Wissenswertes über` s Alter!

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Wissenswertes über` s Alter!

Beitrag  Hubert Laufer am Do Jan 09, 2014 5:00 pm

VORWORT

Es gibt sehr unterschiedliche Bücher über das Alter oder das Älterwerden.
Nachfolgend werden die natürlichen mentalen Aspekte des Lebens unter diesem
Gesichtspunkt erörtert.
"Das Alter beginnt bei der Geburt", vermittelte der lehrende Arzt seinen Hörern.
Diese Meinung sollte kein Leser ignorieren. Egal wie alt er momentan ist.
Gemeint ist damit, dass wir ständig älter werden, obwohl wir uns angewöhnt haben
andere Begriffe zu wählen.  

"Die vier Jahreszeiten unsres Lebens" von Paul Tournier motivierten mich schließlich
das Thema unter persönlichen Einsichten und medizinischen Kenntnissen darzulegen.  
Es vergeht kaum ein Tag, an dem der demographische Wandel öffentlich nicht  
negativ erörtert wird. Selten werden positive Fakten aufgezählt, die pauschal lauten:
Ältere nehmen auf verschiedene Weise am gesellschaftlichen Leben teil und
können so Jüngeren Impulse vermitteln.
Deshalb bleibt es unverzichtbar, dass sich unter 6Ojährige mental mit dem Älter  
werden geistig auseinandersetzen und ihren eigenen Lebensstil positiv hinterfragen.
In der öffentlichen Wahrnehmung hat sich die Meinung über das Alter kaum geändert.
Wer älter als 7O Jahre ist, wird oft nicht ernstgenommen.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Deshalb ist daran zu erinnern, dass fast jeder in
Zehnjahresschritten denkt und argumentiert. Erst wenn man selbst weitere zehn Jahre
älter ist gleicht sich die Perspektive an.


WAS BERECHTIGT MICH DIESES THEMA ZU BESCHREIBEN?

Nach einer Polio-Erkrankung als Kleinkind habe ich eine leichte Gehbehinderung.
Diese wurde und wird flüchtig betrachtet nicht erkannt, sondern als ungeschicktes
Laufen angesehen. Es ist kaum nachvollziehbar, wie oft ich deshalb ausgelacht wurde.
" Du kannst hinfallen, aber du musst wieder aufstehen."  Dieser oft gehörte Spruch
war  für mich seit frühen Kindheitstagen täglich ein natürliches Verhalten.
`Warum lachen die anderen über dich `, waren Gedanken, die mich stets begleiteten
Eine pauschale Antwort lautet: Kinder sind gelenkig und flink. Deshalb fallen sie nicht  
laufend hin. Ohne es zu ahnen, wurde ich aus den unbeschwerten Kinderträumen
gerissen. " Du bist anders als die anderen, aber warum wirst du ausgelacht?"
Du kannst doch nichts dafür. Sieht das denn keiner? Im übrigen führe ich auf diese
diese Erlebnisse meine Einsicht zurück, dass wir in der Beziehung zu anderen nicht
genügend fragen. So bauen sich unsere Vorurteile auf.
Ein körperlicher schwerer Behinderter wird sofort erkannt und erlebt den Mitleidseffekt.
Bis heute bezweifle ich, dass sich darin immer Toleranz ausdrückt.
Auch der ältere Bruder wollte das nicht wahrhaben. Später sah ich darin den
Unterschied zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit. Haben Sie bereits bei sich
registriert, wann Ihr erster Eindruck gegenüber anderen falsch war?
Ich wurde als ungeschickter Junge eingeordnet, was nur Älteren zugebilligt wird.
Deshalb durfte man über mich lachen. Tatsächlich gehören solche spontanen
Reaktionen zu den alltäglichen Gedankenlosigkeiten, die unzählige Male ablaufen .
Haben Sie vor Augen, wie Kinder, sagen wir mit dem Schulanfang eingeordnet werden?
Pauschal gehen wir mehrheitlich davon aus , dass dieses Alter sorglos und egozentrisch
in den Tage lebt. " Alles was Spaß macht ", könnte der passende Spruch sein. Jeder
kann sich daran erinnern, dass wir uns unbewusst vergleichen. Es beginnt die Zeit
sich körperlich untereinander zu messen: Ich kann das, was du nicht kannst, ist der
Maßstab. Einerseits konnte ich mit einer guten schulischen Begabung in der Klasse
bestehen, andererseits spürte ich die Sticheleien und das Lachen über die körperliche
Behinderung stärker als ich das wahrhaben wollte und noch heute vermitteln kann.

WANN BEGINNT TOLERANZ?

Rückblickend wurde ich folglich nicht alterstypisch  eingeordnet. Die Kindheit und
Jugend ist davon geprägt, dass sich jeder gegenüber anderen in seinem wachsenden
Selbstbewusstsein behaupten möchte. Dieses Verhalten war mir fremd und ich fand  
keine Antwort darauf, das andere nicht sahen,warum ich körperlich nicht mithalten
konnte. Ich wurde, ohne es zu ahnen, auf minimale körperliche Aktivitäten begrenzt.
Wissen wir eigentlich, wann und wo Toleranz beginnt?  Es ist festzuhalten, dass die
Schikanen mir gegenüber im Rahmen kindlichen Verhaltens lagen. Jeder wird sich  
erinnern, wie er Toleranz erlebt hat. Gegenwärtig wird von immer rabiateren Methoden
berichtet, die Kinder und Jugendliche anwenden, um Stärke zu zeigen.
Wichtig bleibt, dass das Gefühl für das Lebensmotto unter vielen Heranwachsenden
verloren gegangen scheint, das lautet: "LEBEN UND LEBEN LASSEN."
Aber meine Intuition körperliche Tätigkeit maßvoll zu akzeptieren, beinhaltete,
dass ich den Körper nicht überbelastete. Bereits als junger Erwachsener erfuhr ich vom
autogenen Training. Dabei geht es  darum, dass jeder schon in jungen Jahren die
Grenzen der Belastbarkeit wahrnimmt und weiß, dass eine momentane Entspannung
unverzichtbar für das körperliche und geistig seelische Wohlbefinden ist .
"Übermut, tut selten gut", weiß der Volksmund. Aber wer richtet sich danach?

SPORTLICHE HÖCHSTLEISTUNGEN!

An den Profi - Sportlern soll erörtert werden, dass der Mensch körperlich früher altern
kann als dies dem Lebensalter entspricht. Viele Sportarten beginnen im Kindesalter um
später Höchstleitungen zu erreichen. Jeder sollte sich die unterschiedlichen Sportarten
vorstellen, um diese Beobachtung zu bestätigen. Oft wird  nebenbei erwähnt, dass der
Sportler XY diese oder jene Verletzung hatte. Dann heißt es: Nach der Genesung macht
er weiter. Nur Extreme verdeutlichen, worum es in diesem Thema geht. Das bedeutet:
Jeder sollte sich so jung wie möglich daran erinnern, dass körperlichen Belastungen
Konsequenzen für das Alter haben können.
Ein Beispiel ist das Boxen. Ein Arzt formulierte: Jeder Faustschlag an den Kopf ist
ein Schrotschuss ins Gehirn. Damit sagte er: Es gehen viele Gehirnzellen verloren.
Niemand weiß, wie viel Schläge der Kopf aushält, ohne dass der Boxer geistig leidet.
Wir kennen die negativen, wie die positiven Beispiele von Profi - Boxern. Vermutlich,
weil er super honoriert ist und "Prügeln" als gängiges Verhalten akzeptiert wird, ist
dieser Sport  beliebt. Bezogen auf die möglichen Gesundheitsschäden, müsste dieser
und andere verboten werden. Dies geschieht nicht, weil in unserer Massengesellschaft
der Spaßfaktor für die Mehrheit so hoch eingeschätzt wird, dass diese  Sportarten
sogar gefördert werden. Der Einzelne soll entscheiden, ob er aktiv mitmacht oder nicht.

DIE SEELISCH GEISTIGE GESUNDHEIT!

