DER SCHATTEN DER MENSCHENWÜRDE

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DER SCHATTEN DER MENSCHENWÜRDE

Beitrag  Hubert Laufer am Do Feb 14, 2013 11:42 am

b]                                                   EINFÜHRUNG !

Niemand soll rückblickend fragen können: Warum hast du zu dieser destruktiven
Entwicklung geschwiegen?
Ein wesentlicher Grund für den geistigen Widerspruch zwischen Wort und Tat in der
angewandten und gelebten  MENSCHENWÜRDE lautet:
Es gibt keine allgemein gültige Definition für dieses Grundrecht und Wert genannt.
Dafür ist ein Bildungs-, Wirtschafts - und Gesellschaftssystem verantwortlich, welches  
die existenzielle Priorität beinhaltet und diese von den Menschen abverlangt.
Zunächst erscheint dies sinnvoll und vernünftig, führt jedoch zu einer Denkblockade,  
die in der veröffentlichten Meinung laufend beobachtet werden kann.
Die Bildung verschweigt, dass dieser und andere Werte geistige Axiome sind.
Nachfolgend wird sachlich distanziert auf Vorgänge hingewiesen, die nicht allein die
Gesellschaft spaltet, sondern auch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gefahren
anwachsen können und werden, falls nicht umgehend diese Entwicklung gestoppt wird.
Es ist selbstverständlich, dass die Menschen mehrheitlich zufrieden sind,  wenn sie in
einem geeigneten Beruf arbeiten und sozial abgesichert bleiben. Jeder sagt: Dieser
Weg ist richtig. Es ist Aufgabe die allgemeinen Versäumnisse und gesellschaftlichen
zu erläutern.
In den Industriestaaten wird das vorrausschauende Denken zwar erörtert, aber wenig
beachtet. Warum bisher kein Autor die Fehler der praktizierten Menschenwürde
thematisiert hat, liegt mit daran, dass auch Schreibende darauf achten: Was bringt den
öffentlichen Erfolg und genügend Verdienst.
Dabei wird deutlich: Dass die Medien, die die öffentliche Meinung prägen und teilweise  
wichtige Themen tabuisieren. Dieses Essay erinnert  an die Menschen, die weder die
Kraft noch die gedankliche Konzeption besitzen für sich zu sprechen.
Allein in Deutschland gibt es Millionen, die sozial so gedemütigt wurden, so dass sie mit
dem Sorgen des Alltags völlig überfordert sind. Die Minderheit, die sich im sozialen Bett
einrichtet und wohl fühlt, darf nicht Maßstab und Aufgabe dieser Kritik sein.

