LAUFER ´S DENKSCHULE

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LAUFER ´S DENKSCHULE

Beitrag  Hubert Laufer am Sa Aug 20, 2016 10:22 am

EINFÜHRUNG.

Alle bisherigen Themen auf meiner HP und im Forum versuchen ansatzweise auf
meine Konzeption hinzuweisen. Nun werde ich mich konkret äußern. Es ist weiterhin
beabsichtigt einen Dialog aufzubauen. PRAKTISCHER RELATIONISMUS lautet die
Alltagsphilosophie, die ich seit langem vertrete und in meinem Hauptwerk
DAS WIRKLICHKEITSPRINZIP - Über das System der Beziehungen, ausführlich erörtere.
Ich sage auch: Wir leben in einer narzisstischen Gesellschaft. Im Folgenden werden
folglich sämtliche Schritte genau erläutert. Der zentrale Satz meiner Überzeugung
lautet: " ICH LEBE IN DER BEZIEHUNG,  ohne Beziehung ist Leben nicht möglich.
Das christliche Denken geht davon aus, dass jeder einzigartig ist. Diese Meinung
akzeptiere ich. Allerdings wissen wir, dass wir als soziales Wesen unterschiedlich
geboren werden und aufwachsen. Denkschule heißt folglich: Sie sollen erfahren wie
die konstruktive Konzeption entstanden ist. Diese Hinweise möchten andeuten, dass
Sie sofort privat und beruflich Fragen stellen können. In der Antwort erwähne ich,
worin meine eigene Aussage besteht. Möglich, dass Sie sagen: Es ist alles gedacht und:
Wir haben ein umfassendes Bildungssystem, das alles berücksichtigt. Ich antworte:
Mir ist das bekannt, aber gerade in diesem Punkt liegt das Problem. Ab der Pubertät
werden wir mehr oder weniger bewusst für ein berufliches Ziel vorbereitet.
Pauschal wird diese Lebensphase von vielen Fragen und einem Suchen nach Antworten
begleitet. Die meisten schaffen aufgrund verschiedener Voraussetzungen vernünftige
Antworten zu finden und auch einen sinnvollen Lebensweg zu beginnen.
Meine Hinweise können den einen bestärken, aber auch fragen lassen: Wie siehst du
das denn? Ich vertrete folglich Gedanken, die vor jedem und für jedes Studium, aber
auch Berufsausbildung wichtig sein können. Die pauschale Überzeugung lautet nämlich:
Im täglichen Umgang und auch im gesamten Bildungskomplex wird unser unbewusste
Charakter nicht genügend beachtet. Dies kann jeder beobachten, wenn er bereit ist,
ohne rosarote Brille, das eigene Verhalten und das anderer zu beurteilen.
Die politisch gewollte Philosophie des INDIVIDUALISMUS verleitet uns ab der Pubertät
zu einer unkritischen Verhaltensweise, die im überzogenen Egoismus ausgedrückt wird.
Wer die Selbstkritik verliert, dass andere auch so denken- können, kann intolerant
werden. Darin sind die meisten unserer zwischenmenschlichen Konflikte beheimatet.

INDIVIDUALISMUS

Wer sich mit der geistigen Situation des Alltags sachlich und distanziert auseinandersetzt,
wird einsehen, dass diese Philosophie zum Egoismus verleitet. Es wird nicht bestritten,
dass jeder eine Portion Egoismus benötigt, um den eigenen Weg zu finden und das
Selbstwertgefühl zu stärken. In der Pubertät sollte jedoch die Beziehung zu anderen
genaue Regeln beachten. Dazu gehört die Einsicht: Ohne andere Menschen bin ich nicht
lebensfähig. Wer meint und ich sage: Zu viele möchten so leben, dass andere erkennen
müssen, wie wichtig man ist, der beginnt in der Selbstliebe zu verharren.
Zu viele Bücher beinhalten, dass das Ich gestärkt werden soll. Würde das die Mehrheit
befolgen, hätten wir ein ständiges Ringen untereinander, um die richtige Meinung und
die private , wie berufliche Macht.
Es ist wichtig festzuhalten, dass mir das Gen fehlte mich zu zanken oder körperlich mit
anderen zu messen. Es fiel mir schwer einzusehen, dass andere - beginnend bei den
Gleichaltrigen- das als Schwäche auslegen. Ich fragte mich, was haben die für
einen Spaß daran mich zu ärgern. Inzwischen ist die Erwartungshaltung bei vielen so
groß. Heranwachsende fordern - meistens von Erwachsenen - Ich will das oder jenes.
Es fehlt die Empathie sich vorzustellen, dass nicht alles umsetzbar ist. Dieses Verhalten
hat natürliche Ursachen, momentan soll erwähnt werden, dass der allgemeine Wohlstand
das egoistische Verhalten stärkt. Motto: Alles ist machbar, wenn ich es nur will.
Bis zu einem gewissen Grad ist das selbstverständlich vertretbar. Aber wann beginnt der
überzogene Egoismus? Weitgehend in dem Augenblick, in dem ich stets den eigenen
Willen durchsetzen möchte, ohne zu fragen: Ist das auch richtig?
Mein Denken wurde nur möglich, weil ich Niederlagen konstruktiv umsetzen konnte.
Die zentralen Aussagen werden nirgendwo gelehrt, sondern sind nur bei mir zu lesen.
Ich sage:Unser Bildungssystem fördert den Egoismus, obwohl wir das Wir- Bewusstsein
benötigen. Mein Lebensweg ist von Intuition, Fügung, besonderer Begabung und vom
Schicksal geprägt und hat mir dadurch eine erweiterte Weltsicht ermöglichte.  
Zur Denkschulung gehört der Hinweis, dass zu viele etwa ab der Pubertät eine eigene
Lebenssicht für gültig halten. Jeder sollte sich einige Gründe dafür klarmachen.
Je nach der beruflichen Situation wird die eigne Perspektive für richtig angesehen.
Ich wähle ein allgemeines Beispiel: In privaten Vorgänge - egal welcher Art - erhalten
die Betroffenen fast von allen nahestehenden Menschen, die davon erfahren, Tipps,
Ratschläge und Belehrungen. In der Analyse zeigt sich dass kaum gefragt wird:
Braucht der Betroffene meine Hinweise? Z.B., weil er diesbezüglich genug eigne
Erfahrungen besitzt.
Der Individualismus führt folglich bewusst oder unbewusst zu einer selbstgenügsamen
Lebens-und Weltsicht. Wissen das unsere Bildungspolitiker? Ich sage: Gefühlsmäßig
schon, aber es werden keine wirklichen Konsequenzen daraus gezogen. Zunächst kann
nur eine pauschale Angabe gemacht werden, die übertragbar ist. Dazu gehört in allen
bekannte Demokratien wird nicht genügend praktische, politische Bildung betrieben.
Damit wird angedeutet, dass vielen nicht bewusst ist, wie Demokratie im Alltag abläuft.
Dabei erinnere ich an die Kandidatenaufstellung, die durch persönliche und berufliche
Beziehungen abläuft und keiner scheint sich daran zu stören. Dass dieses System zur
Minderheiten Herrschaft führt wird mehrheitlich nicht wahrgenommen. Die allgemeine
politische Unzufriedenheit ist das Ergebnis dieser einseitigen Auswahl. Betrachten Sie,
dass manche Berufe kaum in den politischen Vertretungen auftauchen. Es kann auch
an den wenigen plebiszitären Instrumenten nachvollzogen werden, dass sich die
etablierten Parteien heftig dagegen aussprechen, weil sie fürchten Macht zu verlieren.
In der Schweiz funktioniert dieses Prinzip weitgehend, weil das Land überschaubar ist.
Nicht allein Deutschland ist eine Massengesellschaft in der sich die unterschiedlichen
gesellschaftlichen Gruppen Machtpositionen aufgebaut haben, die von der Politik, gleich
welcher Farbe hingenommen werden. Dass dies wiederum einer gesunden Demokratie
schadet wird tabuisiert.
EINIGE HINTERGRÜNDE