Es werden keine komplizierten Definitionen beschrieben. Es geht es um das gefühlte
richtige Maß zwischen eigener Persönlichkeit und das natürliche vernünftige Verhalten
untereinander. Die meisten sagen: Das habe ich. Aber woran liegt es dann, dass viele  
ihr Verhalten höher einstufen als die Rücksichtnahme auf andere? Eine kurze Antwort
lautet: Unbewusst sind wir mehrheitlich durch die  Philosophie des Individualismus
geprägt und merken das oft gar nicht. `Das ist mein gutes Recht`,  wird behauptet.
Wer spürt dabei, dass er mitunter ungewollt die seelisch geistige Gesundheit gefährdet?
Diese bleibt wichtig, wenn wir gesund altern wollen. Es geht um die eigene tägliche
Lebensqualität. Folglich schaden zu viele ihren seelisch geistigen Kräften, weil sie
die  "angemessenen Verhältnismäßigkeit" nicht umsetzen.
Dieser Begriff ist im juristischen Alltag bekannt. Er wird jetzt von mir  für den Alltag
angewandt. Der Begriff kann an einem Vorgang erklärt werden, der wenig mit der  
Gesundheit zu tun hat. Konkret: Jeder Autofahrer weiß, dass er sich so verhalten muss,  
damit andere nicht gefährdet werden. Vorausschauend und rücksichtsvoll fahren. Wer  
es kann, beobachtet häufig die Autofahrer, die mit völlig überzogener Geschwindigkeit
unterwegs sind. Diese Fahrer kennen die geistige Fähigkeit der Verhältnismäßigkeit  
nicht: "Zeit ist Geld ." -- Die angewandte Verhältnismäßigkeit sagt:
"Was nutzen mir  wenige Minuten, wenn ich verunglücke?"  Dieser Vorgang ist auf
vieles übertragbar. Wer sich darin übt, kann die negativen Erlebnisse relativieren und 
die eigene geistige Gesundheit festigen. Wir wissen, dass genetische Voraussetzungen
dazu beitragen, um diese Hinweise  anzuwenden. Dazu gehören die charakterlichen
Eigenschaften, die ich als unbewusste Charaktere bezeichne und  jeder besitzt, aber
erstmals von mir so bezeichnet werden.
Wer sich mit Psychologie befasst, kann die folgende Argumente nachzuvollziehen.
Der Typ Narzisst möchte in seiner Selbstverliebtheit dauernd im Mittelpunkt stehen.
Er kann auch "krank" werden, wenn er die Anerkennung nicht bekommt, die  ihm
zusteht, wie er meint. Der "glücklichste" Mensch bleibt der Opportunist, der sich - fast-
immer so anpasst als wäre es für ihn gut. Dessen Motto:"Was kümmert mich
mein Geschwätz von gestern." Er dürfte das beginnende Alter ab 4O Jahre akzeptieren,   
weil er sich stets geistig angepasst und damit  mental beweglich verhalten hat. Wir
hören: Ihm fehlt die Empathie. Es gibt Menschen - nicht nur Frauen -, die  empathisch  
leben. Deshalb: Er/sie ist ein Empath. Wichtig bleibt, dass sie ihre persönlichen  
Wünsche oft zurückstellen. Daran können sie leiden, wenn sie ausgenutzt oder nicht
verstanden werden. Falls es Ihnen nicht gelingt das Argument zu verstehen. Dann
nehmen Sie  Ihre Kenntnisse über Karriere - Planung zu Hilfe. Der empathische Mensch  
wundert sich, weil er sein Ego nicht so ins Licht stellen kann, wie die  Narzissten oder
Opportunisten. Den Empathen ist bewusst,  dass in vielen Jobs keine  Karriereplanung
möglich ist. Oder soll es der Maurer als Karriere einstufen, sobald er als Polier arbeitet?
Wenn wir diesbezüglich gelassener werden, vermeiden wir unnötigen Stress, der  
gesundheitsgefährdend sein kann und uns, ohne es zu ahnen, früher altern lässt.

GEGEN DEN KREBS

Einige bekannte Personen, die an Krebs verstorben sind, regen mich an, ein paar
Gedanken zu äußern. Selbstverständlich gehört es zum Lebenswillen eines jeden, dass
medizinisch alles unternommen wird, um gesund zu werden. Aber es ist eine Floskel
verbreitet, die sich jeder vor Augen führen sollte, selbst wenn er nicht betroffen ist.  
" Ich kämpfe gegen den Krebs." Diese Formulierung variiert. Wichtig bleibt:
Es liest sich so als wäre es eine Sache des eigenen Willens, ob der Krebs überwunden
wird oder nicht. Sachlich betrachtet hat die Medizin enorme Fortschritte in der Therapie
schwerer Erkrankungen gemacht. Trotzdem gehört es für mich zur selbstverständlichen
Wahrnehmung, dass wir gegenüber einer Krankheit demütig bleiben. Es ist weiterhin
unbekannt, wie viel Einfluss das seelisch geistige Bewusstsein des Einzelnen auf die
Krebserkrankungen hat. Es wird nicht spekuliert,  weil es dem Kranken nicht mehr
hilft, wenn wir sagen: "Eine Mitschuld hast du schon, weil..." Überwiegend gehen wir
davon aus, dass eine unheilbare Krankheit Schicksal ist. Dabei werden die genetischen
Vorrausetzungen durchaus gesehen. Dennoch gibt es die Hypothese, dass wir nicht
genügend für einen seelisch geistigen Ausgleich gesorgt haben. Meine Meinung möchte
an die Funktion des Dankes erinnern. Oder mit anderen Worten, gar nicht wenige
möchten vieles schaffen, um den Mitmenschen zu zeigen, was sie alles leisten.
Irgendwann kann der Körper sagen: So geht es nicht weiter. Es ist für jeden sinnvoll,
wenn er die Grenze der eigenen Belastbarkeit einsieht und danach lebt.
Meine Überzeugung kann als gezielte Übung zur Stärkung des Immunsystems gesehen
werden. 

AUTOGENES TRAINING!

Diese Entspannungstechnik ist für jedes Alter geeignet. Sie benötigen wenig Zeit und  
können Stress abbauen. Diese Methode ist leicht in einer Gruppe anzueignen.
Bei etwas Geduld und zeitlichem Einsatz kann dies auch allein gelernt werden.
Im Internet gibt es genügend ausführliche Hinweise dazu. Es gibt nur Vorteile, weil
Sie lernen sich regelmäßig zu entspannen. Die gesundheitlichen Effekte werden  
aus erwähnten Gründen nicht aufgezählt. Wichtig bleibt, dass besonders Ältere diese
Empfehlung kennenlernen sollten, um die gesundheitlichen Aspekte zu nutzen.
Mit Entspannungsübungen können auch innere Ängste abgebaut werden. Egal welche
Ursachen diese haben.

WAS LÄSST UNS ALTERN?

Das Älterwerden ist ein natürlicher Prozess des Lebens. Diese Binsenweisheit
wollen beinahe alle Menschen etwa bis zum 5O.Lebensjahr nicht wahrhaben.
Mit unterschiedlichen körperlichen Beschwerden werden die meisten nachdenklich.
Haben Sie schon nachvollzogen, wann diese Nachdenklichkeit bei mir einsetzte?
Und wann stellten Sie sich die Frage: Bin ich jetzt alt ?
Die ganzheitliche Wahrnehmung zwischen Körper, Seele und Geist, wird oft
theoretisch thematisiert. Jeder sollte diese Einheit für sich bereits in jungen
Jahren bewusst leben können.  Dieser Hinweis möchte daran erinnern, dass sich
viele körperlich verausgaben, weil sie darin die einzige Quelle sehen:
Lebenslang jung zu bleiben. Das ist eine unwirkliche Hoffnung, die sich zum Teil erfüllt,
wenn Seele und Geist mit einbezogen werden. Es soll gar nicht bestritten werden,
dass dies vielen gelingt.  Andererseits ist ebenso bekannt, dass viele ihr berufliches
Wissen als genügende Bildung ansehen. Im täglichen Leben bedeutet das: Viele
beginnen ab einem Alter X immer wieder alte Geschichte zu erzählen. Nähere
Angehörige wissen: Es beginnt die xte Wiederholung. Solche Menschen sind geistig
alt, bevor sie das körperlich empfinden. Wenn der Zuhörer die ersten Wiederholungen
wahrnimmt, denkt er zunächst: Vielleicht meint derjenige, dass man diese Geschichte
vergessen hat. Irgendwann stellt der Zuhörer fest, dass diese Menschen nichts anderes
zu erzählen haben. Dafür gibt es einen fairen Test. Man beginnt in der Redepause
ein anderes Thema. An der Reaktion spürt man, ob der Redende geistig beweglich ist
oder irritiert überlegt, wie er reagieren soll. Dr. Dahlke Autor für lebensnahe Bücher
formulierte - inhaltlich-:" Manche Menschen stellen ab dem 4O. Lebensjahr ihr
mentales Interesse ein ..."   Er bestätigt mich, so dass ich darauf hinweisen möchte:
Jeder sollte das lebenslange Lernen täglich üben, damit die grauen Zellen arbeiten
können und mobil bleiben. Erst - Anfang 2O15 - im TV gehört : "Wir müssen die
Forschung über Demenz stärker unterstützen ..."  Jeder kann dies überzeugend leben,  
und geistig aktiv bleiben. Meine Meinung bleibt: Niemand wird erforschen können,
wann und warum beim Einzelnen das geistige Interesse nachlässt.
Die betreffenden Menschen können dazu überhaupt nicht sachlich antworten.
Im übrigen wird meine Überzeugung z.B. von Dr. Marianne Koch, Dr. Nehls u.a.
Autoren bestätigt.