            KURZE BLICKE IN DIE GESCHICHTE

Es gibt ausführliche Geschichtsbücher, so dass es genügt auf einige Fakten der
Menschenwürde hinzuweisen. Die Absolutismus lebte, psychologisch betrachtet einen
Narzissmus dem sich das Volk unterordnen musste. Wer dies nicht tat, wurde ignoriert,
angefeindet oder hingerichtet. Es ist noch heute zu beobachten, dass die meisten
hierarchisch determiniert sind. Demnach blicken im Alltag viele auf die Verantwortlichen.
"Die da oben..." Kaum jemand fragt: Wo liegen die Gründe dafür?
Ohne Skrupel nutzen die Verantwortlichen diese Hierarchie.
In Frankreich - vorrangig in Paris - protestierte das Volk gegen den König, weil die  
Mehrheit hungerte. Die Revolution von 1789 mit den Aufrufen:  FREIHEIT  - GLEICHEIT -
BRÜDERLICHKEIT, beendete in Frankreich die Monarchie und bleibt nach wie vor
Maßstab für eine Bürgerbeteiligung in allen Gesellschaften. In der geschichtlichen und
politischen Interpretation wurde hingenommen, dass in diesem Aufruf Punkt 17 steht:
"Da das EIGENTUM ein unverletzliches heiliges Recht ist, kann es niemanden genommen
werden, wenn es nicht gesetzlich festgelegte, öffentliche Notwendigkeit augenscheinlich  
erfordert und unter der Bedingung einer gerechten und vorherigen Entschädigung."
Genügte es den Revolutionären, die bürgerlichen Rechte zu erhalten?
Trotzdem war es noch ein langer Weg bis das Ziel der allgemeingültigen Bürgerrechte
in gesellschaftlichen Gesetzen verankert wurde .
Erst seit 1918 dürfen in Deutschland Frauen wählen. Und was sind das für Demokratien
in denen bis heute Könige herrschen ?
An diesen demokratischen Monarchien  sehen wir, dass die gesellschaftlichen Ordnungen  
die Defizite laufend relativieren. Damit werden hierarchischen Strukturen bestätigt.
Das Motto lautet: Wir wollen unseren König/in behalten .
In Deutschland führte der verlorene 1. Weltkrieg zur Aufhebung der Monarchie.
Nach dem 2.Weltkrieg setzte die Politik die Demokratiedurch. Dabei wurden Defizite
einfach hingenommen. Die geistige und politische Aufarbeitung  der Versäumnisse
nach 1949 fand bis heute nicht statt .
Es genügt den politisch Verantwortlichen, zu erwähnen. Die  MENSCHENWÜRDE
ist unantastbar .
Und Deutschland verfügt mittels der Gewaltenteilung über ein VERFASSUNGSGERICHT,
das betont: " Wir können nur prüfen und entscheiden, wenn wir angerufen werden ."
Warum machen soziale Verbände davon so wenig  Gebrauch?

             GESELLSCHAFTLICHE WIRKLICHKEIT
Die erlebbare Wirklichkeit ist geprägt von vielen existenziellen Gruppeninteressen.
Es wird nicht genügend beachtet, dass der Soziologe N. Luhmann bereits wusste:
Wir verfügen über nebeneinanderher agierende unabhängige Wirklichkeiten.
Jeder kann den eigenen Job als Beispiel nehmen. Allgemein wird ein großer Sektor
genannt: Die Autoindustrie ist eine selbständig agierenden Wirklichkeit
Der Diesel- Skandal macht dies für alle deutlich. Ganze Abteilungen dürften gewusst
haben, dass mit zweierlei Maß die Abgase gemessen wurden.
Erst in solchen Krisen großer Wirtschaftszweige wird der Zusammenhang deutlich.
Verantwortliche meinten und handelten danach: Wir können betrügen, das merkt
niemand.
Das GRUNDGESETZ bietet in Deutschland den Rahmen, der die Gemeinsamkeit
erhalten und stabilisieren soll. Die verschiedenen gesellschaftlichen Skandale zeigen
aber auch, dass es Gesetzeslücken gibt, die politisch nicht geschlossen werden.
Die Steuerflucht ist dafür ein gravierendes Beispiel. Andere Länder locken Geld an, in
dem sie Steuererleichterungen schaffen. Was ist die EU wert, wenn sie diesbezüglich
keine internationalen Vereinbarungen schafft? Schließlich ist jedem klar: Geld, dass  
dass der eigene Staat nicht bekommt, dient dem Einkommenszuwachs der
Steuerbetrüger. Wie also ist es möglich, dass bis in die Gegenwart keine Diskussion
über das EIGENTUM stattfand?  Ein wichtiger Grund dafür bleibt: Der Besitzende wird
kaum freiwillig bereit sein zu sagen: Die Eigentumsfrage ist nicht gelöst.
Ferner besitzen Vermögende überwiegend die Macht, die verteidigt wird.
Deshalb benötigen wir ein konstruktiv verändertes politisches Bewusstsein,
welches den strukturellen gesellschaftlichen Fehler erkennt und reduzieren möchte.
Es bleibt eine gesellschaftliche Utopie diesen ganz zu beseitigen. Allerdings zeigt die
die gesellschaftliche Wirklichkeit, dass dieser Grundsatz zu ständig steigenden  
Privilegien führt, die im Ergebnis der Gesellschaft stärkeren Schaden zufügen als wir    
uns dies vorstellen. Zehn weltweit agierenden Konzerne beherrschen zu 8O% den
Nahrungsmittelmarkt.
Diese Info wurde im Februar 2O13 von verschiedenen Medien im Zuge des
Pferdefleischskandals veröffentlicht.
Dabei werden gleich zwei Grundsätze verletzt: 1. Der Wettbewerb wurde zugunsten
großer Anbieter ausgehebelt und folge dessen
2. Das EIGENTUM für diese Minderheit gesetzlich und politisch akzeptiert ausgebaut.
Wir leben in einer Wirklichkeit die gesellschaftliche Versäumnisse hinnimmt und sogar
noch belohnt. Ein Beispiel zeigt wie zynisch etablierte Institutionen mit Menschen
umgehen können. Chronisch Kranke wurden von Krankenkassen aufgefordert sich eine
andere Krankenkasse zu suchen. Dies sei RISIKO - SELEKTION, hieß es.
Andere Krankenkassen - Vertreter sagten zwar :" Dies darf nicht praktiziert werden ."
Ich vermute, dass dies durchaus eine Wettbewerbsabsicht war, die bedeutet:
Einzelne Kassen wälzen die Kosten für einzelne Versicherte auf andere Krankenkassen ab.
Aber man sollte sich die Konsequenz dieser unhaltbaren Methode vor Augen führen.
Allein das Wort sollte zum Unwort des Jahres 2O13 gekürt werden. Es ist  ein Beispiel
dafür, dass soziale Fortschritte schrittweise abgebaut werden. Dies soll so geschickt
ablaufen, dass weder die Betroffenen noch die Öffentlichkeit die menschenunwürdige
Philosophie erkennen. Es ist daran zu erinnern, dass momentan die Kassen über viele
Milliarden Überschüsse verfügen. Die angeführten Gründe dafür sind unverantwortlich .