Jeder, der unser Bildungssystem nutzen konnte, weiß, dass mit der Aufklärung ein
neuer humanistischer Blickwinkel die Zivilisation bereicherte. Es ist jedoch festzuhalten,
dass uns überwiegend Dichter und Denker beeinflussten, die oft kaum existenzielle
Sorgen kannten. Beispielhaft nenne ich Goethe und Schopenhauer. Beide waren sehr
jung davon überzeugt, dass sie nicht nur etwas mitzuteilen haben, sondern auch, dass
andere für sie lediglich unvermeidbare Dienste leisten mussten. Eine genaue Biographie
über W. Goethe - von Prof. Safranski, machte mir bewusst, dass er nicht daran
zweifelte, dass der Absolutismus die natürliche Regierungsform ist. Es ist zudem
rührend zu lesen, dass er zeitlebens seinem Herzog den Respekt zollte, der damals
üblich war. Eine Anekdote macht den Unterschied deutlich. Goethe soll sich bei einem
Treffen mit einem Fürsten verbeugt haben, während Beethoven diesen bloß begrüßte.
Goethe soll Beethoven deshalb angesprochen haben. Worauf dieser antwortete: Ich
bin Beethoven, warum soll ich mich vor diesem Mann verbeugen?
Das Volk der Dichter Denker wurde Deutschland lange Zeit genannt, weil überwiegend
im 17. bis 19. Jahrhundert sehr viele Genies lebten, die unser Denken und damit unsere
Sprache bereicherten.
In der gegenwärtigen Zivilisation werden diese Impulse absolut gesetzt. Deshalb kann
ich sagen: Unsere Bildungssystem ist vom absolutistischen Denken geprägt, ohne dass
dies erkannt wird.
Sagen Sie aber, dass weiß doch jeder, der sich geisteswissenschaftlich auskennt. Dann
kann ich antworten: Damit wäre doch bewiesen, dass unser Bildungssystem wichtige
Einsichten der Mehrheit vorenthält, die Politiker gern den Souverän nennen.
In meinen Argumenten gehe ich davon aus, dass meine Überzeugung zutrifft. Daraus
folgt, weil durch das Studium lediglich die vorhandenen Wissenschaften gelehrt werden,
wurden die allgemeinen Beziehungen der Menschen privat und im Beruf nicht als
System erkannt. Wann ist eine Wissenschaft erkannt? Überwiegend dann, wenn sich
Spezialisten auf das System der fachlichen Ordnung verständigen können.
Wer sich intensiv mit meinen Begriffen und Ausführungen befasst wird erkennen, dass
darin eine gedankliche Ordnung enthalten ist, die exakt einer wissenschaftlichen
Untersuchung gleicht.
Die Bildungspolitik orientiert sich an dem aktuell verwertbaren Wissen. Sie sehen dies
an der Absicht schnellere Studiengänge einzusetzen und als unverzichtbar darzustellen.
Wer studiert muss diese Vorgaben akzeptieren. Kaum ein Student wird einsehen, dass
das materialistische Menschenbild umgesetzt wird. Motto: Studiere schneller, damit du
bald für die Gesellschaft nützlich bist. Nach dem Gesetz der großen Zahl scheint das
logisch und zu funktionieren, weil das veröffentliche Denken fast alle Probleme dem
Einzelnen aufbürdet. Muster: Du bist Schuld; deine Intelligenz reicht nicht aus. Ein
symptomatisches Beispiel ist das verkürzte Abitur, das die Politik vorgab, ohne die
Proteste dagegen ernst zu nehmen. Ob es beibehalten wird, ist momentan nicht zu
beurteilen.
Es wird weder im Bildungssystem erörtert noch in der öffentlichen Meinung erwähnt,
dass bis ins 2O. Jahrhundert nur diejenigen studieren konnten, deren Eltern genug
Geld besaßen, damit die Kinder an die Unis gehen konnten. In Deutschland war dies
nach 1949 auch noch der Fall. Die heutige Studentenschwemme änderte nichts an
meinem Thema. Konkret und vereinfacht lautet meine Kritik: Abi ist Zwang. Wer
studiert wählt das Gebiet XYZ aus. Wo bleibt das Studium des Menschlichen allzu
Menschlichen. Es wird unter dem Deckmantel der Freiheit als Nebensache erklärt.
Näheres in "Geheimnisse der Demokratie".  

NATURWISSENSCHAFTEN.