ALTERSARMUT

Während ich dieses Essay schrieb, wurde immer wieder die Altersarmut thematisiert.
Nachfolgend möchte ich nicht die politische, sondern die menschliche Perspektive
andeuten. Wer in jungen Jahren zu wenig verdient, bekommt eine geringere Rente.
Diese Tatsache muss sich jeder spätestens nach dem 4O. Lebensjahr klarmachen.
Leider führt kein Weg daran vorbei, dass jeder mit wenig Geld nur zufrieden altern
kann, wenn er sehr sparsam und trotzdem zufrieden leben kann. Meine Mutter sagte
oft: " Es ist nicht wie bei armen Leuten" und lächelte dabei. Es ist gar nicht mit Worten
zu vermitteln, dass sie nach momentanen Maßstäben bitter arm, aber zufrieden lebte.
Meine positive Lebenssicht führe ich auch auf diese Mitgift zurück. Es gibt jedoch schon
die Gefahr, dass Einzelne nicht sparsam leben können und so immer die Armut als Last
empfinden. Genau betrachtet, gehört dies aber zu den geistigen Prozessen, die ich mit
diesem Text vermitteln möchte. Es gibt die geistige Trägheit, die den Betreffenden
arm sein lässt, auch wenn er dies eigentlich gar nicht ist.

SPEZIALISTEN 

Eine wichtige Ursache dafür, dass sich viele wenig Allgemeinwissen aneignen, liegt an  
der beruflichen Spezialisierung. Einerseits ist es wichtig sich im Beruf gute Kenntnisse
anzueignen, aber  andererseits sollte jeder einsehen, dass es nicht genügt Wissen auf
auf den Job zu beschränken. Längst weiß die Hirnforschung, dass unsere grauen Zellen
einem Muskel gleichen. Daraus folgt, jeder Sporttreibende möchte die Muskeln stärken.
Aber im Hirn werden auch nur die Regionen angeregt, die dafür zuständig sind. Diese
einseitige Belastung sollte sich jeder vor Augen führen, wenn er gegen das geistige 
Altern aktiv sein möchte. Ein weiteres Beispiel: Von Profisportlern ist bekannt, dass sie
ihrem Körper viel abverlangen und so die Gesundheit riskieren oder schädigen können.
Es ist klar,  dass dies mit unseren grauen Zellen ebenso passieren kann. Das bedeutet,
dass die  einseitige Konzentration auf die Fachkenntnisse dazu führen kann, dass keine
Zeit noch die Muße bleiben anderes Wissen aufzunehmen. Wer z.B. keine Fragen mehr
stellt, glaubt alles über sein berufliches Wissen beantworten zu können, ist in einer
unrealistischen Wahrnehmungsphase, die sofort beendet werden sollte.
" Ich weiß , dass ich nichts weiß", wird Sokrates zitiert. Er stellte laufend Fragen.
Diese rhetorische Geschicklichkeit wird als  Hebammenkunst bezeichnet. Er wollte die
Angesprochenen nachdenklich machen. Im Alltag wird Selbstverständliches kaum noch
hinterfragt. Wie  erwähnt: Wer im Beruf vorankommen will, muss sich durch genaue
Spezialisierung auszeichnen. Zunächst ist diese Meinung nicht falsch, sollte jedoch mit
der Frage einhergehen, was und wer bin ich, wenn meine Jobkenntnisse nicht  gelten?
Da "sehen viele schnell alt" aus, weiß der Volksmund. Diese flapsige Wahrheit sollte
jeder verinnerlichen, damit er die Gründe erkennt und für wichtig ansieht, mehr
zu wissen, als das, was für die berufliche Situation wichtig ist und war  .
Jeder wird  von Menschen gehört haben, die bei Rentenbeginn in ein " Loch " fielen.
Plötzlich wissen diejenigen nichts mit ihrer Zeit anzufangen, weil sie sich vorher darin
nicht geübt haben, eine Aufgabe außerhalb ihres Berufes zu finden. Es soll sogar
Menschen geben, die sich plötzlich so nutzlos fühlten und daran zerbrochen sind.
Ein Trost bleibt: Jeder hat seine Zeit. Bei diesem Thema geht es jedoch darum, dass
jeder für sich einsieht, wie er geistig gesund altern und Lebensfreude erhalten kann .
Jeder kennt die unzufriedenen "Älteren", wie sie in den Filmen gezeigt werden.
Oft waren es lebenslang unzufriedene Menschen. Dies merkt kaum jemand, weil alle
in das Hamsterrad des Berufes eingebunden sind und wenige auf andere achten.
Ich trete dafür ein, dass diese Wirklichkeit reduziert wird.

WANN ENDET DIE JUGEND?

Darauf gibt es so viele Antworten wie Menschen,  die sich diese Frage stellen.
Jeder fühlt sich irgendwann zur Antwort fähig. Nachfolgend wird versucht  allgemein
vertretbare Argumente aufzuzeigen. Selbstverständlich wird von einer natürlichen
Lebenssituation ausgegangen. Haben schwerstkranke Kinder eine Jugend usw.?
Der gesunde, kraftvolle Mensch glaubt meistens bis etwa zum 5O.Lebensjahr, dass
er immer jung sein könne. Erst wenn Beschwerden einsetzen, wird vielen
bewusst, dass sie nicht mehr so fit sind wie in jüngeren Jahren. Übersehen wird gern,
was das Anliegen dieses  Textes ist, dass die geistige Gesundheit unverzichtbar
dafür bleibt, dass wir nicht zu früh in der Beobachtung der Umgebung altern.
Wenn Menschen über 7O Jahre Sport treiben und  in ihrer Altersstufe Erfolg haben
möchten, dann ist das nicht falsch, kann jedoch ebenso ein falscher Ehrgeiz sein .
In der Regel nehmen wir an, dass die unbeschwerte belastbare Jugend bis 3O Jahre
eingestuft werden kann. Wir sehen an den Spitzensportler, dass es kaum körperliche
Sportarten gibt, in denen nach dem 4O.Lebensjahr Höchstleistungen erbracht werden
können. Die Jugend endet mit einem  langsamen Abschiednehmen von bisher
geglaubten Kräften. Wem dies bewusst ist, empfindet auch keine Trauer oder andere
seelischen Belastungen. Die Medizin weiß längst, dass es vielen Menschen nicht gelingt
die reale Lebenssituation zu sehen. Wir machen uns gern etwas vor.
Bekannt ist, dass die seelisch geistigen Krankheiten ansteigen.
Die Antwort auf die gestellte Frage sollte folglich jeder sehen und empfinden lernen.
Es dient weder dem persönlichen Wohlbefinden noch der Lebensqualität, wenn wir die
Antwort im Innersten nicht geben wollen. Deshalb bleibt es unverzichtbar, dass Alter in
der momentanen Situation anzunehmen. Wer dies nicht kann, altert unbewußt, ohne
das so zu empfinden.

AUF DIE EIGENEN SIGNALE ACHTEN !

Die körperlichen, geistigen und seelischen Signale kann jeder nur selbst hören.
Fast jeder wird Menschen im privaten Umfeld kennen, die nach beginnender
Krankheit zugaben: Ich habe diese oder jene Beschwerden nicht ernstgenommen.
Es werden erneut keine Beispiele genannt.
Deshalb  werden zwei Verhaltensweisen angedeutet:
Einerseits wird behauptet: Rentner gehen zu oft zum Arzt.
Das Extrem ist: Andere gehen zu selten zum Doktor.
In der ersten Behauptung sollte man die menschliche Seite registrieren, die bedeutet,
dass nicht selten die Langeweile überbrückt wird. Diese Menschen hören auf kleinste
Signale. Wer nicht oft zum Arzt geht, übersieht ggfs. Symptome oder hat sich nicht
genügend medizinisch informiert, so dass ihm entgeht: Es ist Zeit zum Arzt zu gehen.
Insofern ist es wichtig, ernste Beschwerden von persönlichen Empfindlichkeiten zu
unterschieden.

