist: Bei gleicher Schulbildung
besitzen die jenigen die besseren Berufschancen, die durch ihre Angehörigen mehr
Beziehungen nutzen können. Auch in Deutschland grasiert diese politische Meinung,
um soziale Verpflichtungen zu reduzieren. Eigenartigerweise sagt der Staat nicht:
Weil die Chancengleichheit nicht wirklich praktiziert werden kann, müssen wir sofort
Instrumente schaffen, die die existenziellen Ängste reduzieren. Jeder Leser erinnere sich
daran, dass immer mehr zeitlich befristete  Jobs angeboten werden. Daraus folgt für die
Betreffenden, dass sie existenzielle  Ängste entwickeln können, die verschiedene
belastende Akzente für den Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft haben können.

XVI.  Wie funktionieren Privilegien ?

Die Antwort scheint vordergründig einfach. Gib `s du mir, so geb` ich dir, ist ein seit eh
und je praktizierte Methode selbst viel nutzen aus Beziehungen herauszuholen.
Aber wie ist es, wenn der Einzelne kaum Beziehungen besitzt? In Deutschland war das
viel zitierte Wirtschaftswunder auch möglich, weil es durchaus eine flächendeckende
Infrastruktur gab, die Millionen nutzen konnten. Wer dies nicht konnte musste froh sein
Arbeit zu finden. So wuchsen unterschiedliche Lebensbedingungen, die sich durchaus in
etlichen Bereichen zu Privilegien entwickelten. Allgemein kann dies bloß an großen
gesellschaftlichen Strukturen erörtert werden.
Der Adel hatte zwar in Deutschland 1918 die politische Macht verloren, aber er konnte
bekanntlich weiter über ein Eigentum verfügen, dass vielfach sehr kritisierbar erworben
wurde. Wenig bekannt ist, weil kaum noch  gründlich Geschichte gelehrt wird, dass es
zu Beginn des 19.Jahrhunderts ein Landreform gab, in der Klöster enteignet wurden
und dieses Land dem Adel vor Ort als EIGENTUM  übergeben wurde.
Ich erinnere an die gegenwärtigen Netzwerke, die näher betrachtet Privilegien verbergen.
Aktuell wird die Beamtenschaft genannt. Diese ist zur Zeit Friedrich II. eingeführt worden.
Wenn dieser Verwaltungsapparat distanziert beurteilt wird, dient er stets als tragende
politische Säule der jeweiligen Regierung. So ist zu erklären, dass nach 1949 weiter auf
die Beamtenschaft gesetzt wurde. Inzwischen sind deren Privilegien derart angewachsen,
dass 2/3 des Bundesparlaments Beamte sind. Aus verschiedenen persönlichen und
beruflichen Gründen besaßen sie bessere Voraussetzungen als Kandidat/In ausgewählt
zu werden. Die Gewerkschaften kritisieren lediglich halbherzig diesen Trend, weil fast
5O% der MdB in der Gewerkschaft sind.

XVII . Welche Folgen ergeben sich daraus ?

Fortsetzung geplant
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