Die gegenwärtigen Industriestaaten konnten zweifellos die Wirtschaft so ausbauen,
dass die Mehrheit davon profitiert. In der Analyse sehen wir, dass dies dem enormen
Wachstum der Naturwissenschaften zu verdanken ist. Diese Erfolge führten jedoch
dazu, dass der menschliche Aspekt des Alltags verharmlost wurde und wird. Dies kann
man am einfachsten an großen Leistungen nachvollziehen.
Leonardo da Vinci gehört zu jenen Universalgenies, die einige technische Entwicklungen
begannen oder selbst entworfen haben. Beispielhaft erwähne ich den Versuch ein Flug-
gerät zu bauen. Aber das allgemeine Bewusstsein war nicht soweit, dass diese Erfindung
von anderen weiter entwickelt wurde. Erst Lilienthal gelang es ein von Menschen zu
benutzendes Flugzeug zu entwickeln. Die rasante Entwicklung der Flugzeugindustrie
macht deutlich, dass vorrangig die Regierungen daran interessiert waren, diese
Fluggeräte auszubauen. Inzwischen ist die Technik nicht allein in diesem Sektor soweit
fortgeschritten, dass wir kaum noch den Überblick haben. Seit langem kennt dieser
Erfolg kaum noch Grenzen. Größte Flugzeuge, größte Schiffe, unglaubliche Waffen usf.
Nun sage ich: Plötzlich wird die menschliche Gefahr übersehen. Insgesamt möchte ich
die positiven Faktoren herausstellen, so dass  ich mich darauf beschränke auf Folgendes
hinzuweisen. So genannte Kreuzfahrschiffe können inzwischen bis zu 6OOO Passagiere
aufnehmen. Obwohl alle die Gefahr der Größe kennen, verdrängen alle Verantwortlichen
die möglichen Probleme. Vergleichbares gilt bei Flugzeugen. Dieser Gigantismus kann
mittel- und langfristig unvorstellbare Konflikte mit sich bringen.
Eine Begrenzung dieser Größen würde auch mögliche Probleme reduzieren. Nun heißt
es: Der Wettbewerb zwingt die Konkurrenten dazu immer größere und schnellere
Transportmittel zu bauen. Dabei ist der Wettbewerb ein geistiges Axiom und kann somit
lediglich durch einen gesetzlichen Rahmen gesteuert werden.

Die naturwissenschaftlich entwickelten Geräte  haben auch den Alltag aller erreicht und
verändert. Wir reden von der Smartphone- Generation und meinen: Das ist Fortschritt.
Welche Nachteile diese Entwicklung mit sich bringt, hören wir an dem rapide Anwachsen
der Süchte. Jeder sollte sich fragen: Begrenze ich den Gebrauch? Unverzichtbar bleibt,
dass jeder selbstkritisch genug bleibt, weil es um die körperliche und geistige Gesundheit
geht.

HIRNFORSCHUNG.

Wir sollten die Kenntnis der Hirnforschung ernst nehmen, die beinhaltet: Unser Hirn ist
ein Muskel. Es ist belegt, dass die Regionen angeregt und bestärkt werden, die  unser
Handeln aktivieren. Allgemein ist die Meinung bekannt: Treibe Sport und du tust
etwas für die Gesundheit. Insgesamt verlassen sich zu viele darauf, dass das ausreicht.
Tatsächlich werden die Regionen unseres Gehirns gefordert, die für die Bewegung
zuständig sind. Verschiedene Ärzte und Hirnforscher haben bestätigt, dass zu viele
Menschen nicht genügend für ihre geistige Aktivität tun. Verkürzt meinen viele: Ich habe
die Intelligenz, die fürs Leben reicht. In anderen Themen habe ich meine Überzeugung
bereits erwähnt, so dass ich lediglich ergänzend erwähne: Mindestens eine Stunde täglich
sollte eine geistige Leistung eingeplant werden. Dazu gehören: Emotionen aufschreiben,
ein Buch lesen und Gedächtnistraining zu machen. Das Lesen eines Buches zwingt, sich
den Inhalt zu merken bzw. nachzuvollziehen. Ich nenne bewusst: Der kleine Prinz.
Dieses Märchen ist für Erwachsene geeignet, weil es etliche Lebensweisheiten enthält.
Deshalb bleibt es unverzichtbar, dass man nicht nur die körperliche, sondern auch die
seelisch geistige Gesundheit pflegt und erhält. Selbstverständlich gehe ich von einer
natürlichen geistigen Begabung aus. Aber bei etwas Selbstkritik wird jeder einsehen,
dass meine Hinweise durchaus berechtigt sind. Zur Vertiefung empfiehlt es sich meine
übrigen diesbezüglichen Themen zu studieren. Goethe hat angegeben und dies auch
bis kurz vor seinem Tod gelebt, dass er stets neugierig war und blieb. Diesbezüglich
ist er ein potenter Befürworter dafür, dass Einzelne seit langem das lebenslange Lernen
umgesetzt haben. Es wird zwar als Empfehlung immer wieder erwähnt, aber nehmen
Sie diesen Hinweis ernst? Das kann jeder, der sich bewusst macht, dass unser Hirn ein
als Muskel ganzheitlich trainiert werden muss. Dieses Muss ist ein kategorischer
Imperativ der jedem wichtige Impulse geben kann. Fast alle Menschen sind ab der
Pubertät gefährdet, die sich einreden: Ich bin so intelligent, dass mein Vorrat für das
ganze Leben reicht. Dabei wird vergessen, dass alle den geistigen Austausch mit Fragen
und Menschen benötigen, damit wir aktiv bleiben. Stellen Sie sich eine Kassiererin an
der Supermarktkasse vor. Was spricht sie innerhalb ihrer Dienstzeit? Wenn sie diesen
Stil in der Freizeit beibehält, hat sie keinerlei geistige Anregung. Dies nimmt sie nicht
wahr, weil unsere grauen Zellen Jahrzehnte wie automatisch weiter arbeiten.
Den Zeitpunkt kann niemand vorhersagen, aber irgendwann erschlafft der Muskel Hirn.
Plötzlich merkt der Einzelne Vergesslichkeit und andere Symptome, die vor anderen
verheimlicht werden. Näheres unter "Keine Angst vor Alzheimer."


LEISTUNG.

Leistung gehört zu jenen geistigen Axiomen, die sich nach allen Richtungen dehnen
lassen. Meine geistige Leistung, die über Jahrzehnte anhält, werden nur diejenigen zu
würdigen wissen, die sich die Zeit nehmen meine Themen genauer zu studieren und
gedanklich zu verstehen. Leistung ist aber auch der körperliche Einsatz den Handwerker
erbringen, um ihren Lohn zu verdienen. Ein völlig unangebrachtes Wort wurde öffentlich
eingeführt und einseitig verwendet. Es lautet: Leistungsträger. Gemeint sind meistens
Manager, die Betriebe leiten, in denen tausende Angestellte arbeiten über deren
Einsatz wird oft geschwiegen.
Damit nachvollzogen wird, dass meine geistige Leistung vor Jahrzehnten begann,
folgen zwei Gedichte, die ich Anfang der 7Oiger Jahre dichtete und  zeitlos sind.
Gleichzeitig beinhalten diese meine geistige Konzeption, die ständig vertreten wird.

                                          DIE ZEIT

Die Zeit steht still und eilt zugleich,
sie jagt die Menschen vor sich her,
sie beugen sich und ruhen nicht,
denn die Zeit entkräftet sie.