PARTNERSCHAFT

Diesbezüglich werden Hinweise erörtert, die zum Thema Älterwerden gehören.
Fragen Sie sich, wie Sie mental Ihren Partner einordnen? Gemeint sind nicht die
sprachlichen Floskeln: Ich weiß alles über ihn/ sie, sondern die ganz praktischen
Verhaltensweisen. Kann ich mich mit ihm gut unterhalten? Oder gibt es fast kein
Thema mit dem ich mich mit ihm/ihr unterhalten kann.
Fühle ich mit ihm auf Augenhöhe oder gibt er mir das Gefühl, dass er immer der
Klügere ist? Ständige Belehrungen sind Gift für die mentale Gemeinsamkeit.
Zunächst grenzt dieser gedankliche Austausch an die Charaktere, die ich gern  
erläutere. Es ist wichtig, dass sich jeder dieser Analyse stellt. Es ist nämlich nicht
überraschend, wenn sich Partner im Alter nichts mehr zu sagen haben, falls sie dies
im Berufsleben auch nicht konnten bzw. nicht geübt haben.
Wo bleibt der geistige Austausch, wenn man sich ständig anschweigt?
Ein Verhaltensforscher prägte den Satz: " Man kann nicht nicht kommunizieren."
In der Erläuterung weist er darauf hin, dass wir stets etwas von uns mitteilen, selbst
wenn sich Partner nichts zu sagen haben.
In einer Studie wurde behauptet, dass der nörgelnde Partner dem anderen
"die Lust zu leben " verleiden kann. Was steckt dahinter? Ist es ein fortwährender
Machtkampf ständig Recht haben zu wollen? Dabei fehlt wiederum der Begriff der
Verhältnismäßigkeit. Was will ich damit erreichen oder demonstrieren, wenn dem
anderen laufend gezeigt wird: Ich bin toll und wichtig für dich? Möglicherweise wurden
bereits bei der Partnerwahl diese Verhaltensakzente übersehen. Es ist zu erwähnen,  
das durchaus nicht wenige Frauen meinen: Männer wollen nur das eine ...
Tatsächlich können die erotischen Faktoren beim Kennenlernen eine wichtige
Rolle gespielt haben. Aber - bezogen auf das Thema, sollte sich jeder vor Augen
führen, dass ständiges Nörgeln den anderen  "krank" machen kann. Zudem wirkt
es sich auf denjenigen selbst negativ aus, der es ständig als Waffe gegenüber dem
anderen praktiziert. Muster: Ich habe dich voll im Griff. Gewohnheit kann dieses
Miteinander zunächst relativieren, kann aber auch nach Jahren "explodieren".
Davon war bereits in Presseberichten zu lesen. Es dient dem natürlichen, zufriedenem
Älterwerden, wenn in der Partnerschaft unnötige Machtspiele vermieden werden.
Lange Ehen belegen, dass beide zufrieden sind und der andere als Mensch wichtig
genommen wird. Nörgler sind oft mit ihrem eigenen Leben nicht zufrieden, geben dies
aber nicht zu und tyrannisieren deshalb den anderen.  Das Ideal in der Partnerschaft
ist die Ergänzung. Pauschal: Du kannst das, ich kann jenes. gemeinsam sind wir stark.
Bis dato wird behauptet, dass viele Männer gar nicht im Haushalt mithelfen. Da von
der berufstätigen Frau ausgegangen wird, ist das nur zu verstehen, wenn der Mann
auf Macho macht. Eine solche Partnerschaft benötigt dringend eine Paarberatung.
Oft lesen wir in der Presse oder hören wir es in den Medien, dass es viele gewaltbereite
Männer gibt. Aber diese Frauen gibt es auch. Schlagen wir den Bogen zum Älterwerden
wird klar, dass dies keine vernünftige Lebensqualität darstellt. Wenn keine Verhaltens-
änderung erreicht wird, ist für den Betroffenen, ob Frau oder Mann eine Trennung
unausweichlich. Es ist bekannt, dass es durchaus die Hörigkeit in verschiedenen
Facetten gibt. Diese werden bewusst nicht aufgezählt. Diesbezüglich ist die Kraft zur
Trennung lebenswichtig.  

EINSAMKEIT

Millionen Menschen in Deutschland leben allein. Wenn die öffentliche Meinung etwas
verniedlichen möchte, wählt sie oft ein englisches Wort. So erkläre ich mir, dass
Single in der Umgangssprache selbstverständlich wurde. Allein leben bedeutet nicht
einsam sein. Dieser schlichte Hinweis möchte vermitteln, dass zu viele meinen, die
Selbstverwirklichung kann nur alleine gelingen. Haben Sie berücksichtigt, dass dieses
als modern ausgegebene Lebensgefühl auch partnerschaftlich gelingen kann?
So gesehen ist die individuelle Wahrnehmung derjenigen kritisierbar, die allein leben
möchten. Es geht nicht um Moral, sondern darum, ob jemand allein bessere Chancen
im Beruf besitzt oder, weil er keinen Partner gefunden hat?
Alle, die sich das Alleine leben ausgesucht haben, sollten spätestens ab dem 5O. Jahr
gezielt ein Hobby ausbauen. Im Beruf ist jeder in einen Kollegenkreis eingebunden.
Viele meinen, dass sind genug Kontakte. Diese können trotzdem nicht ausreichen,weil
im Alter die meisten Kontakte abbrechen, wenn nicht vorher genügend soziale
Kontakte aufgebaut wurden. Mit anderen Worten wurde das bereits erwähnt und soll
durch die inhaltliche Wiederholung bewusster gemacht werden. Insofern hat unsere
Gesellschaft für den Einzelnen Konflikte geschaffen, die jeder einsehen muss, um sie
für das Älterwerden erträglich zu machen.

DAS ALTER IN DEN MEDIEN.

In den Medien wird das Alter überwiegend negativ dargestellt. Menschen, die im Alter
etwas leisteten und leisten, wird jeder nennen können. Trotzdem entsteht
durch viele Filme der Eindruck, dass es quasi normal ist, wenn Ältere - ab etwa 7O J.-
als nicht mehr ernstzunehmende Menschen dargestellt werden. Diejenigen, die in der
Öffentlichkeit bekannt sind, werden dagegen überwiegend ihrer Situation entsprechend
eingestuft. Unter 5Ojährige besitzen oft nicht den Abstand Älteren unbefangen zu
begegnen. Deshalb ist es wichtig, dass sich jeder selbst einordnet, um Vorurteilen
begegnen zu können. Das Bild vom ÄLTERWERDEN sollte sich generell ändern.
Denn heute zählt die Altersweisheit nicht mehr, weil angeblich alles Wissen abgerufen
werden kann. Die Erfahrung wird als unwichtig angesehen. Mit anderen Worten:
Inzwischen haben wir in allen Bereichen Verantwortliche, die Karriere machen
wollten, aber kaum Lebenserfahrung besitzen, um  distanziert  und sachlich
Entscheidungen für Menschen treffen zu können. Gespräche zwischen jung und alt
sind deshalb oft schwierig, weil der Jüngere anderen nicht zuhören kann. Ältere sind
in der Gefahr nur von ihren gesundheitlichen Problemen zu reden. Es liest sich wie ein
Witz, wer jedoch bereit ist in sich zu hören, wird das inhaltlich bestätigen können.
Gemeint ist die Tatsache, dass der Jüngere, der kaum mit Älteren reden kann, sich
ähnlich verhält wie der Ältere, der nicht mit Jüngeren reden kann. Beide leben mit sich  
zufrieden in ihrer geistigen Welt. Nur ein sorgfältiger Beobachter erfährt, welchen
Radius diese Bildung hat.

UNTERHALTUNG

Wir können uns völlig unterschiedlich die Zeit vertreiben, so dass momentan lediglich
allgemeine Angaben gegeben werden. Es gehört zur geistigen Mobilität, Spiele zu
akzeptieren, die oft als Kinderunterhaltung gelten. Kaum zu verhindern ist, dass uns  
moderne Geräte zur Verfügung stehen, deren Handhabung zunächst gelernt werden
muss. Trotzdem dienen Handy usw. nicht allein der Kommunikation. Sie werden sehr
oft als Spielkonsole genutzt. Es ist bekannt, dass viele Jüngere deshalb bereits süchtig
wurden. Der elektronische Spielmarkt ist quasi explodiert. Damit wird bestätigt,
dass viele Menschen ihre Zeit mit dem Bedienen dieser Apparate verbringen.
Die Kehrseite ist, dass wir uns wiederum nur einseitig mental belasten. In letzter
Konsequenz sind es komplizierte Pawlow`sche Reflexe, die in  den grauen Zellen
ablaufen. Bezogen auf das Thema, sollte jeder daran interessiert sein, maximal eine
Stunde mit diesen Geräten zu verbringen. Die Unterhaltung beim Lesen eines Buches
sollte folglich höher eingeschätzt werden. E- Books sind nur vertretbar, wenn derjenige
viel liest.
 

KURZ - UND LANGZEITGEDÄCHTNIS.

Die Unterscheidung kennt jeder. Dabei geht nicht darum, dass Minutenprotokolle
geführt werden. Wichtig bleibt, dass das eine oder andere auch Jüngere vergessen-
können, z.B. wenn man abgelenkt ist. Gründe können auch darin liegen, etwas als
unwichtig einzustufen.  Es soll an alltägliche Dinge erinnert werden. Nehmen wir das
Schlüsselbeispiel: Jeder wird einen bestimmten Ort für die Schlüssel haben. Das ist
schon deshalb sinnvoll, damit man nicht dauernd fragt: Wo habe ich die hingelegt .
Das Kurzzeitgedächtnis ist beeinträchtigt, wenn wir Vorgänge nicht - mehr - behalten.
"Wo liegt bloß der Schlüssel", obwohl er seit langem immer an derselben Stelle
liegt oder hängt. Oder es werden Termine vergessen, die man eigentlich wahrnehmen
wollte. Deshalb bleibt es - beinahe - unverzichtbar, dass in einem Kalender, auch als
zusätzliche Erinnerung, alle Termine eingetragen werden.  Jüngere werden dies nicht
für wichtig halten, weil sie oft neben der beruflichen Tätigkeit wenig Zeit haben,
und sich die Freizeittermine merken. Selbst beobachtet: Ein junger Mann notierte sich
kleinste Termine. Die Ursache dafür war, dass er ein krankheitsbedingtes schlechtes
Kurzzeitgedächtnis hatte. Insofern sollten Menschen ab 5O Jahren diese Hinweise
ernst nehmen.
Was ist das Langzeitgedächtnis? Es beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem ich sage :
Vor zwei, drei Wochen hatte ich angenommen oder gesagt, dass ...   wer sich an
Dinge nach dieser Zeit nicht mehr erinnern  kann, sollte sich fragen: Stolpert mein
Kurzzeitgedächtnis. Denn es ist jedem klar, dass es einen zeitlichen Übergang zwischen
Kurz - und Langzeitgedächtnis gibt. Es hilft die ehrliche Selbstbeobachtung. Nach dem
Muster: Habe ich es vergessen, weil ich so abgelenkt war, dass ich den Termin  
usw. nicht gespeichert habe oder liegt es doch an meinem Gedächtnis.
Es ist allen bekannt, dass das Langzeitgedächtnis über Jahrzehnte hinweg funktioniert.
Das heißt pauschal: Alle wichtigen Erlebnisse kann man abrufen. Ich habe ich bereits
vor Jahren getextet: Es gibt auch eine Gnade des Vergessens. Damit möchte ich sagen,
dass wir durchaus traumatische Ereignisse im Detail vergessen können. Wir wissen:
Da war eine Erfahrung, die mich stark belastete, aber Details weiß ich mich nicht mehr.
Wir sehen, bezogen auf das Alter sollten wir uns nicht zu früh festlegen, ob wir etwas
vergessen haben oder einen  Gedächtnisverlust beobachtet haben.

