(K) eine kleine satirische Kulturgeschichte

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(K) eine kleine satirische Kulturgeschichte

Beitrag  Hubert Laufer am Mo Okt 28, 2013 10:04 am

Der Titel steht . Wenn sie dazu beitragen können/möchten . Dann bitte mailen
hubertlaufer@aol.com

DIE VERTRIEBENEN  .

Als A und E aus dem Paradies vertrieben wurden , hatten sie den Salat ,
natürlich nicht , sondern die Erkenntnis . Was hatten sie davon ?
Ihnen gingen die Augen über , wenn sie darüber nachdachten  , was alles
auf sie zukommen wird . Nämlich unter Schweiß und Tränen säen und ernten ...
Konnten die ersten Menschen überhaupt denken ?
Waren sie nicht vielmehr beherrscht von ihren Trieben und Reflexen .
Viele Bereiche des Wissens sind weiterhin komplizierte Pawlow`sche  Reflexe,
ohne dass wir das wahrhaben wollen  .
Unzählige Generationen mussten malochen bis sie sich müde auf die Matte
legten . Die Freude am Spiel miteinander unterbrach ihr tristes Leben .
Sonst hätte es den homo sapiens nicht geben können und diese Geschichte
könnte nicht erzählt werden .
Als sie das Jagen und Sammeln nach Bären und Beeren nicht allein im sprichwörtlichen  
Sinn hatten satt hatten , suchten sich die ersten Sippen eine Bleibe . Alle Sippenangehörige
mussten mitmachen und es musste Land sein , was Früchte trug .
Weil sie sich nicht ständig streiten wollten , bekam jeder ein Stück Land zugeteilt.
Bald machten sie einen Zaun um ihren zugewiesenen Acker .
Das Prinzip von Mein und Dein war geboren .
Eigentum war es keineswegs . Noch immer gab es viele wandernde Menschen ,
die von der neuen Idee der Selbstversorgung nichts gehört hatten .
Aber auch keinen Sinn darin sahen und die Fürchte anderer stahlen .
Diese Nomaden ahnten kaum , wie viel Mühe es machte , das Land zu beackern
und zu säen , um Monate später zu ernten .
Trotzdem wuchsen die Dörfer , weil immer mehr Sippen einsahen , dass so das
Leben leichter war . Bald entstanden die größeren Ansiedlungen , die wir als
Städte bezeichnen .

ES BEGANN RECHT UND ORDNUNG  

Einerseits waren alle aufeinander angewiesen , andererseits entstand bald Zank
und Streit , um die besten Pfründe . Folglich werden einzelne Sippen gefordert
haben : Wir brauchen Regeln an die sich alle halten . Bald galt es einen Sprecher
zu bestimmen . Ein Gericht einzusetzen , dass über die Verletzung der Regeln
urteilte . Wir kennen die vielen Erläuterungen diesbezüglich . Drakonische Strafen
werden üblich gewesen sein . Gleichzeitig werden einzelne Sippen , die sich für stark
hielten als führende Clique hingenommen worden sein . In der damals gängigen
gewalttätigen Auseinandersetzungen - für die der Begriff Krieg - als unrealistisch
angenommen wird , dürften sich Einzelne hervorgetan haben , die bald als Führer
bestätigt wurden . So begann der Personenkult .  Es war seit eh und je der Narzissmus ,
der Menschen zu Leitfiguren machte . Diese Selbstverliebtheit : Ich bin der Größte ,
wurde bald von der Mehrheit der Sippe , der Stadt als Vorbild akzeptiert .
Wer zu diesen Personen gehörte wusste instinktiv , dass er treue Helfer , Gefolgsleute
benötigte um die eigene  Macht zu festigen und auszubauen .
So entstanden im wörtlichen und übertragenen Sinn die Familienbanden .
Es bleibt im Dunkel der Geschichte verborgen , wann und wie der Besitz , der Reichtum
bei einer Minderheit begann . Alle Überlieferungen wissen von Königen und deren
Herrschaftsbereich , sowie den Kämpfen um Macht und mehr Macht , die wir nun Kriege
nennen und nennen können .
Wie viel Aufmerksamkeit begegnen wir aber dem Phänomen , dass einerseits die Kultur
Ägyptens Jahrtausende bestand hatte , andererseits am Narzissmus der herrschenden
Minderheit zerbrochen ist ?
Erinnert sei an Hammurabi der als nachweislich erster Herrscher durch  Gesetze die
Selbstjustiz beseitigen wollte , weil ihm klar wurde , dass er nur so die Herrschaft für sich
erhalten konnte .