Die Zeit steht still und eilt zugleich,
sie lenkt die Menschen auf der Bahn der Wirklichkeit.
sie wollen sein und schaffen` s nicht,
denn die Zeit entmachtet sie.

Die Zeit steht still und eilt zugleich,
sie bremst die Menschen vor der Wahnsinnstat,
sie halten ein und fürchten sich,
denn die Zeit bewahrt sie.

Die Zeit steht still und eilt zugleich,
sie fährt die Menschen Jahr für Jahr,
sie freuen sich und weinen,
denn die Zeit überwältigt sie.

Die Zeit steht still und eilt zugleich,
sie fliegt die Menschen zu den Sternen,
sie entrücken und sind nah,
denn die Zeit verzaubert sie.

Die Zeit steht still und eilt zugleich,
sie hält die Menschen auf dem Lebensgleis,
sie lernen viel und sehen nicht,
denn die Zeit blendet sie.

Die Zeit steht still und eilt zugleich,
sie führt die Menschen neue Wege,
sie klatschen Beifall und sie fluchen,
denn die Zeit verwirrt sie.

Die Zeit steht still und eilt zugleich,
sie zieht die Menschen nach sich,
sie straucheln und sie schreien,
denn die Zeit verzehrt sie.

Die Zeit steht still und eilt zugleich,
sie nimmt die Menschen an der Hand,
sie wehren sich und suchen,
denn die Zeitentwaffnet sie.

Die Zeit seht still und eilt zugleich,
sie raubt den Menschen Glück und Frieden,
sie stürzen und bereuen kaum,
denn die Zeit fesselt sie.

Die Zeit steht still und eilt zugleich,
sie bindet Menschen aneinander,
sie vertragen und befeinden sich.
Aber mächtig ist die Zeit,
lässt kraftvoll frei sie handeln.

BEWUSSTSEINSLIED

Am statischen Bewusstsein krankt die Welt;
am schnöden Mammon nicht minder.
Jeder glaubt, der auf viel Moos was hält,
leistet schon was für die Zukunft der Kinder.
Wir aber verändern das Bewusstsein der Zeit:
danach ist Frieden auf Erden allezeit.

Der Mensch ist frei in die Welt gesetzt,
die Verantwortung trägt er für sich allein.
Deshalb wird als Konkurrent durch` s  Leben gehetzt-
und vergisst dabei Mensch zu sein.
Wir aber verändern das Bewusstsein der Zeit;
danach ist Frieden auf Erden allezeit.

Jeder glaubt sich am Ziel des Lebens,
wenn er die Leiter des Berufes erklimmt;
deshalb erhofft ihr von der Menschheit vergebens,
dass sie die Friedensposaune anstimmt.
Wir aber verändern das Bewusstsein der Zeit;
dann ist Frieden auf Erden allezeit.

Wir praktizieren Toleranz und meiden Gewalt,
um endgültig Gerechtigkeit zu bringen.
Der Glaube daran hilft uns bald,
das neue Wunder zu vollbringen;
darum verändern wir das Bewusstsein der Zeit,
danach ist Frieden auf Erden allezeit..

DAS ANDERE LEBEN

Es ist kaum zu beschreiben, in welcher sozialen Notlage sich meine Eltern standen,
als ich geboren wurde. Die Bäckerei war verpachtet. Die Glocken der Dorfkirche
läuteten auf Anordnung eine Woche lang. Das blieb in Erinnerung. Mit etwa ein Jahr
erkrankte ich, ohne dass der Arzt die Krankheit erkannte. Die Hebamme war die
medizinische Autorität und verordnete mir schließlich einen Brei. Sie meinte, dass ich
kaum überleben würde, wenn ich diesen essen würde. Und ich aß ihn und gesundete.
Medizinisch war wahrscheinlich meine akute Krankheit vorüber.
Erst beim Gehen lernen beobachteten die Eltern, dass ich links auf den Zehen ging.
D.h. ich hatte eine Sehnenverkürzung. Es eine Gnade des Vergessens, dass ich nicht
wissen kann, wie ich laufen lernte und wie oft ich hinfiel.
Mein Vater wurde bei der Verwaltung der Stadt Brieg angestellt, so dass ich mich nur
an diese Stadt erinnere.
Ich kann mich an eine kurze Zeit daran erinnern, dass ich links auf den Zehen lief. Mit
sechs Jahren wurde ich operiert.  Danach lief ich für Beobachter lediglich ungeschickt,
weil ich oft stolperte und hinfiel. Dass ich meinen linken Fuß nicht aktiv bewegen konnte,
sah niemand. Dazu habe auch einen Muskelschwund im linken Unterschenkel.
Dies ist wichtig zu wissen, um nachzuvollziehen, was ich seit meinen bewussten Jahren,
etwa ab fünf Jahren, erlebte und lange darunter litt, dass ich nicht so beweglich war, wie
das fast jeder von Kindern erwartete. Der Spruch: "Du kannst hinfallen, du musst aber
wieder aufstehen", war für mich bald selbstverständlich. Das Denken beginnt stets im
Verborgenen. Für dieses Thema heißt es: Warum lachen die über dich? Was ist anders
bei dir?
Jeder sollte sich an kleine Kinder erinnern, wie stolz sie sind, wenn sie laufen lernen.
Ich war stolz als ich zur Schule gehen durfte. Das Lernen machte mir Spaß. Mit zehn
Jahren gingen alle Kinder in das Jungvolk. Das Besondere war, dass jeder eine Uniform
bekam. Bald merkte ich, dass überwiegend körperliche Übungen gemacht wurden.
Nun war es wieder das Lachen der anderen, wenn ich die Kehrwendungen nicht so
ausführen konnte, wie es andere machten Niemand fragte. Jeder meinte zu wissen,
dass ich zu ungeschickt oder dumm war die richtigen Links - Rechtsbewegungen zu
auszuüben. Rückblickend begann für mich das andere Fragen, ohne dies natürlich in
Worte fassen zu können.
Auf der Flucht setzte dies fort. Was ist mit den Erwachsenden los? Einige verhielten  
sich so unbeherrscht wie ich es Kindern zudachte. Eine ältere Frau lächelte mich
an, als sie mich beobachtete. Nach der Flucht war ich freudig überrascht, dass ich sie
als Lehrerin bekam. Kopfrechnen war gang und gäbe. Weil ich oft der Erste war,
der die Lösung wusste , nannten mich einige Rechenkünstler. In meiner späteren
Analyse begriff ich, dass mir meine Intuition half. schnell zu kombinieren. Dabei wird
überwiegend behauptet, dass es die besondere Rechenbegabung gibt. Ich lehne diese
Einschränkung für mich ab. Ich begann jedes Buch zu ergattern, was damals möglich
war. Ich war enorm Stolz als mir die Lehrerin einen Gedichtband lieh. Gern lernte ich
Gedichte auswendig, die nicht gefordert wurden.
Es bleibt für mich unerklärlich, dass das Auswendiglernen nicht mehr so gefordert wird,
wie in meiner Schulzeit. Dabei haben uns die Hirnforscher längst vermittelt, dass unsere
grauen Zellen Arbeit brauchen. Das Tippen auf Handys usw. sind inzwischen für mich
komplizierte Pawlow `sche Reflexe. Diese Einordnung habe ich nirgendwo gefunden.
Deshalb ist dies einer meiner Einsichten. Wenn ich das Tippen auf Geräten als Intelligenz
werte, übersehe ich, dass dies zumindest kein kreativer Akt ist. Pauschal: Mit häufigem
Üben lerne ich den Umgang. Dabei verliere ich Zeit ein Buch zu lesen. Es grenzt an Sucht,
wenn angenommen wird, dass ein Smartphone unverzichtbar sei.    
In der direkten Beziehung hatte ich einen Gendefekt, weil es gängige Meinung ist, dass
sich Jungen körperlich verteidigen oder zur Rauferei neigen. Dies trug dazu bei, dass mich
Gleichaltrige provozierten . Ich wehrte mich nicht, sondern sagte: Lass mich in Ruhe.