ALZHEIMER

Haben Sie bereits festgestellt, dass in den unterschiedlichen Medien sehr oft über
Alzheimer geschrieben und geredet wird? Wie ist Ihre Antwort? Meine Fragen
möchten Sie daran erinnern, dass wir solchen Diskussionen interessiert folgen, weil  
sich fast alle, auch die, die aufklären, vor dieser geistigen Krankheit fürchten. Mit
meinen medizinischen Kenntnisse möchte ich dazu beitragen, dass wir distanziert  
diese Erkrankung beachten. Wir sollten unterscheiden, dass mit Demenz der langsame
geistige Abbau gemeint ist, der im hohen Alter auftreten kann. Dieser ist im Alltag   
von der Alzheimer Erkrankung kaum zu unterscheiden. Wir wissen jedoch, dass etliche
mitunter mit Ende 5O an Alzheimer erkranken können. Verkürzt kann diese Krankheit
mit dem langsamen Vergessen umschrieben werden. Jeder sollte sich und andere
fair beobachten können, ob er einfache Vorgänge vergisst. Besonders erwähne ich,
dass nicht selten zu Unrecht Älteren gegenüber gesagt wird: Du hast wohl Alzheimer?  
Viele meinen: Mit so einem Argument können wir andere zum Schweigen bringen.
Ich verweise auf meinen anderen Aufsatz: Bei allen möglichen medizinischen Gründen
bin ich überzeugt: Die geistige Flexibilität sollte früh geübt werden, damit die grauen
Zellen beweglich bleiben. Wer sich zu früh geistig ausruht, braucht sich nicht wundern,  
wenn die grauen Zellen immer weniger leisten. Der Arzt Alzheimer, auf den der Begriff  
zurückgeht, soll die seine Diagnose in ihrer Konsequenz nicht mehr erlebt haben. Es ist  
festzuhalten, dass der langsame Gedächtnisverlust im höheren Alter zunehmen kann.  
Der bekannte Journalist Scho... soll kurz vor seinem Tod gesagt haben- er starb mit
9O Jahren: Hätte ich mit 65 Jahren aufgehört zu arbeiten, wäre ich längst tot oder  
doof. Er bestätigte meine These, dass jeder Ältere eine Aufgabe braucht. Wir können
diese Meinung bei vielen Menschen beobachten, die sich im Alter Arbeit suchen. Leider
kann man körperlich nur arbeiten, wenn eine Tätigkeit vorliegt wird, die gesundheitlich
geleistet werden kann.
Nachtrag: Nach dem ich diesen Beitrag verfasst hatte, erfuhr von folgendem Buch:
ALZHEIMER IST HEILBAR - Dr. Nehls!  Inhaltlich bestätigt er meine Überzeugung,  
vertritt jedoch die These: Sieht der Betroffene ein, dass sein Gedächtnis nachlässt,
dann kann er etwas dagegen tun und gesund werden. Er verweist auf chronische
Krankheiten.
Als Beispiel nenne ich die Raucher: Jeder muss einsehen, dass er seiner Gesundheit
schadet. Diese Einsicht schafft der Süchtige kaum. --- Insgesamt ist das Buch jedoch  
informativ. Es wird erläutert, das die meisten Menschen in den Industrieländern zu sehr
den materiellen Erfolg verfolgen und so die Gesundheit zu wenig beachten. Jede
Info könnte missverstanden werden. Wer über 4O Jahre ist, sollte dieses Buch lesen.  
Diese Krankheit wächst über Jahrzehnte bevor sie für den Betreffenden bzw. für die
Angehörigen zu erkennen ist.

HUMOR

ist, wenn man trotzdem lacht. Dieser Spruch ist allen bekannt. Aber der echte  
verinnerlichte Humor ist seltener als viele annehmen. Es kommt nicht von ungefähr,   
das viele über sich nicht lachen können. Dies ist unverzichtbar, wenn wir die gesunde
geistige Lebenssituation im Alter vor Augen haben. Der enttäuschte,  ältere Mensch mit
schrulligen Meinungen, wird oft thematisiert. Kaum jemand fragt nach den Ursachen.
Eine soll angedeutet werden. Wir können am Erlebnis XY das Lachen verlernen.
"Es blieb mir das Lachen im Halse stecken", heißt es.
Die meisten negativen Erfahrungen können positiv gedeutet werden. Toll, das hast du
erlebt und überlebt. Viele Erfahrungen können im Abstand von Jahren so relativiert
werden. Beispiel: Komisch darüber konntest du dich so aufregen und dich belasten?
Wir sollten uns negative Erfahrungen vorstellen, damit diese Meinung  fair  
interpretiert wird. Der Mann, die Frau nahm sich wegen hohen Schulden das Leben.  
Außenstehende spekulieren, weil es natürlich etliche Motive dafür geben kann.  
Es gilt: Das eigene Leben sollte wertvoller eingeschätzt werden können. Angehörige
werden durch den Freitod stärker belastet als es die Schulden sein könnten.
   
AUFGABE

Wer nach dem beruflichen Ausstieg in ein tiefes Loch fällt, wie der Volksmund weiß,
hat nicht geübt, was mit diesem Thema beabsichtigt ist. Dazu gehört, dass ein Hobby,
egal welches, vor der Altersfreizeit aufgebaut sein sollte. Dabei ist stets die maßvolle
Beschäftigung gemeint. Vieles Sammeln kann Spaß machen, bleibt jedoch überwiegend 
lediglich für Sammler-Profis interessant. Deshalb wird auf eine persönliche Aufgabe  
hingewiesen, die bis ins hohe Alter umzusetzen ist. Die Lebensleistung ist nicht mit
dem beruflichen Ausstieg abgeschlossen, obwohl das häufig suggeriert wird.
Dazu gehört, dass jeder das Alter annimmt und eine Aufgabe darin sehen kann,
konstruktiv und innovativ neugierig zu bleiben und sich der Umgebung mitzuteilen.
Alle, die im höheren Alter geistig gesund sind, bestätigen, das Humor und die positive
Lebenseinstellung unverzichtbar für ein zufriedenes Älterwerden sind.

GESUNDHEITSPFLEGE.