ATHEN

Wir wissen , dass wir von der Kultur der Griechen geprägt wurden .Betrachten wir aber
deren Geschichte näher , dann ist sie eine Aneinanderreihung von Kleinkriegen zwischen
den einzelnen Stadtstaaten . Details kann jeder aus der umfangreichen und lesenswerten
Kulturgeschichte von Will Durant entnehmen . Inhaltlich geht es im Folgenden um
wie viele Widersprüche , sachliche Ungenauigkeiten , sogar zahllosen Legenden die die
Bildung fortführt und kaum jemand die Konsequenz aus den Deutungen , den unvernünftigen
Interpretationen , wahrhaben will .
Athen war der Stadtstaat , der schließlich die wichtige kulturelle Position einnahm  .
Uns wird laufend das Bild der griechischen Denker erörtert . Dazu gehört das Höhlengleichnis
des Plato . Bereits er zeigte uns damit , dass wir lediglich den Schatten , aber nicht die
Wirklichkeit sahen . Es fällt nicht leicht stets die positiven Aspekte aufzuzählen .
Sokrates trank  das Gift , obwohl er hätte fliehen können . Er sah sich nicht als der Verführer
der Jugend , sondern als ihr Lehrer . Trotzdem ist sein Wort : Ich weiß , dass ich nicht(s)
weiß , ein Hinweis für die Einsicht , nicht alles wissen zu können .
Wie viel Demut gehört dazu dies auszudrücken ? Diese würde heute vielen gut tun .
Eine geschichtliche Legende bleibt , dass Athen die erste Demokratie war . Es ist unglaublich ,
wie wir bis heute diese Staatsform schön reden . Damit beginnen die geschichtlichen
Wahrheitsfassaden , die je nach politischer Absicht bis heute beibehalten werden .

DIE LEHRE DER GRIECHEN .

Hat das christliche Abendland die Lehre der Griechen kopiert oder gehört es zu den zeitlosen
Widersprüchen der menschlichen Entwicklung , dass wir so wenig geändert haben ?
Die Banausen waren unverzichtbare Handarbeiter , waren jedoch völlig rechtlos .
Deren Leben erinnert an die heutigen Arbeiter , die weltweit für einen Hungerlohn arbeiten
und keinerlei Rechte für sich beanspruchen können . Auf Prestige- Projekten werden
tausende Fremdarbeiter  beschäftigt und oft ohne Lohn abgeschoben .
Wann ächtet die Politik die moderne Sklaverei ? Zu einer kulturellen Zivilisation passt dieses
Verhalten nicht . Oder soll angenommen werden , dass dies ein Mosaiksteinchen dafür ist ,
dass  noch immer Minderheiten herrschen und die Mehrheit als Alibi wählen lassen ?
Haben wir eine Alibi- Demokratie oder sollte deutlicher gesagt werden : Wir haben längst
eine Oligarchie etabliert , die die Mehrheit von Zeit zu Zeit wählen lässt ?
Wie sonst ist es möglich , dass Regierungen mit fadenscheinigen Argumenten dazu beitragen ,
dass das Vermögen unvermindert wächst und diejenigen , die es erarbeitet haben mit unter -
schiedlichen sozialen Maßnahmen zufriedengestellt werden .
Und die Römer : Waren sie gute Schüler der Griechen , die das System perfektioniert hatten ?
Sie bauten sogar riesige Arenen zur Belustigung des Volkes . Gebt den Menschen Brot und Spiele ,
war deshalb eine reale soziale Absicht .

DAS CHRISTLICHE MENSCHENBILD .