BILDUNG

Die Bildung beginnt ohne uns dessen bewusst zu sein, bei dem was wir beobachten und
erfahren können. In den Klassen, die ich erlebte, gehörte ich zu den Besten. Nach 1945
war es gar nicht einfach eine weiterführende Schule zu besuchen. Die Eltern sollten auch
Schulgeld bezahlen. Im ersten Jahr der Flucht erzählte mir meine Mutter die gesamte
Familiengeschichte. Das habe ich bereits in meiner Erz. erläutert, so dass ich es jetzt
nicht wiederhole. Sie war überzeugt, dass ich nicht damit hausieren gehen würde. Es
begann jedoch ein Fragen, ohne das ich Antworten bekommen konnte. Die Älteren
stuften mich als Kind ein. Es galt die pauschale Antwort: Davon verstehst du nichts.
Dabei konnte ich die Erwachsenen mit meinem geheimen Wissen genauer beobachten.
Rückblickend wuchs der Stolz in mir, dass meine Mutter mir viel anvertraut hatte und
die Älteren nicht ahnen konnten, was ich wusste und sie mit diesem Wissen einordnete.
Es war folglich eine Bildung, die mich neugierig machte. Aber selbst in der Schule war
die jüngste Vergangenheit tabu. Ich empfand es als schockierend, dass mein Vater von
den Ereignissen depressiv war. Dies äußerte sich darin, dass ihm alles egal war. Nach
der Währungsreform begann die Aufbauphase an der sich mein Vater nicht beteiligte,
Er übernahm Handlangerarbeiten, die ihm als Bäckermeister zuwider gewesen sein
mussten. In unserer Familie wurde wenig gesprochen und mein Gespräch mit der
Mutter war beendet. Trotzig wehrte ich mich gegen einen weiteren Schulbesuch, weil
ich überzeugt war, dass wir kein Geld dafür hatten. Tatsächlich hatte ich mich gegen
meinen Vater durchgesetzt, der dafür sprach, dass ich die höhere Schule besuchen
sollte. Aber, was kann man lernen, wenn es kaum Lehrstellen gab. Als Info erwähne
ich, was unzählige Male bestätigt wurde, dass durchaus Flüchtlingskinder  benachteiligt
wurden. Mit elf Prüflingen machte ich eine Aufnahmeprüfung bei der Post. Ich war
der einzige, der die Prüfung bestand. Trotzdem wurde ich wegen meiner chronischen
Gehbehinderung nicht eingestellt. Die Antwort lautete: Es ist wichtiger Kriegsversehrte
einzustellen. Mein Vater machte mir Vorwürfe, dass ich dies dem Arzt erzählte habe.
Dabei sieht jeder Arzt auf einen Blick, welche Einschränkungen ich habe. Aber meine
Eltern versuchten gar nicht der Entscheidung zu widersprechen, denn de jure wurde
ich nie als Behinderter eingestuft.

TRÄUMER ODER TRAUMA

Mitunter wurde ich durchaus als Träumer eingestuft, weil ich nachdenklich war und
die Beobachtenden dies so sahen. Zu dieser Zeit gab es keine Kenntnis des Traumas in
der veröffentlichten Meinung. Insofern ahnte niemand in meinem Umfeld, dass ich
wahrscheinlich durch meine Beobachtungen und dem nicht kindgemäßen Wissen, völlig
irritiert war. Hinzu kam, dass ich gar nicht wusste, was ich beruflich lernen sollte. Dazu
ist mitzuteilen, dass in dieser ländlichen Gegend keine Berufswahl möglich war. Für die
Flüchtlingskinder hatte die Kirche eine Lehrwerkstätte eingerichtet, in der Handweber
ausgebildet werden sollten. Ungefähr 3O Jungen wurden in ehemaligen Baracken für
den Arbeitsdienst untergebracht. Zunächst mussten wir das Gelände säubern. Die
ersten Lehrlinge kamen nach einem Jahr an Webstühle, so dass sich Einzelne über die
Eltern beschwerten. Ich tat dies nicht und wurde vor allem gelobt, weil ich die meisten
Stunden Gartenarbeit geleistet hatte. Der Meister sagte: Ich habe die Stunden für jeden
notiert. Allerdings hatten einige längst begonnen mich zu hänseln. Ein Gleichaltriger hat
nicht mitgemacht und mich sogar verteidigt. Gleichzeitig hatte ich begonnen Bücher zu
lesen, die nicht zur Ausbildung passten. " Öl für die Lampen Chinas", lautete der Titel
meines ersten Romans. Auch für die Autosuggestion bezog ich Lehrbriefe. Es wurde klar,
dass ich mich selbstständig weiter bildete. Später gehörte es zu meinen oft bestätigten
Beobachtungen, dass ich sicherlich zu der Minderheit gehörte, die mittels eigener
Motivation in Büchern Antworten auf unzählige Fragen suchte.
Mit meiner Rechenfähigkeit und dem Rückhalt des Freundes konnte ich diese drei Jahre
durchhalten, obwohl ich massiv das erlebte, was heute Mobbing genannt wird. Ich bekam
einen Spitzennamen, der beinhaltete, dass ich als naiv eingestuft wurde. Später entstand
daraus mein eigenes Denken. Das ist wichtig zu erwähnen. Die meisten begnügen sich
damit im Beruf X die Intelligenz einzusetzen. Ich wollte die Hintergründe erkunden.
Kaum jemand erkannte, dass ich dazu eine eigenen Lebensstil entwickelte. Deshalb sage
ich: Mein Leben ist geprägt von Intuition und Fügung. In einer schwierigen Lebensphase
mit Anfang zwanzig suchte ich meine Lehrerin auf und gestand ihr:Ich hätte sehr gern
die Schule weiter besucht.
Daraufhin antwortete sie mir:" Sie werden ein... , wie ... sein " Sie bestätigte
damit meine innere Überzeugung, dass ich eine eigene Aussage machen werde.