Folgende Hinweise gehen von einer natürlichen körperlichen Situation aus. Ich
empfehle, dass Beschwerden vom Arzt behandelt werden. Meine Argumente sind im
langem Dienst an Kranken gewachsen. Bereits als junger Mensch beobachtete ich  
viele Krankheiten Älterer. Deshalb halte ich fest: Viele Ältere verhalten sich unsicher.
Viele relativieren ihre Beschwerden und gehen selten zum Arzt.  
Andere achten auf winzige Symptome und gehen zu häufig zum Arzt. In der akuten
Gesundheitspflege muss mitunter jeder selbst entscheiden, ob er eine  Behandlung
benötigt. Ich erwähne: Das Alter kann nicht genannt werden, weil jeder anders
älter wird. Jedenfalls fällt beim Älterwerden das Aufstehen schwerer. Der Rücken
schmerzt häufiger. Wer dies als normale Alterssymptome einordnen kann, braucht
den Arzt nicht aufsuchen. Es ist medizinisch bekannt, dass das Gleichgewichtsorgan
nachlassen kann. Kein Arzt wird diese Symptome - leichte Unsicherheit beim Gehen -
behandeln können, weil sie nur gelegentlich auftreten.
Warnen möchte ich vor unnötiger Selbstbehandlung, die verlockend ist, weil uns die
Werbung laufend angeblich optimale Behandlungserfolge verspricht. Dabei dreht es
sich um freikäufliche Medikamente, deren Erfolg keiner vorhersagen kann.
Praktisch möchte ich auf die Abführmittel hinweisen. Bei gesunder vollwertigen,
abwechslungsreichen Ernährung sollten diese bis ins hohe Alter eine Ausnahme sein .
Gesundheitlich möchten Ältere oft ihr Alter nicht wahrhaben. Häufig überfordern sie
die körperlichen Kräfte, weil man sich gern als jünger geben möchte als man ist.
Meine lebenslange, poliobedingte Gehbehinderung zwang mich, körperlich stets zu
mäßigen. Insofern musste ich seit meiner Kindheit einsehen: Du kannst körperlich
mit anderen nicht wetteifern. Diese Einsicht fiel mir nicht leicht, trug allerdings
dazu bei, dass ich unbewusst bemüht war das richtige Maß einzuhalten .
Dieses Geständnis möchte Sie daran erinnern, dass es in der Gesundheitspflege den
falschen Ehrgeiz geben kann. Deshalb erwähne ich ein drastisches Beispiel: Raucher
meinen oft, dass ihr Körper das verkraftet. Wer gelegentlich raucht, kann sogar recht
haben. Wer jedoch mehr als drei, vier Zigaretten  täglich raucht, spürt momentan  
keine Beschwerden. Diese treten erst nach Jahrzehnten auf.
Die Frau um die 6O Jahre, hatte morgens Raucherhusten und behauptete vehement:
Das ist kein Raucherhusten, sondern ich bin erkältet. Solche Selbsttäuschungen gibt es
in jedem Alter. Deshalb ist es wichtig, sich medizinische Informationen rechtzeitig
anzueignen und zu leben. Die verschiedenen  Raucherkrankheiten sind hinlänglich
bekannt. Aber die generelle körperliche Belastung sollte bei Älteren ausgewogen sein .
Bezogen auf das Thema Rauchen war Anfang 2O15 von einer Studie zu lesen, dass
bei Frauen die rauchen der Lungenkrebs und die Kreislauferkrankungen stark anstiegen
sind. Jeder sollte im Gesundheitsinteresse einsehen, dass vor einigen Jahrzehnten
wenige Frauen rauchten. Plötzlich wollten viele den Männern nacheifern und begannen
zu rauchen. Jeder sollte sich fragen: Warum rauche ich? Und jeder Raucher sollte
sollte einsehen, dass sich die Krankheitssymptome viele Jahre später zeigen können.
Wer dies nicht einsehen will, der kann erleben, dass er etwa ab 5O Jahre Beschwerden
bekommen kann.  Wer im Alter X aufhört zu rauchen, kann hoffen, dass der Körper
die Belastungen nach fünf Jahren abgebaut hat. Aber niemand weiß, wie viel das  
Rauchen dem Körper bereits geschadet hat.
Eine TV- Sendung im März 2O15 - Maischberger - hatte dieses Thema drauf. Es ist dem
Zeitgeist geschuldet. Darin gaben Gäste zu, bis zu 4O Zigaretten täglich geraucht zu
haben, weil sie aber Sport treiben, meinten sie: Das sie genug für ihre Gesundheit tun.  
Eine Dame erwähnte, dass sie mit 32 Jahre einen Herzinfarkt hatte. Es ist nicht
beabsichtigt die Krankheiten zu erörtern. Aber diesen "Raucher" Gästen fehlte eine
selbstkritische Einschätzung ihrer körperlichen Befindlichkeiten.
Wir brauchen  kaum medizinische Kenntnisse, um einzusehen:
Der Körper ist keine Maschine, der drauflos leben kann und wenn nötig wieder repariert
wird. Der Ex-Profi - Fußballer gab  zu wieder zu rauchen. Solche Menschen brauchen
sich weder über ihren "kranken Körper " noch über die Beschwerden wundern.
Wer die Lebenskerze an beiden Enden anzündet, verkürzt wissend das gesunde Leben.
Mitunter hören wir: Er war ...XY Jahre, trotzdem nahm er am Langlauf teil, aber
sein Herz versagte.
KÖRPER - INTELLIGENZ von Dr. Marianne Koch ist ein wichtiges Buch für jeden, der  
den Körper gesundheitlich vernünftig pflegen möchte.
Für die Gesundheitspflege sollte sich jeder an das Wort des Paracelsus erinnern:
Alles kann Gift sein, wenn nicht das richtige Maß eingehalten wird.
Zur Gesundheitspflege gehört insbesondere, dass man - jeder - maßvoll zusätzliche
Medizin einnimmt. Der Hinweis wurde notwendig, weil ich las, dass viele Deutsche
im Internet häufig viele Pillen aus fremden Ländern bestellen. Es  sollte jedoch
allen bewusst sein, dass die Medikamentenkontrolle in etlichen Ländern nicht so
groß ist, wie bei uns. Die Länder werden nicht genannt, weil sachliche Angaben
gegeben werden. Medizin, die der Körper nicht braucht und evtl. Schadstoffe enthalten
können, beeinträchtigen möglicherweise unseren Alterungsprozess, ohne dass dies
messbar oder erkennbar ist.

VOR DEM ARZTBESUCH.

Folgendes möchte auf das Verhalten hinweisen, falls ein Arztbesuch erforderlich ist .
Bei akuten Beschwerden, kann jeder die Symptome  nennen. Aber wie ist es, wenn
unterschiedliche Beschwerden vorliegen? Konkret: Für einen Moment sollte sich jeder
in die Situation des Arztes versetzen. Wenn dieser etliche Beschwerden einordnen soll,
dann muss er erst einmal - innerlich - fragen: Was fehlt diesem Patienten wirklich?
Insofern ist es im eigenen Interesse hilfreich die akuten oder länger vorliegenden
Symptome vor dem Arztbesuch aufzulisten. Es ist bekannt, dass sich die meisten Ärzte
nicht die Zeit nehmen, lange Gespräche zu führen. Kann man nämlich dem Arzt die  
Beschwerden kaum angeben, könnte es zu Fehldiagnosen kommen, weil der Arzt aus  
zu langen Angaben selbst eine Diagnose erstellt. Jeder weiß, dass nicht sämtliche
Symptome durch Untersuchungen erkannt werden können . Meine kurzen  Angaben
wurden durch TV - Berichte bestätigt, dass nämlich die Ratsuchenden ungenaue
Beschreibungen ihrer Befindlichkeiten machen. Es soll vor eigenen Diagnosen gewarnt
werden, die zunehmen, weil sich zu viele erst im Internet kundig machen. Daraus
können ebenfalls Fehleinschätzungen zustande kommen.

LEISTUNG.

Sicher beobachteten Sie, dass Leistung häufig mit TV-Bekanntheit verwechselt wird?
Die Millionen, die mit ihrer Leistung die Gesellschaft aufbauen und dafür sorgen, dass   
die Räder bis ins Kleinste laufen, werden selten erwähnt. Dies liegt mit daran, dass   
die veröffentlichten Meinungen von den Medien beherrscht werden. Das bedeutet,    
deren Blickwinkel wird als richtig hingenommen. Jeder sollte sich bewusst machen,   
welche persönliche und berufliche Leistung er vorlegen kann. Unsere Gesellschaft
funktioniert, weil die Stillen landauf, landab ihre Leistungen erbringen, ohne dafür  
wirklich anerkannt zu werden. Es ist schwer im Alter zu hören: Nun haste ausgedient.
Wo bleiben die Erfahrungen  und das Wissen? Diese Fragen sollte sich die Gesellschaft
stellen. Es bleibt wichtig die Älteren in die Lebenswirklichkeit einzubeziehen. Je älter
wir werden dürfen, um so wichtiger bleibt es, die Leistung Älterer zu nutzen.
In meinen Themen gebe ich meine geistige Leistung weiter und ermutige jeden, die
eigene Leistung zu sehen und vor Ort in kleinen Kreisen einzubringen.
Im übrigen ist jede Leistung gemeint, die der Einzelne erbringt und erbringen kann.
Haben Sie bereits verinnerlicht, dass der Begriff Leistung ein geistiges Axiom ist? Das
bedeutet für den Alltag: Jeder darf Leistung so deuten und bewerten, wie er es für
nützlich ansieht. Falls Ihnen das Argument fremd ist, dann nutzen Sie meine Infos zur
konstruktiven geistigen Auseinandersetzung.

ALTERSDEPRESSIONEN?

Ein Pressebericht erläuterte, dass Ältere oft in eine schleichende Depression geraten.
Mitunter würde diese nicht erkannt. In den Argumenten über deren Ursachen wird
erwähnt, dass viele Ältere eine Leere spüren. Z.B. Nicht mehr gebraucht zu werden.
Keine Aufgabe zu haben. Helen Keller, die taubblinde US -Autorin hat  vor 1OO Jahren
das Essay " Optimismus " verfasst. Sie  schildert, dass nur der Optimist die Zukunft
gestaltet. Der Pessimist blicke zu sehr zurück und sähe bloß die negativen Aspekte.  
Sie sähe keinen Grund pessimistisch  zu sein und trage folglich dazu bei, dass die  
amerikanische Mentalität auf die Zukunft gerichtet bleibt. Damit ist klar, dass dieses
Thema zeitlos bleibt, weil sich jeder diesen Optimismus erarbeiten kann. Insofern kann
jeder diesen geistigen Impuls nutzen und für sich festigen. Eine medizinisch bestätigte
Altersdepression ist zu behandeln. Allerdings vermute ich, dass sie nicht so oft vorliegt
als angenommen.

ÜBER DIE VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT.

