Geistige und gesellschaftliche Widersprüche abbauen

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Geistige und gesellschaftliche Widersprüche abbauen

Beitrag  Hubert Laufer am Fr Jan 06, 2017 5:08 pm

VORWORT

Jeder sollte sich bewusst sein, dass wir ständig Widersprüche leben, erfahren oder
beobachten. Die Ursachen sind so vielfältig, so dass ich diese mittels Begriffe erläutere.
Es bleibt wichtig, dass sich der Leser fragen kann: Weiß ich es? Viele Emotionen
beinhalten nämlich häufig nicht erkannte Widersprüche. Zunächst nenne ich ein
schlichtes Beispiel, das jeder erlebt hat: Der Mensch XYZ ist mir unsympathisch. Keiner
kann diesen Menschen danach sachlich beurteilen. Es bilden sich Vorurteile, die lange,
oft sogar Jahrzehnte weiter behauptet werden. Um diese Sicht zu ändern, muss sich
jeder fragen können: Warum ist er mir unsympathisch? Wo liegen die Ursachen für
meine Vorurteile? Wer zu diesen Fragen nicht bereit ist, ist zu wenig selbstkritisch.
Widersprüche können nur nachvollzogen werden, wenn die rezeptive Bereitschaft
vorhanden ist, konstruktive Argumente anzuhören und nachzuvollziehen.
Es bleibt ein privates und gesellschaftliches Tabu darüber zu reden. Dazu gehört, dass
die unterschiedlichen Widersprüche öffentlich nicht erörtert werden.
Wer zu den Menschen gehört, die dies auch erkannt haben, kann Widersprüche mitteilen.

ALTER

Es wird wenig beachtet, dass wir überwiegend in zehn Jahres Schritten denken.
In der öffentlichen Wahrnehmung werden pauschal über 7Ojährige privat und
gesellschaftlich kaum ernstgenommen. Dieses Verhalten ändert sich, wenn Einzelne  
ein Amt bekleiden. Niemand wagt es einen Papst aufgrund seines Alters zu
kritisieren. Es müssen schon theologische Argumente angeführt werden.
Bis heute wird die Achtung gegenüber Älteren klein geschrieben.
In Filmen werden Ältere zu oft als Querulanten oder Trottel gezeigt.  
Öffentlich wird laufend beklagt, dass wir alle älter werden. Trotzdem fehlt die reale
gesellschaftliche Teilhabe der Älteren.
Unser Leben währet 7O Jahre..., diese Botschaft haben fast alle verinnerlicht.
Dabei bleibt unberücksichtigt, dass wir auch durch die moderne Medizin ein
gesundes höheres Alter erreichen können.
Heute könnte die Botschaft lauten: Unser Leben währet 8O Jahre und wenn es
hoch kommt sind es 9O Jahre. Wissenschaftler forschen daran, Medizin zu finden,
die das Alter beträchtlich höher erhalten kann. Es bleibt eine Unbekannte, wie
die Menschen dann geistig leben. Wer zufrieden und relativ gesund altern möchte,
muss nämlich jung beginnen maßvoll zu leben. Die vielen gesundheitlichen Gefahren
können unabhängig von den genetischen Anlagen unser Leben begrenzen. Dies
möchten viele Menschen bis zum 5O LJ. nicht einsehen.
Zusammengefasst liegt folglich der Widerspruch in unserem oft unklaren Verhältnis
zum Alter. Jeder sollte dies im eigenen Interesse erkennen und abbauen.  

ACHTUNG

Die Empathie ist unerlässlich, wenn wir andere beurteilen oder im Verhalten sachlich
begegnen. Wir reden gern von der Gleichberechtigung, aber die Gleichachtung wird
häufig nicht  verwirklicht.

ADEL

In den modernen Gesellschaften, sollte der Adel zu jenen Menschen gehören, die ihren
Status der familiären Vergangenheit  verdanken, aber  gesellschaftlich nicht die Vorzüge
in Anspruch nehmen können, die ihnen noch zugebilligt werden. Eine monarchistische
Demokratie ist ein unzeitgemäßes Konstrukt, dass lediglich belegt: Eine Minderheit
regiert und will nichts ändern. Die Mehrheit wird nicht nach ihrer Meinung gefragt.
Es wird zwar oft behauptet: Die meisten Menschen wollen ihren König/Königin, aber
das ist nichts als der Gewöhnungseffekt. In Deutschland ist der Adel auch mächtiger
als dies zugegeben wird.

ABGEORDNETE

Diese gewählten Personen vertreten das Volk in den Parlamenten. Aber wie sie
gewählt werden und wem sie wirklich dienen, erfährt die Mehrheit erst durch deren
Abstimmungen und Arbeit in den Gremien. Es ist unglaublich, dass auf jeden MdB  
vier Lobbyisten gerechnet werden. Nicht wenige Gesetze tragen somit die Handschrift
der Lobbyisten, ohne dass dies der unbedarfte Bürger erkennen kann.
Eine diesbezügliche Reform wird gar nicht erwogen.