Es bleibt wichtig an die Denker zu erinnern , die die Meinung mit prägten , die öffentlich  als
christliches Menschenbild angegeben wird . " Alles fließt " , ist die kürzeste und zeitlose
Botschaft die ein Mensch mitteilen konnte . Heraklit wusste dies lange vor Beginn des Christentums .
Waren es die geistigen Werte , die dazu beitrugen . dass die Griechen das Christentum aufnahmen ?
Während das Alte Testament das Motto :Auge um Auge... vertritt , beinhaltet das Neue Testament
die Botschaft : Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst . Bis heute wird jedoch diese Forderung
unterschiedlich interpretiert und damit völlig gegensätzlich praktiziert . Die öffentliche Meinung
vertritt oft ein Gemisch der Botschaft des Alten und des Neuen Testaments  . Israel folgt noch
immer dem AT , so dass die geopolitischen Konflikten für sie durch Selbstverteidigung gelöst  
werden müssen . Das NT fordert die doppelte Verantwortung , die Verzeihen und Frieden einschließt .
Jeder Mensch muss sich selbst lieben , um andere lieben zu können . Aber wo finden wir das in
Gesetzen ? Distanziert betrachtet ist die Sozialgesetzgebung ein Mosaikstein dieses Grundsatzes .
Die politischen Grundsätze beinhalten Forderungen des christlichen Menschenbildes :
             FREIHEIT - GLEICHHEIT - BRÜDERLICHKEIT !
Und weshalb können wir diese so schwer umsetzen ?
In der Allgemeinbildung und im öffentlichen Bewusstsein ist ungenügend verankert , dass uns die oft
genetisch bedingten Charakteranlagen daran hindern , Ideale zu leben und /oder in Gesetze umzusetzen .
Wir haben dafür Ersatzbegriffe gefunden , die ständig wiederholt werden , obwohl die meisten wissen
oder wenigstens ahnen , dass sie unrealistisch sind . Zunächst wähle ich den Begriff des Wettbewerbs .
Beim Blick in die Geschichte ist  die Frage , wie und wann wurde der König erfunden und ausgerufen ?
Die gesamte Geschichte der Aristokratie belegt , dass starke narzisstisch geprägten Gruppen ,
die Macht an sich rissen . Danach wurde ein System von Recht und Ordnung geschaffen , dass ausschließlich
auf den Machthaber , der nun König genannt wurde , ausgerichtet war . Und es wurde vererbt .
Wer denkt daran , dass Ägyptens Kultur durch den inneren Narzissmus zerbrochen ist ? Damit ist die
selbstverliebte Überhöhung des Königs gemeint , die in ihren Auswüchsen von Gottgleichheit sprach .
In der negativen Konsequenz wurde Geschwisterliebe zum Sargnagel dieses System . Niemand außer
den nächsten Verwandten war gut genug für die Liebe .
Der Leser betrachte unter diesem Aspekt die europäischen Adelshäuser . Bezogen auf das Menschenbild
war es selbstverständlich , dass die Mehrheit für die Minderheit lebte .
Selbst M. Luther fand dieses System richtig : Gebt dem Kaiser , was des Kaisers ist ...

WIE WÄCHST EIN NEUES BEWUSSTESEIN ?

Aus vielen geschichtlichen Belegen können wir entnehmen , dass nur gravierende Ereignisse ernsthafte
Veränderungen bringen . Es gab etliche Versuche demokratische Strukturen einzuführen , die brutal
niedergeschlagen wurden .Das bedeutet : Bis in das 18. Jahrhundert war es selbstverständlich , dass die
Aristokratie kaum angezweifelt wurde . Es wird als Fortschritt wahrgenommen als Friedrich II . sagte :
"Ich bin der erste Diener des Staates ." Vielleicht hat er das selbst geglaubt . Richtiger wird aber sein ,
dass er damit die Mehrheit zu mehr Opfern bewegen wollte . Kaum wird an die brutale Soldatenwerbung
innerhalb seiner Herrschaft erinnert . "Der Staat bin ich " posaunte Ludwig XIV ."
Die Not der französischen Mehrheit , besonders in Paris und anderen größeren Städten , wurde so groß ,
dass die Revolution von 1789 etwas vereinfacht auch als Hungerrevolte gesehen werden könnte .
Der letzten Kaiserin wurde mitgeteilt : Das Volk hat nicht mal mehr Brot zu essen . "Dann sollen sie
Kuchen essen " , wird die Herrscherin zitiert . In dieser Antwort zeigte sich der rote Faden der narzisstisch
geblendeten Aristokratie , die den Blick für die existenziellen Konflikte für die Mehrheit verloren hatte .
Kritiker dieser Meinung sollten sich den unvorstellbaren Prunk in den Schlössern vor Augen führen .
Trotz Aufklärung und ersten Bürgerschaftsprotesten - Hambacher Fest - herrschte der Kaiser in Deutschland
bis 1918 . Die Erklärung der Menschrechte in Paris beinhalteten etliche Grundsätze , die weiter bestätigt
werden . Übersehen wird , dass es Grundsätze gibt , die die Grenze unserer Einsicht oder soll ich sagen :
der menschlichen Vernunft aufzeigen ? Dazu gehört : "Wir treten für den Schutz des Eigentums ein ."
Wann ist was Eigentum ? Allein die Antwort könnte ein Buch füllen . Die politische Konsequenz daraus
ist bis heute nicht gezogen . Nur in sehr begrenzten Bereichen sehen unsere Gesetze eine Enteignung vor .
Niemand fragt öffentlich oder gar als Gesetzgeber : Wer hat wie Eigentum erworben ? Dies ist ein wichtiger
Hinweis darauf , dass unser Bewusstsein einen Blick für eine revolutionäre Idee erhalten muss .
Am besten kann dies an konstruierten Vorgängen erläutert werden . Die früheren  Herrscher nahmen Land in Besitz
und nannten es ihr Eigentum . Durch Verdienste oder eigene Krieg erhielten so genannte Fürsten Land .
Niemand dachte und denkt bis heute daran , dass es den machtlosen Menschen einfach weggenommen wurde .
Diese wurden noch abhängiger gegenüber ihren Landesherren .
Zu Beginn des 19.Jahrhunderts es in Preußen die so genannte Landreform . Dazu gehörte , dass Land den
Adelshäusern zugewiesen wurde . Bis heute sehen diese es als ihr Eigentum . Dabei war es eine Maßnahme
die durch den Kaiser veranlasst war . Die Enteigneten bekamen Geld , das zum Teil bis heute gezahlt wird .
Aus der Sicht der sachlichen Vernunft ist das ein wichtiges Beispiel dafür , dass sich das öffentliche Bewusstsein
bis heute wenig geädert hat . Wäre dem nicht so , hätte die Politik dieses und andere Konfliktfelder
grundlegend angepackt .
 