DAS ANDERE DENKEN.  

" Du darfst nicht so viel grübeln", hörte ich durchaus öfters. Dabei wusste ich nicht, wie
ich das abstellen sollte. Es gab für mich bald das sichere Gefühl, dass ich eine andere
Begabung habe als die meisten. Im Nachhinein war es auch die genetische Anlage den
zwischenmenschlichen Problemen auf den Grund zu gehen. Deshalb sage ich: Ich habe
ein Fenster des Denkens geöffnet. Wer dies für sich öffnet kann einsehen, dass oft ein
statisches Denken gelebt wird. Jemand, der studiert, möchte in einer Fachdisziplin die
eigene berufliche Existenz aufbauen. Dies ist natürlich nicht falsch. Ich kritisiere jedoch,
dass unsere Bildung auf Fachwissen ausgerichtet ist. In welcher Disziplin wird die
Disziplin für das Miteinander gelehrt? Überwiegend wird die Psychologie dazu benutzt
psychisch geistige Beschwerden zu beheben. Meine Konzeption möchte den geistig
gesunden und interessierte Menschen erreichen. Es sind nur pauschale Angaben sinnvoll.
Wer in der Pubertät vom Elternhaus genügend sachliche Impulse mitbekommt, muss
diese auch akzeptieren. Oft sind dies jedoch Jahre des Protestes, weil die verschiedenen
Beeinflussungen enorm verunsichern können. Deshalb vertrete ich seit langem, dass in
den weiterführenden Schulen eine Alltagskunde gelehrt werden sollte. Unsere geistigen
Werte sind nicht zuverlässig definiert. Jeder, der meine Hinweise testen will, kann dies
umsetzen, indem er einen beliebigen Grundsatz nimmt und versucht diesen sachlich
beschreiben. Dazu erwähne ich: Freiheit. Der Einzelne weiß überwiegend, dass es die
persönliche und die gesellschaftliche Freiheit gibt. Trotzdem sollte sich jeder distanziert
und sachlich fragen: Wie halte ich es mit diesen Begriffen. Damit meine Argumente
nachvollzogen werden können, sollte jeder an die unterschiedlichen Suchtgefahren
denken. Inzwischen gibt es sogar Smartphone- Süchte. Alltagskunde möchte daran
erinnern, dass wir im eigenen Interesse die Angebote stets maßvoll nutzen sollten.
Die vielen Anwendungen, allein bei dem genannten Gerät, belegen, dass es ein modernes
Spielzeugt ist. Die Nutzer vertreiben sich die Zeit damit und haben immer weniger Zeit
den direkten Kontakt zu nutzen und auszubauen. Niemand ist so wichtig, dass er diese
medialen Geräte dauernd nutzen muss. Im Ergebnis sage ich, was nicht vermittelt wird:
Bei unseren Werten handelt es sich überwiegend um geistige Axiome. Wem dies bewusst
ist, wird wissen, dass er damit sorgsam umgehen sollte. Ein makabres Beispiel, das mich
bestätigt, ist die gegenwärtige Zigarettenwerbung. Auf den Schachteln sind Schockbilder
zu sehen. Außerdem heißt es im Text: Rauchen ist tödlich. Der Süchtige übersieht diese
Mahnung und denkt inhaltlich: Quatsch, ich nehme mir die Freiheit zu rauchen. Die
ständigen Raucher verdrängen auch, dass die gesundheitlichen Folgen durch das Rauchen
erst nach Jahrzehnten zu spüren sind. Inzwischen wurde untersucht, dass auch Frauen
häufiger Herzinfarkte bekommen, weil sie mehr rauchen.

WIE FAND ICH DIESES DENKEN?

Das kreative Denken ist ein langer schwieriger Prozess, der von der Bildung in keiner
Weise gewürdigt wird. Vereinfacht kann gesagt werden: Unsere Bildung ist so umfassend,
dass jeder seine Intelligenz so einsetzen kann, wie er es privat und beruflich für wichtig
und erfolgsversprechend hält.
Dagegen ist nichts einzuwenden, weil unsere Zivilisation inhaltlich dadurch gewachsen ist
und funktionsfähig bleibt, dass sich die große Mehrzahl innerhalb der gegebenen Ordnung
vernünftig verhält und darin zufrieden lebt. Persönliche und gesellschaftliche Konflikte
entstehen, wenn der Einzelne oder auch die Gruppe mehr Fragen haben als die Bildung
beantworten kann.
Es dürfte schon klar geworden sein, dass dies für mich zutraf. Details erwähne ich oft.
Aber es können auch Fragen dazu gestellt werden. Der Anfang machte das emotionale
Schreiben. Dazu gehört Gefühle, Eindrücke oder Meinungen einfach aufzuschreiben. In
der Analyse ist wichtig, dass ich so distanziert und sachlich schreiben übte. Leserbriefe
begann ich zu schreiben als ich selbst spürte, dass darin faire Meinungen enthalten sind.
Die medialen Netzwerke machten plötzlich die große Mehrheit zu Schreibern. Es ist eine
sachliche Beobachtung, wenn ich sage: Zu viele veröffentlichen lediglich ihre momentane
Emotion zum Thema ABC. Die Medien, die annehmen, dass sie die öffentliche Meinung
vertreten, wundern sich und urteilen häufig sehr negativ darüber. Dabei war dies immer
so, dass sich die Mehrheit emotional äußerte und so die Stimme des Volkes ausdrückte.
Seit der Erfindung der medialen Geräte steht diese Meinung im Widerspruch zu der
inhaltlich gewünschten sachlichen Vernunft. Aber die gesellschaftlich Verantwortlichen
wollen nicht wahrhaben, dass unser Postulat der Freiheit zur Ideologie wurde. Das heißt
momentan: Sitze ich einem Menschen direkt gegenüber, wird niemand sagen: Deine
Meinung ist Sch... , anonym kann dies aber verbreitet werden, weil der Verfasser einer
beleidigenden Äußerung weiß, dass er weder erkannt noch belangt werden kann.
Ich sage nun: Es kann jedem privat und beruflich helfen, wenn die Emotionen auch
schriftlich versachlicht werden. Z.B.: Deine Meinung verstehe ich nicht, ich sehe das
anders usf. So wächst das sachliche Bewusstsein und stärkt das Selbstwertgefühl.  