Haben Sie sich schon darüber gewundert, dass häufig von sportlichen Höchstleistungen
und Extremsportlern berichtet wird?  Jeder möchte einmal öffentlich anerkannt werden.
Andere sollen erfahren, dass ihm sportlich etwas gelungen ist, was bisher kaum einer
schaffte. Andererseits wissen wir: Zu jeder sportlichen Leistung muss Körper und Geist
passen. Basketballer unter 1,8O m Größe sind zu klein. Weil dies so ist, verlagern nicht  
wenige ihren Ehrgeiz. Ein Extrem: Fast jeder kann Autofahren. Aber besonders schnell  
fahren ist ein Nervenkitzel. Jeder, der zu schnell unterwegs ist, übersieht, dass das
Gebot der Verhältnismäßigkeit für jeden lebenswichtig ist. Angepasst fahren ist sicherer  
und wendet die Verhältnismäßigkeit an. Nur was ich ständig übe, führt dazu, dass es
selbstverständlich umgesetzt wird. Dies ist unverzichtbar für die mentale Beziehung im
Alltag. Verschiedene Unfälle mit Getöteten veranlassen mich, das zu erwähnen.
Der Begriff der Verhältnismäßigkeit ist auf viele Vorgänge übertragbar.
Jeder denke für einen Moment an diejenigen, die zu schnell fuhren und nach einem
verursachten Unfall überlebten und andere getötet wurden. Dieses lebenslange
Schuldgefühl ist beinahe unerträglich.
Aber jeder weiß, wie oft wir unverhältnismäßig reagieren. Dies zu reduzieren
ist ein wichtiger Baustein dafür im Alltag harmonischer zu leben.

SPRÜCHE.

Es gibt Sprüche, die inhaltlich unsachlich sind. Ich nenne mal: Man ist so alt wie man
sich fühlt. Im TV sagte ein Mitsechziger: Ich fühle mich wie Anfang 2O. Diese falsche
Selbsteinschätzung sollte jeder vermeiden, selbst wenn er sich mit über sechzig
gesundheitlich topfit fühlt. Es gibt Veränderungen, die niemand ignorieren kann.
Wir wissen: Etliche Sportarten können nur bis zu Alter X in Höchstleistung betrieben
werden. Jeder sollte diese für sich aufzählen.
Zu den Sprüchen, die bezogen auf ein vernünftiges Älterwerden hinterfragt werden
sollten gehört. "Ich kann mir den Tag einteilen wie ich möchte." Einerseits wissen wir,
dass wir in Schule und Beruf pünktlich sein müssen, andererseits meinen viele:
Am Wochenende und im Urlaub mache ich zeitlich, wie es mir gefällt.
Natürlich ist es teilweise nicht falsch und kann zur Entspannung dienen. Es bleibt
jedoch diesbezüglich wichtig, dass diese Meinung übertrieben werden kann und
gesundheitlich zu kritisieren ist.
Konkret meine ich: Für unser Wohlbefinden und das natürliche Lebensgefühl bleibt es  
wichtig, dass der Tag strukturiert bleiben sollte. Dazu gehören normale Aufstehzeiten
und regelmäßige Mahlzeiten und Zeiten für die Familie.
In der Freizeit sollte Zeit zum Lesen vorhanden sein. "Sage mir, was du liest und ich
sage dir, wer du bist", meinte Dostojewski. Dieser Spruch gilt weiterhin.
"Sage mir, was du isst und ich sage dir, wer du bist", ist gesundheitlich zu befolgen.

DOPING

Vielleicht fragen Sie sich: Was hat Doping mit dem Alter zu tun?
Sehr viel, kann ich antworten. Beachten Sie bitte, dass niemand weiß, was ständiges
Dopen in der Langzeitwirkung bedeutet. Inzwischen wurden die schlimmen
Veränderungen von Süchtigen gezeigt. Sucht ist ein Doping auf das der Einzelne
nicht verzichten möchte. Sportler, die sich dopen, meinen: Ich will nur meine
Leistung verbessern. Wird ein messbare Erfolg erzielt, machen die meisten weiter.
Ertappte Sportler werden zeitweilig gesperrt. Aber was richtet das in ihrem Körper an?
Als junger Mann hatte ich eine starke Grippe. Bei Dienstbeginn sagte ich zum
verantwortlichen Stationsbruder: " Ich  schaffe den Nachtdienst heute nicht."
Lächelnd sagte er: "Ich gebe Ihnen eine Pille, da wird es schon klappen."
Ich nahm sie ohne nachzufragen. Nach ca. einer halben Stunde war die Erkältung wie
weggeblasen. In der Morgenzeit spürte ich plötzlich eine Fahrigkeit, die sich darin
zeigte, dass ich dem "Pillengeber" sagen musste: " Ich bin so unruhig, dass ich den
Nachtbericht nicht schreiben kann." Wieder lächelte er und ich fragte nach der Pille.
"Es war E..., aber die kriegten Sie ja nur gestern." Ich war so unbedarft, dass ich nicht
nachforschte. An diese Erfahrung erinnere ich mich laufend, wenn ich Dopingberichte
lese oder höre. Ich ahnte also nicht, dass dies E.. süchtig machen kann. Folglich habe
ich mich nicht erkundigt, wo es dieses Mittel gibt. An  Süchtigen und Dopingsündern
sieht man jedoch, dass die Betreffenden viel unternehmen, um an solche Mittel zu
kommen. Deshalb sage ich: Der Süchtige sucht Mittel, die ihn süchtig machen.
Insofern werden wir selten erfahren, wie früh die Süchtigen altern.  
Aktuelles: Leistungssteigernde Mittel wurden von der Sportlerin S. über Jahre
freiwillig eingenommen. Nun wurde das Mittel als Doping eingesetzt mit der eben
erwähnten Begründung. Zeitgleich erfuhr ich von einer Studie die beinhaltet, dass
zwei Millionen Fitness- Studio- Besucher Dopingmittel einnehmen. Wer dazu gehört,
sollte sich im gesundheitlichen Interesse fragen: Muss das sein. Irgendwann reagiert
der Körper und der Betreffende fragt nach der Ursache. Kurzsichtig und zynisch ist für
mich die politische Meinung: Dopingmittel im gewissen Umfang freizugeben.
Niemand kann beurteilen, was dies für gesellschaftliche Folgen hat. Diesbezüglich sind
die freien Suchtmittel Alkohol und Zigaretten beispielhaft. Jeder weiß, dass Verbote
oft das Gegenteil bewirken, so dass jeder im eigenen gesundheitlichen Interesse sehen
sollte, wie hoch diesbezüglich der Konsum ist. Es ist jedoch bekannt, aber Betroffene
wollen das selbst nicht wahrhaben: Der Zigarettenkonsum wird erst nach Jahrzehnten
gesundheitlich ein Problem. Deshalb möchte die Zigarettenindustrie kein Verbot für die
Werbung. Vergleichbares gilt für den Alkoholgenuss. Abends ein oder zwei Glas
Rotwein können gesund sein, wie es heißt. Ein Glas Bier kann gelegentlich die Nieren
zum Entwässern anregen. Aber es gilt das richtige Maß einzuhalten. Süchtige sind dazu
nicht mehr in der Lage.
 
ÜBER EINE UNTERFORDERUNG

Ein Bericht erläuterte, dass Ältere durch Unterforderung krank werden können.
Es wird angegeben, was ich vermitteln möchte, dass jeder rechtzeitig vorsorgt im
im Alter eine Aufgabe ausüben zu können. Dazu gehört, dass man sich geistig fit hält.
Das beginnt damit, dass der Tag strukturiert bleibt. Nämlich morgens zur gleichen Zeit
aufstehen und den Tag pauschal planen. Es wurde erwähnt, dass Einzelne als dement
eingestuft werden können, weil deren Verhalten ursächlich nicht erkannt wird.
In der Beziehung zwischen jung und alt kann es deshalb zu Spannungen kommen,
weil Jüngere Älteren dies und jenes abnehmen wollen. Die Gefahr der schleichenden
Entmündigung sollte nicht unterschätzt werden. So gesehen kann mitunter Hilfe zu
früh einsetzen. Vielleicht liegt es auch an der Ungeduld Jüngerer dies oder jenes sofort
und schneller zu erledigen.
Ältere können ihre Selbständigkeit verlieren und werden immer unsicherer.
Den Zeitpunkt der Abhängigkeit von Jüngeren sollte verzögert werden. Es kommt ein
unbekanntes Phänomen hinzu über das öffentlich kaum geredet wird. Dieses bedeutet:
Jüngere meinen ihre Meinung Älteren überstülpen zu können. Dabei können sie sich
zu Totschlagsargumenten hinreißen lassen. Diese lauten generell: Jetzt ist alles anders.
Ob dies bewusst oder unbewusst geschieht, bleibt für die Beziehung fast unwichtig.
Ein wichtiger Grund dafür ist, dass Jüngere sich oft nicht die Zeit nehmen hinzuhören.
Wer zu wenig aktiv ist, wird schnell unabsichtlich älter als er sein möchte.