PARDIGMENWECHSEL

Im Leben und in der Gesellschaft kann es gravierende Erfahrungen geben , die nur bewältigt werden , wenn
eine neue Sicht umgesetzt wird . Für Deutschland war die Zeit ab 1945 so ein Anlass , um die vergangene
destruktive Politik zu überwinden . In der Aufbauleistung wurden jedoch geistige Aspekte kaum beachtet .
Die idealistischen Grundsätze schienen auszureichen . Das führte dazu , dass sich eine politische Klasse
bildete und die Mehrheit immer weniger in das politische Geschehen eingebunden wurde .Viele Bürgerinitiativen
belegen , dass es immer wieder Vorgänge gab und geben wird , gegen dies oder jenes zu demonstrieren .
Der Paradigmenwechsel findet jedoch nur statt , wenn eine Mehrheit weiß : So geht es nicht weiter .
Im November 2O13 haben drei Städte die Olympiabewerbung für Oberbayern abgelehnt . Folgt man den
Argumenten , dann wird kaum noch durchschaubar , was in den zuständigen Organisationen abläuft .
Ein wichtiger Grund dafür bleibt , dass die jeweiligen Verantwortlichen meinen : Wir brauchen nicht alles
offenlegen . Was in der Winterolympiade 2O14 abläuft spottet jeder modernen Vorstellung von Demokratie
Hohn . Die Kosten sind so gewaltig , dass sich Beobachter verwundert die Augen reiben : Wie ist so etwas
möglich ? Alle politisch Verantwortlichen schweigen dazu , nehmen es zumindest billigend in Kauf .
Daran sieht jeder neutrale Kritiker , dass die alten hierarchischen Strukturen weiterhin gelten und die
verantwortliche Minderheit verhält sich nach dem Motto : Nach uns die Sintflut !

CHARAKTERE UND MACHT !

Neben den Beziehungen ist ein wichtiger Aspekt des öffentlichen Erfolges , ob der Einzelne zur richtigen
Zeit am richtigen Ort ist . Dabei ist es entscheidend welchen (un-) bewussten Charakter der betreffende
Mensch in sich trägt . Pauschal wird behauptet : Der Klügere usw. setzt sich durch . Dies ist eine zu
einfache Erklärung . Denn in der Vorauswahl entscheidet , wie geschickt derjenige die Gutachter suggestiv
für sich gewinnen kann . Entgegen aller Angaben steht fest , die Psychologen wissen das längst :
Innerhalb weniger Sekunden wachsen Sympathie oder Antipathie .
In meiner ausführlichen Studie habe ich das als ergänzende Hinweise beschrieben . Hier erwähne ich :
Der opportunistische Charakter kann sich oft gegenüber Mitbewerbern , weil er von einer Sekunde auf die
andere scheinbar glaubwürdig Sympathie ausstrahlen .
Nicht selten behaupten sich jedoch Narzissten , weil es beeindruckend erscheint , wie jemand so selbstbewusst
die Rolle des Siegers ausdrücken kann . Die Beurteilungszeiten sind viel zu kurz , so dass die negativen
Facetten dieser Selbstdarstellungen nicht erkannt werden . Es ist ein schwerwiegendes Defizit unseres Bildungssystems ,
dass so wenig auf die charakterliche Eignung geachtet wird . Der empathische - einfühlsame Mensch wird deshalb nahezu
immer übergangen , weil er sich nicht in Szene setzt und auch bei Beurteilungen nicht positiv wahrgenommen wird .
Durch diese Versäumnisse sind die Fachleute oft gleichzeitig Selbstdarsteller . Sie verstehen nicht , dass Einzelne das
nicht begreifen können . Dieses Versäumnis ist ein wichtiger Grund dafür , dass der Schein wichtiger wurde als das
Sein . Übersehen wird zudem , dass wir alle Augenmenschen sind .