ANMERKUNGEN ZUR PHILOSOPHIE

Selbstverständlich ist mir bekannt, dass die gelehrte Philosophie meint, sie hat  alle
Bereiche des Lebens abdeckt.  Aber jeder sollte ebenso distanziert die Grenzen der
Philosophie vor Augen haben, die er selbst für die realistisch hält. Es ist nicht meine
Absicht Philosophien zu beschreiben oder zu bewerten. Trotzdem möchte ich Sie auf
eine zentrale Gemeinsamkeit hinweisen. Diese lautet: Es ist eine abgerundete Lehre
enthalten, die in wenigen Sätzen das Denkgebäude ausdrückt. Folgende Devise
wird oft erwähnt, so dass ich diese angeben möchte. "Handle so, dass dein Handeln
Gesetz sein könnte", von E. Kant. Natürlich erkenne ich dessen geistige Leistung, die
dazu beiträgt, dass wir uns in den Zivilisationen geistig verstehen. Dieser Satz kann
jedoch bezogen auf den Alltag der Mehrheit als Ideal gelten, das kein Mensch einhält.
Es gibt einen landläufigen Spruch, der dies inhaltlich erklärt. Dieser lautetet:
Philosophen eignen sich nicht als Herrscher. Dies wussten die Griechen vor 25OO
Jahren. Ein wichtiger Grund ist, dass sich unsere Begabung nicht für jedes Gebiet
eignet. Hier heißt das: Philosophen denken zu idealistisch in ihrer Absicht.
Die Entscheidung über Für und Wider fällt ihnen schwer. Dies zeigt sich darin, dass wir
gesellschaftlich in den Zivilisationen Philosophen keinen wichtigen Ämtern finden.
Sie werden als interessantes Bildungsbeiwerk gesehen und gleichzeitig als unfähig für die
harte Wirklichkeit eingeordnet. Ich sagte bereits, dass ich die Alltagsphilosophie vertrete,
die persönlich und allgemein auf die unbewussten Beziehungen hinweist. Deshalb bleibt
es fraglich, ob viele Menschen den Kern meiner logischen Hinweise erkennen und
anwenden können. Meine Philosophie wird  nicht gelehrt, weil sie bisher nicht  als
wichtiger Bildungsfaktor erkannt wird. Ich behaupte, dass in unserer Wirklichkeit das
materialistische Menschenbild das christliche verdrängt hat. Deshalb können wir oft
nicht nachvollziehen, weshalb ein anderer Blickwinkel erforderlich ist.
Seit langem besitzt das naturwissenschaftliche Denken den absoluten Vorrang. So ist
erklärbar, dass wir von Technik umgeben sind und alles verteidigen, was uns den Alltag
erleichtert. Meine Erkenntnistheorie möchte konstruktiv und distanziert sachlich vor der
unkontrollierten Nutzung warnen. Dies muss jeder einsehen, damit er einen Beitrag zu
einem fairen Gebrauch leisten kann.

GESCHICHTLICHE HINWEISE

Unsere Bildung und damit die öffentliche Meinung nimmt an, dass Verantwortliche
stets sachlich und vernünftig handeln. Obwohl allen bekannt, dass etliche Faktoren,
wie Macht, Interessen in der Meinungsbildung eine Rolle spielen, wird das stets als
Einzelphänomen hingestellt. Wenn Sie jedoch die Geschichte unter den unbewussten
Absichten der jeweiligen Charaktere sehen, ergibt sich ein anderer Blickwinkel.
Dies ist nur an großen Ereignissen nachzuvollziehen.
So ist die ägyptische Kultur durch einen staatlichen Narzissmus zerbrochen, der nicht
mehr reformfähig war. Diese Selbstliebe der Herrscher sah die Mehrheit nur als ihre
Diener. Wie viel Leid die meisten Menschen ertragen mussten, kann keine Forschung
herausfinden. Dieses entfernte Beispiel möchte Sie auf gegenwärtige narzisstischen
Tendenzen hinweisen. Obwohl wir von Demokratien ausgehen, sind die Verantwortlichen
nicht gegen die Macht der Selbstliebe gefeit. Diese zeichnet sich durch mangelnde
Selbstkritik aus. Wenn der Mensch Macht besitzt- er selbst nennt es Verantwortung -
dann geht er davon aus, dass das Einräumen von Fehlern zu einem Autoritätsverlust
führt. Deshalb werden überwiegend keine Reformen eingeführt, die der Mehrheit dienen.
Es werden kleine Reformen umgesetzt, die aber keinesfalls die Macht und Privilegien
berühren. Längst ist eine Umgestaltung der demokratischen Strukturen erforderlich,
damit die demokratische Substanz stärkt wird. Der emotionale Ärger ist in unseren
Gesellschaften auf der Tagesordnung, wird aber von der Politik nicht als Imperativ zum
sofortigen Handeln erkannt. Es ist unerlässlich, dass nachgeprüft wird, wie unsere
unbewussten Beziehungen wirken, damit mein Fenster des Denkens genutzt werden kann.