GOETHE UND DAS ALTER:

In der bemerkenswerten Goethe - Biographie von Prof. R.Safranski las ich zeitlose
Meinungen zu diesem Thema. Wiederholt sagte Goethe inhaltlich und verhielt sich  
entsprechend: Ich will neugierig bleiben. - So erkläre ich es, dass er bis kurz vor
seinem Tod geistig fit war. Diesbezüglich gibt es jedoch auch dessen dunkle Seite.
Er war um die 7O Jahre als er zugab: "Ich spüre das Alter" und meinte damit die  
körperlichen Beschwerden. Es wird vielen unbekannt sein:
Goethe kann  als Frauenheld bezeichnet werden.Er lebte danach in jüngeren Jahren
ziemlich machohaft. Mir war dies so deutlich nicht bewusst. Einzelheiten sind wenig
bekannt, aber insgesamt hat er sich viel zugemutet.
Einige Krankheiten hatte er durchgestanden und danach wieder gelebt als wäre
er topfit. Daraus folgt, viele leben heute noch so: Grob skizziert meint man, dass in  
jungen Jahren  vieles zu verkraften ist.Selbstverständlich ist das teilweise richtig.  
Aber niemand kann mit seiner Kraft dauernd bis ans Limit gehen. Dies sollte jeder für  
sein körperliches Altern ernsthaft berücksichtigen.
Wie oft fragten Sie sich nach einer Krankheit: Kann ich so weiterleben wie bisher?
Dessen ungeachtet, muss Goethe körperlich sehr robust gewesen sein, weil er über
82 Jahre alt wurde. Sein Sohn war einige Jahre vorher gestorben. Es wird vermutet,
dass er Alkoholiker war und im Grunde die Rolle als Sohn eines berühmten Vaters
nicht verkraftet hat.
Goethe war bereits mit 3O Jahren wegen seiner genialen Dichtkunst im deutschen
Bildungsbürgertum berühmt. Die übrigen Forschungen gaben ihm des Ruf des
Universalgenies . So sah er sich wohl selbst .
Ist Ihnen bekannt, dass die letzten Artikel im Faust darauf hindeuten, dass sich der
Dichter poetisch mit dem Tod auseinandergesetzt hat? Einzelheiten führen zu weit.
Deshalb notiere ich den letzten Vers, der nur von einem Älteren gedichtet werden
konnte. Als Jüngerer kannte er diese mythologische Sicht kaum.
                              Alles Vergängliche
                              Ist nur ein Gleichnis;
                              Das Unzulängliche
                              Hier wird`s Ereignis;
                              Das Unbeschreibliche,
                              Hier ist`s getan;
                              Das Ewigweibliche
                              zieht uns hinan.
                           
Damit möchte ich andeuten: Jeder sollte rechtzeitig, gelassener und täglich etwas Zeit
für ein gesünderes altern einsetzen. Sie besitzen die Chance heute zu beginnen.  

GLÜCK

Auf den ersten Blick hat Glück nichts mit dem Älterwerden gemeinsam.
Trotzdem sollte sich jeder ein paar Minuten Zeit nehmen, um festzustellen,
was er unter Glück versteht. Vor vielen Jahren textete ich:
GLÜCK IST EIN SCHWER ZU ERRINGENDES GEISTIGES WOHLBEFINDEN,
WELCHES SCHNELL WIEDER VERLOREN GEHEN KANN!
Inhaltlich bleibt der Spruch richtig. Aber -  ganze Bücher wurden und werden über
das Glück geschrieben. Haben Sie schon registriert, dass Glück zu den geistigen
Axiomen gehört? Diese nicht beweisbaren Leitbegriffe werden unzählige Male von
jedem nach seinem Empfinden gesehen oder erläutert. Seit Jahrzehnten gibt es
sogar eine Glücksforschung. Diese kann inhaltlich nichts weiter erkunden als das,
was Sie nachfolgend lesen. Lernen Sie den Augenblick genießen. Wenn Ihnen das
gelingt können Sie sich glücklich schätzen. Fürs Älterwerden ist es unverzichtbar, die
kleinen täglichen Freuden als Glück zu empfinden. Ich kann von Glück reden, dass
nach der Polio nur diese leichte Gehbehinderung blieb. Es leben auch bei uns noch
viele Poliokranke, die schlimme körperliche Lähmungen zu erdulden haben.
Folgendes weiß jeder, aber mitunter sollten wir es uns  bewusster machen.
Bezogen auf das Glück oder das Glücklichsein, gibt es nur zwei Menschengruppen.
Gemeint sind die Optimisten und Pessimisten. Letztere sind fast unfähig glücklich
zu sein, weil sie das bekannte Haar in der Suppe finden. Ich sage zwar, jeder kann
sich angewöhnen mit mehr Optimismus, also glückerweise durchs Leben zu gehen.
Dies ist jedoch eine geistige Leistung, die erarbeitet werden muss. Es hilft nichts sich
mit XYZ zu vergleichen, dabei finden wir immer diejenigen, die besser dran sind
als man selbst. Beispiel: Nur einer, eine kann KanzlerIn alle paar Jahre werden.
Schwere Schicksale können auch als Prüfung gesehen werden. Überwiegend ist das
nur den Optimisten möglich. Motto: Das muss doch einen Sinn haben.
So gesehen beinhaltet ein zufriedenes Leben das glückliches Leben, dass unweigerlich
dazu beiträgt, damit der Einzelne gesünder und lebensfroher älter wird.
Erinnern Sie sich an das Bild vom halbleeren oder halbvollen Glas und Sie wissen, zu
welcher Gruppe Sie gehören.  

TESTEN SIE SICH!

Die Argumente sollten Sie ernst nehmen, aber humorvoll lesen.
Dr.Nehls behauptet: "Alzheimer ist heilbar", wenn Betreffende rechtzeitig spüren,
dass sie etwas für ihr Gedächtnis usw. tun müssen. Ich sage mit einem
Augenzwinkern: Kennen Sie Ihre geistige Situation? Verkürzt: Wir bekommen alle
einen IQ mit, der selten getestet wird. Durch Beruf und andere geistigen
Interessen bauen wir unser Wissen, wegen mir sagen Sie: Bildung, aus. Haben
Sie sich schon beobachtet? Dr. Dahlke, der Lebensberatungsbücher verfasst,
behauptet: Dass viele ab etwa dem 4O. Lebensjahr zu wenig geistige Interessen
haben. Viele meinen es reicht, wenn sie erfolgreich im Job funktionieren. Sie
sollten aber nicht ignorieren, was die Absicht dieses Essays ist, dass unsere grauen
Zellen nur in den Regionen aktiv bleiben, die auch gebraucht werden.
Unsere Intelligenz benötigt folglich vielfältige Aufgaben um gesund und aktiv zu
bleiben. Ein faires Beispiel: Jeder weiß, dass wir schlecht beraten sind, wenn wir uns
einseitig ernähren. Insofern sollten Sie sich testen, ob Sie meinen, dass Ihre grauen
Zellen unterschiedlich auf verschiedenen Fachgebieten arbeiten dürfen.
Mir ist bekannt, dass es verschiedene Empfehlungen gibt. Die Einen sagen: Tanzen
Sie, damit Sie geistig mobil bleiben. Andere sagen: Musik hält geistig fit. Ich antworte:
Natürlich ist das eine, wie das andere nicht falsch. Aber es sind einseitige geistige
Impulse. Beschäftigen Sie sich unbedingt mit einem Gebiet, welches Ihnen nicht so
leicht fällt. Meine Überzeugung meint alle Berufe: Ein Arzt kann sich zu sehr auf die
Medizin konzentrieren und so fort. Legen Sie die Überzeugung ab: Mein Wissen reicht
bis ich 8O Jahre bin. Dazu gehört ein bisschen Demut. Aber für die geistige Gesundheit
sollten Sie das schaffen. Denken Sie an Sokrates: " Ich weiß, dass ich nichts
weiß." Damit ist die Bescheidenheit gemeint im positiven Sinn neugierig zu bleiben.  

GESCHICHTLICHES.

Jeder kennt den Spruch: "Unser Leben währet 7O Jahre..."   Die Statistiker sagen der
Öffentlichkeit wie lange wir leben können. Wir sollten für uns selbst berücksichtigen,
dass diese mittlere Lebenserwartung wenig über die Zeit unseres eigenen Lebens
aussagt. Diese kennt niemand. Neben den genetischen Faktoren, bleibt es jedoch
unverzichtbar, dass jeder rechtzeitig daran arbeitet, die Lebensqualität möglichst lange
zu erhalten. Der Bibelspruch wurde in einer Zeit verfasst, die nichts von unserem
medizinischen Fortschritt wissen konnte. Inzwischen gibt es 4O OOO  1OOjährige
allein in Deutschland. Weltweit gibt es Gegenden wo viele zufriedene Ältere leben.
Selbstverständlich ist ein langes Leben oft sehr belastend. Aber ebenso weiß niemand,
wie viel er tun muss, um zufriedenstellend zu altern. Insofern bleibt es eine Hypothese,
aber für die eigene Gesundheit eine wichtige Aufgabe, dass jeder darum bemüht sein
sollte, maßvoll zu leben. Dies ist und bleibt die Messlatte dafür wie unser Körper,  
sowie Geist und Seele altern.
Sie sind eingeladen  Ihre Meinung zu diesem Thema zu äußern. Ihr Beitrag könnte
anderen Mitmenschen helfen sich im Alltag sicherer zu verhalten.
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Hubert Laufer

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