AUFGABE

Es wurde für mich zur Aufgabe die Widersprüche und andere persönliche, berufliche
und gesellschaftliche Konflikte zu erörtern. Eine Gesellschaft, die sich nicht distanziert
sachlich reformieren will, wird zu einer Minderheiten- Herrschaft, die wir längst in
bekannten Zivilisationen haben.  Wer im Detail meine Argumente nachvollzieht wird
einsehen, dass ich ein neues Fenster des Denkens öffne, dass oft einen neuen Blick
möglich macht.

AXIOME

Jeder weiß, dass das Wort oder der Begriff naturwissenschaftlich verwendet wird.
Ich sage: Wir können als Einzelne, aber auch als Gesellschaft viele Vorgänge und
Meinungen gelassener einordnen, wenn wir daran denken, dass unsere Werte und
viele Begriffe geistige Axiome sind. Zunächst genügt es, festzuhalten, dass das
Wort für Einschätzungen gebraucht wird, die auch wissenschaftlich Annahmen sind,
die  unterschiedlich ausgelegt werden können. Als Beispiel nenne ich eine häufig
benutzte Redewendung, die für unzählige Sachverhalte verwendet wird, ohne dass
diese wirklich belegt sind. Konkret: " Was ich jetzt sage ist die Wahrheit, nichts als die
reine Wahrheit." Wer dies so oder ähnlich ausdrückt, will betonen, wie ernst er diese
Meinung nimmt. Wenn wir uns aber vor Augen führen, dass besonders das Wort
"Wahrheit" immer nur eine subjektive Einschätzung sein kann, dann werden wir
nachdenklicher und zurückhaltender in der Anwendung. Der Satz müsste in etwa
lauten: " Ich halte es für wahr, was ich zu diesem Vorgang sage". Dieser Satz entspricht
jedoch nicht unseren Vorstellungen, Überzeugungen zu vertreten.  

BEGRIFFE

Nennen wir meistens kurze Bezeichnungen, die uns sofort etwas sagen. Oft überlegen
wir kaum: War das nun ein Wort oder ist es auch ein Begriff. Wenn wir sachliche
Meinungen vertreten wollen, sollten wir uns den Unterschied deutlich machen.
Axiom steht für eine nicht beweisbare Annahme. Was bedeutet Freiheit für mich, für die
Gesellschaft? Wenn ich sage: Dieser Grundsatz ist ein Axiom, möchte ich Leser dazu
motivieren den eigenen Wert der Freiheit zu überprüfen. Die Annahme: Ich habe die
Freiheit so zu leben, wie ich möchte, ist eine subjektive unrealistische Wahrnehmung
dieses Begriffes. Im Alltag ist folgender Begriff laufend anwendbar.  Dieser sollte jedem
bewusst sein, damit er dauernd abrufbar ist. Er heißt: Angemessene Verhältnismäßigkeit.
" Viele fahren unverhältnismäßig schnell und gewinnen kaum Zeit. Erhöhen aber enorm
das Unfallrisiko." Lohnt es sich emotional unbeherrscht zu streiten, wenn die vernünftige
Argumentation ausreicht? Zur Überprüfung des eigenen Verhaltens sollte jeder Beispiele
notieren. Denken Sie an die unsinnigen emotionalen Filmszenen. Diese sollen den Film
unterhaltsamer machen. Aber im Grunde sind es unrealistische Verhalten dieser
Personen, die sich privat mit diesem Verhalten unnötig Ärger einhandeln würden.
Natürlich soll dem Zuschauer auch vermittelt werden: So bin ich aber nicht.

BILDUNG

Jeder besitzt die Bildung, die er sich aufgrund der Schulbildung und der persönlichen
Wissensbildung aneignet. Die meisten Studiengänge bilden Spezialisten aus und
vermitteln vielen Einzelnen, dass dieses Wissen ausreicht, um über alle Fragen des
Lebens und der Zeit eine verlässliche Meinung zu haben. Es wird nicht genügend
beachtet und öffentlich vermittelt, dass diese berufliche Kenntnisse in der Summe
Teilkenntnisse sind. Es fehlt die gesellschaftliche Allgemeinbildung. Das kann jeder
nachprüfen, der sich die Inhalte viele Kurzmitteilungen im Internet bewusst macht.

BEWUSSTSEIN

Bildung und  Bewusstsein sind die siamesischen Zwillinge unserer geistigen Situation.
Wer sich keine ausreichende gesellschaftliche Bildung erarbeitet hat, wird stets
die Emotionen ausdrücken, wenn er einen Sachverhalt beurteilt. Tragisch werden die
Emotionen, wenn diese für politische Zwecke missbraucht werden. Es ist bemerkenswert,
dass wir uns mehrheitlich als aufgeklärt und gebildet betrachten, aber den Gefühlen
freien Lauf lassen, wenn wir die politische Meinung vertreten. Wer diesbezüglich meint,
dass er stets sachlich urteilt, sollte die eigene berufliche Perspektive einbeziehen.
Beinahe jeder orientiert sich an seinen beruflichen Einsicht. Dabei wird übersehen, dass
diese nicht genügend um die gesellschaftlichen Zusammenhänge sachlich und distanziert
einzuordnen. Wäre dem nicht so, hätten Politiker kaum den Erfolg bei Wahlberechtigten,
die die Emotionen ansprechen, wie wir es laufend beobachten können.




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wird fortgesetzt . Die genannten Wörter sind erste Hinweise für die Widersprüche..
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