BEGEGNUNGEN BEGÜNSTIGEN DAS DENKEN

Es bleibt eine Binsenweisheit, dass wir von den Eltern geprägt werden. Meine Mutter wird
jedoch gespürt haben, dass ich eine besonderen Fürsorge benötigte. Gleichzeitig wird sie
geahnt und gehofft haben, dass ich die enorme Kraft ihrer lebenslangen Entbehrung in
mir trug. Wie sonst hätte sie mir mit elf Jahren das Wissen der Erwachsenen anvertraut?
Von meinem Vater habe ich die sensible Begabung mitbekommen, die ihn aus meiner
Lebenssicht, teilweise lebensuntüchtig machte. Seine erlittenen Niederlagen konnte er
nicht hinterfragen. Ihm fehlte die sachliche Distanz, die eigenen Fehler einzusehen, was
meiner Mutter möglich war.
Die Lehrerin, die mich bereits auf der Flucht beobachtete, begleitete meine emotionalen
Eindrücke in der Schule mit einem Lächeln. Als ich mit Anfang zwanzig eine für mich tiefe
Sinnkrise durchlitt. Was soll mein Leben, suchte ich sie auf. Wieder sah ich ihr Lachen
als ich sagte:"Ich wäre so gern weiter auf die Schule gegangen." " Sie werden ein... sein."
Sie nannte einen bekannten nicht studierten Mann. Zwei Hinweise gab sie mir damit.
Ich werde eine eigene Aussage machen, auch ohne Studium und ich werde dies selbst  
finden - müssen. In meiner beruflichen Zeit traf ich einen Heizer, der entgegen dieser
Mentalität langsam und bedächtig sprach. Den musst du sprechen, war sofort mein
Empfinden. Ich sah ihn in Mathematik Büchern während der Arbeit lesen. Wir kamen in
vertiefenden Gespräche. Er machte mich auf Wolfgang Borchert aufmerksam, der heute
vergessene Dichter der Nachkriegszeit. Leider beobachtete ich, dass er während der
Arbeit trank. Da fragte ich ihn: "Braucht nicht jeder Mensch eine Aufgabe?" Und er
antwortete: "Natürlich, aber ich habe diese für mich nicht gefunden." Dessen Schicksal
war eines von Millionen in der Nachkriegszeit, was ich jetzt nicht vertiefen möchte.
Noch immer hatte ich mit meinen Benachteiligungen durch meine Polio-Beschwerden
nicht abgefunden. Dies gelang mir erst im Gesundheitsdienst als ich sah, wie viele
Menschen noch gravierender geschädigt waren und die Hilfe anderer benötigten. Es
wurde mir bestätigt, dass ich auf jeden einfühlsam eingehen konnte.  
Allerdings wird jeder beobachtet haben, dass wir uns oft unterschiedlich verhalten -
können, ob wir mit anderen beruflich oder privat kommunizieren. Das Wort können
war wichtig, weil wir durchaus behaupten können: Ich zeige mich wie ich bin.
Momentan geht es um die allgemeine Beschreibung unseres unbewussten Charakters.
Stellen Sie sich eine Gruppe ab vier Personen vor, die über ein Thema diskutieren will.
Dabei sollten Sie sich selbstkritisch einschätzen. Ziemlich sicher befindet sich eine  
Person darunter, die das Gespräch anführt. Häufig werden nämlich lediglich Monologe
geführt, weil viele gar nicht darin geübt sind Dialoge zu führen. Das liegt nicht selten
daran, dass jeder der Gruppe vermitteln möchte, was er alles über Thema X weiß.
Ich gehörte stets zu den Zuhörern. Viele ordnen das als Nichtwissen ein, aber auch,
dass sie endlich jemanden haben, dem sie ihre Meinung mitteilen können. Dies war ein
wichtiger Baustein für mich  dafür andere einzuschätzen.
Ein extremes Beispiel, damit Sie sehen, weshalb das zu beachten ist: Der kleine Kreis
kennt sich seit Jahrzehnten. Aber der Gast A redet ununterbrochen, kaum konnte eine
Frage, geschweige denn eine Meinung dazwischen geschoben werden. Dies ist für mich
der typische narzisstische Mensch, der meint, dass nur er alle Dinge richtig sieht.  Dabei
bleibt wichtig, dass kein Dialog entsteht. Ein solcher Monolog könnte nur unterbrochen
werden, wenn dieser Redner angeraunzt wird: Jetzt halte mal die Luft an, ich möchte
auch mal zu Wort kommen. Im privaten Umfeld beißen sich die Zuhörer auf die Zunge,
weil sie keinen Streit vom Zaun brechen wollen. Es könnte nämlich durchaus sein, dass
Kritisierte beleidigt die Runde verlässt. Im beruflichen Rahmen erkennen wir die Autorität
des anderen an. Deshalb sage ich: Die meisten Menschen sind hierarchisch determiniert.
Wenn Sie dem nicht zustimmen, dann sollte Ihre Meinung zu politisch Verantwortlichen
hinterfragt werden. Reagieren Sie, wie ich es versuche, indem ich mich vor einer Meinung
in den anderen hineinversetze oder sagen Sie pauschal: Die da oben...

Im September 2O16 räumt die Bundeskanzlerin ein, dass sie vor einem Jahr die Situation
zu den Flüchtlingen nicht so dramatisch eingeordnet hat. Dies ist ein Beispiel für unser
begrenztes Bewusstsein. Wir sehen nur das, was "wir sehen wollen", weiß der Volksmund.
Bezogen auf meine Absicht wird deutlich, dass ausnahmslos alle Menschen diese begrenzte
Sicht der Dinge haben. Ich habe dies erkannt und möchte es anderen bewusst machen. ich
erkenne meine Begrenzung durchaus. Damit niemand meint, ich würde auf dem hohen
Ross sitzen und nur kritisieren wollen, erwähne ich ein Beispiel. Die gesamte Astrophysik
ist für mich undurchschaubar. Ich staune häufig, was man alles entdeckt haben will.
Mal laienhaft gefragt: Kann man alles belegen, was uns mitgeteilt wird? Zur Entspannung
eine kurze Wiedergabe eines Berichtes, der auch beinhaltet, was wir alles berechnen
können. Oder sind es Hypothesen, weil diese Fachleute wissen, dass niemand diese
Angaben belegen kann. Im TV gab der Physiker Lesch die Empfehlung: Kaufen Sie kein
Haus auf Mallorca. Er wollte damit die Erdplattenverschiebung erläutern. Lösung: In
5O Millionen Jahre gibt es Mallorca nicht mehr.
Dieses Beispiel möchte Ihnen zeigen, dass meine Impulse das Leben des Einzelnen und
der Gemeinschaft beschreiben und Hinweise aufzeigen. Ich könnte das erwähnte Beispiel
auf die Spitze treiben und fragen: Gibt es dann uns Menschen noch?

















































































































































































































































































































































 

BEGEGNUNG MIT MENSCHEN VOLLENDETE MEIN DENKEN.

Wie die meisten Menschen wurde ich von meiner Mutter geprägt. Sie hat wohl meine
Begabung erkannt, sich nachdenklich den allgemeinen Fragen zu stellen. Vielleicht hoffte
sie, dass ich einen eigenen Weg gehen würde, der ihr versagt blieb. Es ist gegenwärtig
kaum nachzuvollziehen wie sie als Bauerngutsbesitzerstochter gelitten haben muss allen
Besitz zu verlieren und trotzdem zufrieden und dankbar zu leben. Auf den ersten Blick
war mein Vater für mich erst nach der Pubertät wichtig. Er soll etwa gegen meine OP
gewesen sein, weil er schon damals meinte: Gegen das Schicksal können wir nichts
machen. Langsam musste ich einsehen, dass ich den sensible Charakterzug von ihm
mitbekommen habe. Den Realitätssinn habe ich von meiner Mutter, der momentan mit
Überlebenswillen bezeichnet werden soll.


Zuletzt von Hubert Laufer am Do Sep 15, 2016 3:21 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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