WAS BEDEUTET DAS FÜR DIE GESELLSCHAFT !

Wer den Blick in die Geschichte wagt , kann gar nicht daran vorbei , dass sich Könige mit Symbolen , Schmuck ,
aber auch mit Gefolgsleuten umgeben haben , die diese Machtdemonstrationen bejahten und für selbstverständlich hielten .
Höflinge nennen wir auch im übertragenen Sinn  ein unterwürfiges Verhalten  . Selbst neueste Forschungen können nicht
belegen , wann die Idee des Königtums eingeführt wurde . Das ist für unsere Diskussion enorm wichtig , weil es keine
vernünftige Gründe dafür gibt in modernen Staaten einer narzisstischen Minderheit zuzubilligen , dass sie wertvollere
Personen sind als andere . Der Leser sollte dabei an die enormen Grundbesitze aristokratischer Familien in beinahe
alle Ländern denken , in denen  sie  zwar keine politische , aber eine gesellschaftliche Macht verkörpern .
Die Städte benötigen immer mehr Land , aber vieles befindet sich im Privatbesitz . Wer es praktischer wünscht , der
sollte an die Landwirte denken , die Geld an Städte und oder Privatpersonen verkauften , weil es als Bauland verwendet
wurde . Wenn wir den Gedanken des Eigentums langfristig betrachten , dürfte eigentlich kein Grund und Boden
verkauft werden . Es dürfte lediglich eine 99 jährige Erbpacht genehmigt werden , die dann von Erben wiederum
verlängert werden könnte . Wären keine Erben vorhanden könnte das Land zur Verfügung der Gemeinden gestellt
und von diesen wiederum verpachtet werden . Dadurch entfiele die Spekulation um Grund und Boden , wie sie bereits
seit langem stattfindet.   

ZEITLOSE TABUS

Jeder nimmt die Bildung auf , die ihm geboten wird . Das weitere Interesse hängt davon ab , welche Fragen dem
Einzelnen auf den Nägeln brennen . Gelegentlich kann sich jeder darüber Rechenschaft abgeben . Das trägt dazu
bei , mögliche Lücken zu schließen . Manche Begriffe sind längst nicht so fest in unserem Bewusstsein verankert ,
wie wir gern glauben . Dazu gehört das Wort Tabu , das auch als Begriff für verdrängte Probleme gelten kann .
Die öffentliche Meinung erkennt ein Problem erst , wenn ein großer Teil der Menschen den Vorgang erkennen und
kritisieren . Nehmen sie die autoritäre Erziehung als zeitloses Beispiel . Diese war über Jahrhunderte selbstverständlich .
Wir wissen gar nicht , ob und wie sich die Zivilisation so entwickelt hätte , wenn nicht die Mehrheit mit harter Hand ,
wie es genannt wurde , erzogen worden wäre . Ich wünsche mir , dass Sie auf Tabus achten und ein Gespür dafür
entwickeln , diese zu erkennen und anzusprechen . Ein Mediziner hat zweifelsohne vielen helfen können . In einem
Artikel wurde er als Lichtgestalt eingeordnet . Mein Hinweis : Wo Licht ist , ist auch Schatten , wurde nicht veröffentlicht .
Der Vorgang ist im Detail unwichtig . Es geht allein darum , dass die Redaktion keine konstruktive Kritik zu Wort
kommen ließ . Damit beginnt ein Tabu . Blicken Sie in die Geschichte und Sie sehen eine ständige Folge von Tabus ,
die wir erst wahrnehmen , wenn andere Postulate gelten . Insofern hat es die kulturelle Entwicklung nicht vermocht ,
rechtzeitig kritische Beobachtungen anzunehmen und daraus Konsequenzen zu ziehen .

Warum verzichtet die Bildung darauf , diese Faktoren anzusprechen ?


In großen kurzen Zeitsprüngen wird unsere "Menschheitsgeschichte " locker erzählt .
Natürlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge .
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