DER INDIVIDUALISMUS

Die veröffentlichte Meinung ist überzeugt, dass wir als Einzelne unser Leben selbst
gestalten. Diese wurde zu einem ungeschriebenen Gesetz, das kaum angezweifelt
wird. Und die Religion wird überwiegend nicht mehr als Lebensgrundlage angesehen.
Wichtig bleibt: Die Religion war im Abendland unverzichtbar für die kulturelle und
geistige Entwicklung. Die oft zitierte Aufklärung hat allen ein trügerisches Selbstbild
vermittelt. Damit soll angedeutet werden:
Der Einzelne muss den Willen und die geistige Einsicht leben, dass die Freiheit und
die Menschenwürde durch Gesetze und andere Faktoren begrenzt werden.
Wir akzeptieren das, wenn wir erleben, dass damit die persönliche und gesellschaftliche
Toleranz gefestigt wird. Aber der Begriff des Individualismus vermittelt vielen eine
Freiheit, die nicht vorliegt.Der Einzelne, der durch erlebte Fakten zwischen die Gesetze
gerät, erfährt die Begrenzung unseres Individualismus. Dieser wurde bekanntlich als
Folge des politischen Größenwahns des vergangenen Jahrhunderts präsentiert.
Der Mittelweg, dass der Einzelne auch die Gemeinschaft benötigt, wird zu oft ignoriert.
Thematisch soll daran erinnert werden, dass es jeder Vorstellung einer verlässlichen
Menschenwürde  widerspricht, wenn Arbeitnehmer keinen angemessenen Lohn erhalten.
Das dieser national und international unterschiedlich sein kann, wird als sachlich
richtig vorausgesetzt. Die soziale gesellschaftliche Integration könnte Maßstab sein.
Es bleibt die Tatsache, dass inzwischen  Millionen Menschen  weltweit wie Sklaven
bezahlt und gehalten werden. Wo bleibt deren individuelle Lebensgestaltung im
Zusammenhang mit einer vertretbaren Menschenwürde? Und die Politik ändert solche
Situationen nicht. Wo bleibt die globale Verantwortung?
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